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Nachwuchs gesucht

SV Obernkirchen in Not Nachwuchs gesucht

Die demografische Entwicklung und der daraus resultierende Nachwuchsmangel für ihren Sport bereiten der Tischtennissparte des Sportvereins Obernkirchen (SVO) Sorgen.

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Tauschen ihre Posten innerhalb der Tischtennissparte des SVO: Hans-Joachim Mevert (rechts) und Holger Neumann.

Quelle: wk

Obernkirchen. „Auch an unserem Verein geht die Überalterung nicht vorbei – und ich sage ganz bewusst Überalterung“, berichtete Holger Neumann bei der Jahresversammlung der Abteilung. Denn von den aktuell 57 Mitgliedern (davon 47 Aktive, von denen 32 am Punktspielbetrieb teilnehmen) stellen die Mitglieder im Alter von 65plus fast schon die Mehrheit, während man im Jugendbereich immer weniger Mitglieder habe. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren hatte die Sparte noch rund 80 Mitglieder (davon rund 60 Aktive) gehabt.

 Angesichts dieser Entwicklung aber einfach tatenlos auf das zu harren, was die Zukunft bringt, kommt für Neumann und die anderen Köpfe des Spartenvorstandes jedoch nicht infrage: „Es gibt mehrere Möglichkeiten, dieser Entwicklung entgegenzutreten“, betonte er. So müsse man beispielsweise in stärkerem Maße in allen Altersgruppen Werbung für den Tischtennissport machen. Zudem könne man versuchen, die in Obernkirchen lebenden Flüchtlinge für den Tischtennissport im Verein zu begeistern.

 Was die Asylsuchenden betrifft, hat die Sparte laut Neumann bereits im vergangenen Jahr mit dem Netzwerk „Obernkirchen hilft“ Kontakt aufgenommen und über diese Arbeitsgruppe eine Einladung zur Teilnahme am Vereinssport ausgesprochen. Woraufhin ein Flüchtling Interesse bekundet hat und mittlerweile regelmäßig beim Training dabei ist.

 Um Asylbewerber für den Tischtennissport zu gewinnen und diese in das Vereinsleben einzugliedern, bedürfe es keiner großen Leistungen, aber einer gewissen Grundeinstellung – auch seitens der Flüchtlinge, erklärte Neumann. Erforderlich seien die gegenseitige Bereitschaft, „andere Kulturen und Religionen vorbehaltlos als gleichberechtigt und gleichwertig zu akzeptieren“, sowie die „Bereitschaft zur Integration in Sprache und Kultur“.

 Auch wenn man als Verein zunächst keine Mitgliedsbeiträge von den Flüchtlingen verlangen könne, gebe es doch Möglichkeiten, von anderen Stellen Zuschüsse dafür zu bekommen, um die anfallenden Kosten zu finanzieren. „Wir brauchen junge Menschen als neue Mitstreiter in der Sparte – egal, welcher Herkunft sie sind“, unterstrich Neumann. Dabei erinnerte er daran, dass man in der Vergangenheit bereits Leistungsträger aus anderen Kulturkreisen in der Sparte gehabt habe.

 Doch damit nicht genug: „Wir werden auf Dauer nicht umhinkommen, mit anderen Vereinen und Sparten zusammenzuarbeiten“, ging Neumann auf eine weitere Option ein, die Sparte am Leben zu erhalten. Als einen möglichen Partner in dieser Angelegenheit nannte er den TSV Ahnsen, mit dessen Tischtennissparte man als Pilotprojekt bereits gemeinsame Mini-Meisterschaften auf die Beine gestellt habe.

 Bei den im späteren Verlauf der Versammlung folgenden Wahlen erklärte Neumann, dass er sein Amt als Spartenleiter aus persönlichen Gründen nicht weiter fortführen wolle. Allerdings zeigte er sich bereit, den Stellvertreterposten zu bekleiden. Bei der anschließenden Abstimmung votierten die rund 20 anwesenden Mitglieder für den bisherigen Vize Hans-Joachim „Hajo“ Mevert als neuen Spartenleiter, während Neumann zum stellvertretenden Spartenleiter gewählt wurde. wk

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