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Sonnebrinkbad soll erhalten bleiben

Obernkirchen Sonnebrinkbad soll erhalten bleiben

Klares Bekenntnis zum Erhalt des Sonnenbrinkbades: „Dafür tun wir alles“, betont Wilhelm Mevert. Der Vizebürgermeister der Bergstadt hatte gemeinsam mit Jörg Farr bei Sekt, Kanapees und Orangensaft etwa 15 Ehrenamtlichen in der neuen Lounge des Bades seine Aufwartung gemacht.

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Empfang für die Ehrenamtlichen in der neuen Lounge: Jörg Farr (Zweiter von links) und Wilhelm Mevert (links) freuen sich mit dem Vorstand – und sind voll des Lobes.

Quelle: tw

Obernkirchen. Zu diesem Zeitpunkt wussten Eingeweihte wie Schaumburgs Landrat bereits, dass das Finanzamt Stadthagen dem Förderverein die Gemeinnützigkeit entzogen hat. Dass keiner explizit auf die Hiobsbotschaft einging, war allein dem Anlass geschuldet – dieser sollte schließlich ein freudiger sein.

„Wo wären wir heute ohne Ihr zum Teil 16 Jahre währendes Engagement?“, fragte Farr mit Blick auf die treuen und selbstlosen Helferinnen und Helfer. Er selbst kennt das Sonnenbrinkbad von Kindesbeinen an, hat dort schwimmen gelernt. Die neue Lounge, in die außer den Ehrenamtlichen auch viele heimische Firmen unentgeltlich Manpower und Material eingebracht haben, bezeichnete der Landrat als den vorerst letzten in einer ganzen „Reihe von Geniestreichen“.

Derweil gibt es auf das Schreiben des Finanzamtes nun auch Reaktionen der Politiker: „Wenn die Möglichkeit dauerhaft wegfallen sollte, den Badebetrieb über den Förderverein zu unterstützen, muss ein anderer Weg gefunden werden, das Sonnenbrinkbad zu erhalten“, erklärt Oliver Schäfer. Der Bergstadt-Bürgermeister, nach einem Sturz vom Roller nach wie vor zu Hause außer Gefecht gesetzt, mit Nachdruck: „Ich glaube, den gibt es.“ Dieser Weg müsse jetzt in den Fraktionen beraten werden. Wichtig sei, nun nicht in Panik zu verfallen und zu orakeln, wann denn das Bad auf Dauer schließen werde.

„Der Erhalt und das Weiterführen des Sonnenbrinkbades hat für die Gruppe SPD/WIR immer im Vordergrund gestanden“, sagt Kirsten Battaglia. Die stellvertretende Vorsitzende der Obernkirchener Genossen: „Das Bad ist nicht nur ein Anziehungspunkt für Schwimmer aus der Bergstadt; auch Badende aus den Nachbarkommunen kommen hierher.“ Mehrere Vereine böten im Sonnenbrinkbad diverse Kurse an; kein anderes Bad in der Region habe Salzwasser zu bieten. „Ehrenamtliche haben das Bad ,sommerfit‘ gemacht; es wurde eine Cafeteria eingebaut und der Kassenbereich neu gestaltet“, so Battaglia. Außerdem habe der Verkauf der Saisonkarten begonnen. Doch: „Die finanzielle Unterstützung des Bades durch die Stadt ist an ihre Grenze gekommen. Ich persönlich sehe nun ein großes Fragezeichen hinter der Fortführung“, erklärt die Lokalpolitikerin. Zwar wolle jeder das Sonnenbrinkbad weiter erhalten, „aber wenn kein Geld zur Verfügung steht?“, fragt sie.

Ein Patentrezept für den Erhalt des Bades hat Thomas Stübke nicht, er mahnt aber zur Besonnenheit: „Zunächst einmal müssen sich Förderverein und Betreibergemeinschaft zusammensetzen und den Umbau vernünftig abwickeln“, sagt der Grüne. Stübke für die Fraktion: „Eventuell müssen sich Förderverein, Genossenschaft und die weitere Betreibergemeinschaft auch neu aufstellen.“ Doch was auch immer für ein Konstrukt am Ende dabei heraus komme: „Für mich steht es völlig außer Frage, dass es unser Ziel sein muss, das Sonnenbrinkbad zu erhalten“, betont Stübke. Zumal die bisherigen Probleme mit der Wärmeversorgung durch das Blockheizkraftwerk inzwischen gelöst seien. Der Grüne mit Nachdruck: „Das Bad ist ein Alleinstellungsmerkmal der Bergstadt und darüber hinaus für Schwimmerinnen und Schwimmer aus dem ganzen Schaumburger Land von Bedeutung.“

„Von Dritten lassen wir uns das Sonnenbrinkbad nicht kaputtmachen – zumal sich an dessen Grundgedanken ja nichts geändert hat“, betont Dirk Rodenbeck. Der Christdemokrat, der sich fest an der Seite des von Robert Rammelsberg geleiteten Fördervereins sieht, für die Fraktion: „Möglicherweise ist die Abkopplung dieses Gremiums von der Genossenschaft ja der richtige Weg.“ Doch so oder so ist Rodenbeck „optimistisch, dass das Ganze für die Stadt am Ende kostenneutral ausgehen wird und wir nicht mehr Geld in die Hand nehmen müssen“. tw

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