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Ruhe, Schönheit und Harmonie

Obernkirchen / „Offene Pforte“ Ruhe, Schönheit und Harmonie

In der Brust von Marlis Kerkhoff schlagen gleich zwei Herzen: Das eine schlägt für das Malen und Zeichnen, das andere für ihren Garten, den sie Naturfreunden gerne im Rahmen der Aktion „Offene Pforte“ zeigt.

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Egal ob Gegenständliches wie Blüten oder Abstraktes wie die Linien: Dissonanzen findet man in den Werken von Marlis Kerkhoff nicht.

Quelle: tw

Obernkirchen. Dass beide Herzen im gleichen Takt schlagen – das können derzeit Besucher der Ausstellung „Kontraste“ sehen, welche die gelernte Lithografin noch bis zum 8. November in der Sparkasse am Marktplatz zeigt.

 Ein Schwerpunkt der 32 Arbeiten umfassenden Schau sind nämlich von Kerkhoff gemalte – große – Blütenbilder, bei denen sie klare Linien mit den fließenden Übergängen der Aquarelltechnik kombiniert. Die Obernkirchenerin selbst drückt das so aus: „Mein Ziel ist es, dem Betrachter etwas von der Ruhe, Schönheit und Harmonie zu vermitteln, die ich empfinde, wenn ich die Blumen in Natur und Garten sehe.“

 Doch die Ausstellung wäre nicht „Kontraste“ betitelt, wenn es neben den gegenständlichen Blumen und Blüten nicht auch noch Anderes gäbe – nämlich „Abstraktes“, bei dem sich Kerkhoff bei der Wahl der Farben von ihren Stimmungen leiten lässt. Doch auch bei diesen Abstraktionen sucht der Betrachter Dissonanzen vergeblich – auch diese Werke atmen Ruhe, Schönheit und Harmonie. Entstanden sind sämtliche in der Sparkasse ausgestellten Arbeiten etwa zwischen der Jahrtausendwende und „heute“. Wer sich in das eine oder andere Aquarell oder Acrylbild oder den einen oder anderen Druck verguckt – der kann ihn kaufen. Die Preise für das Gezeigte liegen zwischen 15 und 290 Euro.

 Marlis Kerkhoff (geb. Schwochow) wurde 1963 in Rinteln/Uchtdorf geboren. „Bereits in der Kindheit gehörte das Zeichnen zu ihrer Lieblingsbeschäftigung“, berichtet Joachim Gotthard bei der Vernissage. Der Sparkassenleiter: „Bei einem Farblithografen lernte die heutige Künstlerin 1980 den Beruf des Druckvorlagenherstellers mit Fachrichtung Reproretusche. Dabei gehörte der Umgang mit Feder, Pinsel und Stift zu ihren täglichen Übungsaufgaben; viel Wert wurde auch auf Akribie und ein harmonisches Gesamtbild (!) gelegt.“

 1995 machte Kerkhoff die ersten Versuche im Bereich der Aquarellmalerei. Nur ein Jahr später präsentierte sie ihre Arbeiten bereits gemeinsam mit drei anderen Künstlern in Bückeburg; es folgten Ausstellungen in Obernkirchen, Rinteln, Bad Münder und dem Umland. Ein Jahr vor der Jahrtausendwende rief die Bergstädterin dann die „Oberkirchener Farbpalette“ ins Leben, ein Zusammenschluss von heute sechs Künstlerinnen, der sich seitdem regelmäßig zum Malen, Erfahrungsaustausch und dem Besuch von Ausstellungen trifft.

 2001 schließlich stellte Kerkhoff in der „Galerie-Werkstatt“ von Udo Richter (Neustadt) aus; Udo ist der Sohn von Heinrich Richter, der den Kunstpreis von Berlin erhielt und Illustrator der Grass‘schen „Blechtrommel“ ist. tw

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