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Rollerunfall: Oliver Schäfer außer Gefecht

Bürgermeister derzeit an Rollstuhl gefesselt Rollerunfall: Oliver Schäfer außer Gefecht

So kann’s gehen: Frühling liegt in der Luft, da ist die Lust auf eine Spritztour mit dem Motorroller groß. Das dachte sich auch Oliver Schäfer. Da dem Bürgermeister der Bergstadt aber beim Ausritt so viel im Kopf rum ging, touchierte er in einem Augenblick der Selbstvergessenheit einen Bordstein, stürzte und musste im Krankenhaus Bethel operiert werden.

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Oliver Schäfer

Quelle: pr.

Obernkirchen. Alles ging gut. Doch jetzt sitzt der Rathauschef dienstunfähig zu Hause, ist für die nächsten Wochen an den Rollstuhl gefesselt; an ein Fortbewegen mittels Gehhilfen ist vorerst nicht zu denken.

 „Ich habe den Roller schon etwa zwei Jahrzehnte. Er ist tipptop in Schuss, hat aber die letzten Jahre nur in der Garage gestanden“, berichtete Schäfer gestern auf Anfrage der Redaktion. Trotz der langen Stehzeit sprang der Roller sofort an. Der Bürgermeister besorgte sich ein Nummernschild – und drehte eine Runde durch Obernkirchen und seine Ortsteile. „Es lief wunderbar“, schwärmte Schäfer.

 Abends dann, es war der letzte Urlaubstag, überkam den Rathauschef erneut der Wunsch auf eine kleine Ausfahrt; sie sollte verhängnisvoll enden, wie er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnte. Schäfer rollerte zunächst die Rintelner Straße hoch, fand die breit ausgebaute Strecke aber etwas eintönig – und bog deswegen nach rechts in die Willi-Hormann-Straße ab. Dort wollte der Bürgermeister „gemütlich zockeln“, wie er sagte; das geht an sich prima, denn dort gilt Tempo 30.

 Auf Höhe des Friedhofs kamen sie ihm dann, die besagten Gedanken – und mit ihnen der Moment der Unachtsamkeit, der Schäfer mit dem Vorderrad den Bordstein touchieren ließ. „Es war Eigenverschulden, ein anderes Fahrzeug war nicht beteiligt“, betonte der Rathauschef. Er kam zu Fall und musste im Krankenhaus stationär behandelt werden.

 Bilanz des Sturzes: Der linke Daumen ist gebrochen, der Oberschenkelkopf unterhalb des rechten Knies frakturiert. „Beides musste geschraubt und mit Platten versehen werden“, berichtete der Verunfallte, der zudem noch eine tiefe Schnittwunde am rechten Ellenbogen hat. Mitarbeiter besuchten ihn an der Herminenstraße.

 Jetzt ist Schäfer dienstunfähig zu Hause, auf Wochen an den Rollstuhl gefesselt; allenfalls kleine Gymnastikübungen darf er machen. „Größere Schmerzen hatte ich aber weder direkt nach dem Sturz noch jetzt“, sagte der Verwaltungschef.

 Sein allgemeiner Vertreter Bernhard Watermann führt derweil die Amtsgeschäfte weiter. Das geht ohne Probleme, denn bis auf den Vorsitz im Verwaltungsausschuss kann der Fachbereichsleiter alle Arbeiten übernehmen. Beim Repräsentieren sind unterdessen verstärkt die beiden ehrenamtlichen Bürgermeister gefordert. Über ganz Wichtiges lässt sich Schäfer per E-Mail auf dem Laufenden halten. Denn als Tatmensch stecke er in dem Dilemma, dass er sich auf der einen Seite zwar auskurieren müsse und möchte, auf der anderen Seite aber den Kontakt nicht völlig abreißen lassen will. tw

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