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Regionale Daten für optimale Angebote

Gesundheit Regionale Daten für optimale Angebote

Die Zahlen, die Gerd Glaese ausgewertet hat und nun vorstellt, sind nicht etwa hausgemacht. Es sind öffentlich zugängliche Statistiken aus dem Jahr 2015 zu Krankenhausdiagnosen und zu Todesursachen für den Landkreis Schaumburg.

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Viel muss man nicht tun, um gesund zu leben, betonen Gerd Glaeske und Friedrich Schütte: Die Bewegung fördern, sich gesund ernähren, nicht rauchen, wenig trinken.

Quelle: rnk

Obernkirchen. Glaeske hat sie für die BKK24 ausgewertet und dabei besondere Auffälligkeiten im Vergleich zu den Durchschnittswerten im Land Niedersachsen gefunden.

Die Daten beziehen sich damit auf die Region, in der die BBK24 mit ihren Vorsorge-Angeboten die Menschen erreichen möchte. Das „Länger besser leben“-Programm (LBL) der BKK24 will dazu beitragen, die eigene Gesundheit zu stärken und Krankheiten in Grenzen zu halten. Stets dabei im Mittelpunkt: Die Bewegung fördern, sich gesund ernähren, nicht rauchen, wenig trinken.

Glaeske leitet das „Länger besser leben“-Institut der Universität Bremen, das die BKK24 bei ihrem Präventionsprojekt wissenschaftlich unterstützt. „Danach sind zwei Themen von besonderer Bedeutung“, so Glaeske: Im Landkreis werden vor allem der Diabetes-Typ 2 und Bluthochdruck bei den Krankenhausdiagnosen häufiger als im Landesdurchschnitt festgestellt, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Dies spiegelt sich auch in der Todesursachenstatistik wider, die pro 100.000 Einwohner in Schaumburg erkennbar höher als im Landesdurchschnitt liegt. Das Gleiche gelte für Bluthochdruck und den Herzinfarkt: „Diese Ergebnisse sind bei Frauen und bei Männern gleichermaßen erhöht.“

Rund 37 Todesfälle in Schaumburg

Konkret: Bei Männern kommt es beim Diabetes zu 36,9 Schaumburger Todesfällen gegenüber 27,7 in Niedersachsen, bei den Frauen beträgt die Relation 60 zu 31,8. Glaeske zählte ein paar Folgen der Erkrankung auf, um die Dimensionen zu verdeutlichen: In Deutschland würden neben den Herz-Kreislauf-Problemen auch bis zu 60.000 Amputationen wegen der Diabetes-Erkrankung vorgenommen, 6000 Erblindungen jährlich hätten ebenfalls darin ihre Ursache. „Es ist daher sinnvoll, speziell den Diabetes in den Mittelpunkt der Präventionsangebote zu stellen“, so Glaeske.

Beim Herzinfarkt liegen die Unterschiede bei 88,4 zu 77,6, während bei den Frauen der Landesdurchschnitt mit 54,4 leicht über dem Schaumburger Schnitt mit 53,8 rangiert.

Eine geringere Häufigkeit zeigt sich dagegen bei den ischämischen Herzkrankheiten, also vor allem bei Angina pectoris, der „schmerzhaften Herzenge“.

Auch bei den alkoholbedingten psychischen Verhaltensstörungen zeigt sich eine leichte Erhöhung für das Schaumburger Land gegenüber dem Bundesland Niedersachsen, allerdings mit starken geschlechtsspezifischen Unterschieden. Bei Männern liegen die Todesfälle bei 18,5 pro 100.000 gegenüber 16,5, bei Frauen bei 6,3 gegenüber 4,2.

Passgenaue Angebote

„Solche regionalen Daten bieten Hinweise für die Aktivitäten im Bereich der Prävention und der Gesundheitsförderung, die in unserem Projekt angeboten werden sollten“, erklärte BKK24-Vorstand Friedrich Schütte. Vereinfacht formuliert: Man schneidert passgenaue Angebote – etwa Vorträge oder Infoveranstaltungen.

Schütte und Glaeske verwiesen auf positive Beispiele für Veränderungen bei LBL-Teilnehmern: Bluthochdruck, Übergewicht und Cholesterinwerte wurden verringert, bei vielen wurde auch der Arzneimittelkonsum reduziert.

Auch die Frühjahrskur oder Angebote für Sport und Bewegung sowie zur Raucherentwöhnung seien wirksame Bestandteile eines Projektes, mit dem die erhöhten Raten an Diabetes- und Bluthochdrucktodesfällen oder Krankenhausbehandlungen verringert werden sollen, betont Glaeske. rnk

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