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„Schnuckelige" Eiswette

Obernkirchen „Schnuckelige" Eiswette

Bei der 16. Eiswette wurde es „recht schnuckelig" - aus Sicht der Extremschwimmer.

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Körpergefühl und Geschicklichkeit verlangten die Ballspiele bei der Eiswette.

Quelle: rnk

Von Frank Westermann

Obernkirchen . Den wichtigsten Termin aus Sicht des Freibades verkündete Wolfgang Hein gleichsam nebenbei: Am Sonntag, 17. April, wird das Sonnenbrinkbad um 8 Uhr geöffnet, dann beginnt die neue Saison. Der Vorsitzende der Genossenschaft nutzte die Eiswette, um sich bei Rat und Verwaltung zu bedanken, denn hinter der Genossenschaft und dem Bad liegen drei schwere Jahre, „wir hatten viele technische Probleme, die zusätzliches Geld von der Stadt forderten“. Man habe dem Bad „kräftig unter die Arme gegriffen“, sagte Hein.

 Die Geschichte der 16. Eiswette (im insgesamt 17. Jahr, in dem das Bad ehrenamtlich betrieben wird), ist schnell erzählt: Es gab kein Eis, stattdessen Nieselregen und Temperaturen um die zehn Grad. Na ja, meinte Hein, schließlich produziere das Blockheizkraftwerk ja nicht Kälte, sondern Wärme. Und so verloren einmal mehr Förderverein und Genossenschaft ihre Wette, dass im Freibad so viel Eis auf dem Wasser sei, dass die geladenen Prominenten trockenen Fußes von einem Ende zum anderen kommen könnten. Dafür wurden zwei Teams zu jeweils drei Personen gebildet, die in den Wasserbällen von einem Beckenrand zum anderen laufen mussten. Und das war gar nicht mal so einfach, denn es seien Körpergefühl und Geschicklichkeit gefragt, hatte Hein zuvor verkündet. Oliver Keller fiel als SPD-Mitglied des Stadtrates die Rolle des Prominenten zu, den Landrat Jörg Farr machte kurz vor dem Start lieber einen Rückzieher: Es ist nicht jedem gegeben, sich in den engen Bällen, in die man eingeschlossen wird, wohlzufühlen. Aber Farr war ja auch schon ein halbes Dutzend Mal bei den Eiswetten dabei, er ist dabei über das Wasser gelaufen und ins Eis eingebrochen, wie er selbst ausführte. Marcus Reineke, der Extremschwimmer, hatte für das Rahmenprogramm einen Freund mitgebracht, und beide zogen dann unbeirrt ihre Bahnen in einem Bad, dessen Inhalt genau fünfeinhalb Grad warm war. Allerdings muss bei den Kälteschwimmern die Wassertemperatur bei den Wettkämpfen unter fünf Grad liegen, daher, so witzelte Hein, sei die Temperatur hier und heute in Obernkirchen für die beiden „doch recht schnuckelig“.

 Einen neuen Besucherrekord gab es gestern Nachmittag nicht, dafür war das Wetter viel zu schlecht und unbeständig. Aber viele haben sich gut unterhalten, zum einen mit dem Programm oder mit dem Nachbarn, und die Eiswette ist ja auch immer eine kleines Signal: Ja, es gibt uns noch im Sonnenbrinkbad, und in zwei gut Monaten öffnen sich hier wieder die Türen.

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