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So hilft die tote Malerin

Obernkirchen / Spende So hilft die tote Malerin

Weihnachten ist nicht mehr weit. Eine der ersten guten Taten mit Blick auf das Fest hat die Info-Galerie der Bergstadt initiiert. Dabei freuen sich die SOS-Kinderdörfer über einen Scheck in Höhe von 555 Euro.

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Stolz präsentieren Lieselotte Dehler-Schmahl (links) und Hiltraut Wluka einen Scheck über 555 Euro aus dem Erlös der Bilder von Ilse Klein.

Quelle: tw

Obernkirchen. „Das Geld stammt aus dem Erlös der Acrylbilder und Aquarelle von Ilse Klein, die zum einen an der Friedrich-Ebert-Straße 16, zum anderen im Bad Eilser ,Kalenderzimmer‘ von Hiltraut Wluka verkauft wurden“, berichtet Lieselotte Dehler-Schmahl.

 Die Leiterin der Info-Galerie hatte die Werke der am 6. Mai 2012 gestorbene Künstlerin aus dem Kurort zwischen Ende März und Ende Mai 2012 für die Dauer von zwei Monaten ausgestellt. Einen größeren Teil der Klein’schen Arbeiten zeigt(e) Wluka in einer Dauerschau im Bad Eilser Badehotel.

 „Ich habe die Bilder als Bestandteil des Nachlasses Ilse Kleins von deren Nichte übernommen“, erzählt Wluka, die Einheimischen als langjährige Kalendersammlerin bekannt ist. Ihr Bestand beträgt 3000 Exemplare, 250 hat sie dem Industriemuseum, 300 dem Europäischen Kulturmuseum (beide in Berlin) überstellt. Die Künstlerin hatte noch zu Lebzeiten verfügen lassen, dass ihre Bilder nach ihrem Tod verkauft werden sollen und der Erlös an die SOS-Kinderdörfer zu gehen habe. Gesagt, getan. Sowohl die Info-Galerie als auch die Sammlerin verzichteten auf Prozente aus dem Verkauf der Werke – so kam ein vergleichsweise großer Betrag zusammen; groß, wenn man bedenkt, dass die Preise für das Gemalte durchweg im zweistelligen Bereich liegen.

 Beides – Verzicht auf Prozente und kleine Preise – soll auch so bleiben, wenn der große Rest der noch immer etwa 30 Arylbilder und etwa 120 Aquarelle nun bis auf Weiteres von Wluka im Badeort verkauft wird. Ihr kleines Studio, Telefon (05722) 981234, im Erdgeschoss des Badehotels an der unteren Harrl-Allee ist jeden ersten und dritten Sonntag im Monat ab 14 Uhr geöffnet. Um es nochmals ganz deutlich zu sagen: Der Kompletterlös ist für die SOS-Kinderdörfer bestimmt.

 Zur Erinnerung: „Ilse Klein, geboren am 6. August 1927, lebte über 50 Jahre in Bad Eilsen. „Malen war nicht nur ihr Hobby – es war ihre Leidenschaft“, wissen Dehler-Schmahl und Wluka. Ihre Bilder zeugen von der Liebe zur Natur und von der Freude an Farben. Von ihren Reisen in ferne Länder brachte Klein Eindrücke mit, die sie ihren Bildern verarbeitete. Mit Vorliebe malte die Künstlerin Stillleben – Blumen und Landschaften mit Wasser. In ihren Arbeiten spiegeln sich Lebensfreude und die Lust an kräftigen Farben wieder.

 In Deutschland gibt es 15 SOS-Kinderdörfer, weltweit 518. In eine SOS-Kinderdorf-Familie werden Kinder aufgenommen, von denen das Jugendamt glaubt, dass sie nicht in ihre Familie zurückkehren können. Das Aufnahmealter liegt bis zu zwölf Jahren. Die Kinder leben mit SOS-Mutter und Geschwistern in einem Haus in der Dorfgemeinschaft. Dort wird gespielt, gelacht, gestritten und gefeiert wie in einer richtigen Familie. Für die Kinder, die oft mit schmerzhaften Erfahrungen kommen, ist das besonders wichtig. Im SOS-Kinderdorf finden sie wieder Menschen, zu denen sie Vertrauen aufbauen können – eine Familie eben. tw

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