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Reich werden Züchter mit Rasseschönheiten nicht

Obernkirchen / Kaninchenschau Reich werden Züchter mit Rasseschönheiten nicht

Nicht leuchtend rote Feuerwehrfahrzeuge, sondern niedliche Rassekaninchen sind an diesem Tag die Attraktion im Feuerwehrgerätehaus der Stadtfeuerwehr Obernkirchen: Auf mehr als 250 interessierte Besucher bezifferte Sven Bültemeyer, Ausstellungsleiter des den Schautag ausrichtenden Rassekaninchenzuchtvereins F581 Lindhorst, die Resonanz, die er als vollen Erfolg verbuchte: Mit der Veranstaltung wolle man einen Beitrag dazu leisten, dass das alte Hobby der Rassekaninchenzucht nicht in Vergessenheit gerät, erklärte er.

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Am Beispiel seiner eigenen „Zwergwidder“-Dame des Farbschlages „marder-braun“ (links) zeigt Sven Bültemeyer die durch die genetische Disposition dieser Kaninchenrasse begründete farbliche Bandbreite der Jungtiere (hier: schoko-braun und weiß).

Quelle: wk

Obernkirchen. Obernkirchen (wk). Gezeigt wurde daher ein breiter Querschnitt durch die Welt der Langohren – darunter Rassen wie „Satin“-Kaninchen, „Kleinsilber“, „Weiße Neuseeländer“ und schlappohrige „Zwergwidder marder-braun“.

 Bei den „Zwergwiddern marder braun“ handele es sich übrigens um eine Rasse, die durchaus auch Jungtiere mit weißem oder schoko-braunem Fell zur Welt bringe, führte Bültemeyer weiter aus. Dies sei eine Folge der – genetisch betrachtet – „spalterbigen Vermehrung“ dieser Kaninchenrasse.

 Für die Züchter ist dies jedoch kein Problem, da die nicht dem Zuchtziel entsprechenden Tiere in der Regel als Streicheltiere abgegeben werden. Mitunter landet aber auch mal ein Kaninchen in der häuslichen Küche, wo es dem menschlichen Verzehr zugeführt wird.

 Diejenigen Tiere indes, die für die Rassezucht geeignet sind, werden laut Bültemeyer bei Schauwettkämpfen von einer Jury nach einem sieben Punkte umfassenden und recht strengen Kriterienkatalog bewertet: Dazu zählen das Gewicht der Kaninchen, deren Körperform und -bau, das Aussehen deren Fells, das Vorhandensein spezieller Rassemerkmale und natürlich der allgemeine Pflegezustand der Tiere.

 Doch auch die schönsten Exemplare würden bei einem Weiterverkauf an andere Züchter in der Regel nur Verkaufspreise zwischen rund 50 und 150 Euro erzielen: „Man kann die Rassekaninchenzucht eben nicht mit Tauben- oder gar Pferdezucht vergleichen“, resümierte der Ausstellungsleiter.

 Trotz offenbar profunder Kenntnisse über die Rassekaninchenzucht: Bei der Frage, warum einige Rassen wie etwa die kleinen „Hermeline“ wenig pietätvoll nach einem Fressfeind ihrer wild lebenden Verwandten benannt worden sind, musste er doch passen: „Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie einen Kopf gemacht“, räumte Bültemeyer ein, und lachte.

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