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Sozialen Nerv treffen

Ausstellung des SoVD Sozialen Nerv treffen

Noch am heutigen Freitag ist in der Sparkasse Obernkirchen eine Ausstellung zu sehen, die den Weg des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in den vergangenen 100 Jahren aufzeigt: seine Ursprünge, seine gesellschaftliche Rolle im Wandel der Zeit und seine heutigen Aufgaben.

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Herbert Presser

OBERNKIRCHEN. Herbert Presser, Sprecher des SoVD Schaumburg Region West, erinnerte an die Anfänge unter dem Namen Reichsbund, denn als solcher wurde er am 23. Mai 1917 zur Versorgung der Opfer des Ersten Weltkrieges gegründet. Zwischen 1933 und 1946 konnte der Verband „nur durch Selbstauflösung den Widerständen des Naziregimes trotzen und somit überleben“. Aufrund der erneuten Kriegsereignisse seien weite Tätigkeiten notwendig geworden, führte Presser aus. „Es wurden Körperbehinderte, Hinterbliebene, Vertriebene und Sozialrentner betreut und zugleich Leistungen für diese notleidende Gruppe eingefordert.“ Auch bei der Beschaffung von Wohnraum habe man geholfen.

Am 7. Oktober 1999 benannte sich der Reichsbund in Sozialverband Deutschland um, man habe aber die Verbandsstrukturen, die Aufgaben und Ziele beibehalten, erweitert und der heutigen Bevölkerung angepasst: „Wir kümmern uns heute um sämtliche sozialen Aspekte und Brennpunkte, Flüchtlingsbetreuung und -begleitung, die Betreuung von jungen Familien mit Kindern, Mutter-Kind-Kuren, Rentenberatung und um viele Dinge der aktuellen Politik wie Inklusion und Wiedereingliederung.“ Der Sozialverband, so fasste es Presser zusammen, sei heute ein moderner Dienstleister, der mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften versuche, vielen gerecht zu werde.

Es sei aber auch Aufgabe des Verbandes, immer wieder den Politikern Forderungen zu stellen und ihnen Hilfestellung zu geben. „Wir versuchen, den sozialen Nerv zu treffen, und mischen uns ein.“

Und in vielen Gemeinden sei der Verband eine willkommene Stärkung des Sozialwesens, mit Angeboten, die von der Kommune nicht geleistet werden. rnk

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