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Spannendes Malen

Obernkirchen Spannendes Malen

Sie ist schon weit vor der Vernissage zur Info-Galerie gekommen. Man spürt, dass dieser Tag eine besondere Bedeutung für Lonny Deppe hat. Er kann zu einem Start in eine Reihe von Ausstellungen werden und wird dazu beitragen, ihren Bekanntheitsgrad als Malerin zu vergrößern. Die Künstlerin weiß, dass die Info-Galerie einen guten Ruf hat, was die Qualität der dort ausgestellten Bilder angeht.

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„Der Baum des Lebens ist mein Lieblingsbild“, verrät Lonny Deppe.

Quelle: sig

Obernkirchen. Die überwiegend weiblichen Besucher kamen nicht nur, um zu sehen, sondern auch, um der Meerbeckerin Fortune für den weiteren Weg zu wünschen.

 Liselotte Dehler-Schmahl bewegten wohl ähnliche Gedanken, als sie sich ihr Konzept für die Begrüßung der Vernissage-Gäste zurechtlegte. Sie erinnerte an einen Mann, der nach dem Willen seiner Eltern Bank- und Börsenfachmann werden sollte, aber in diesem Beruf keine Erfüllung sah. Er entwickelte eine größere Affinität zur Kunst. Das jedoch in der Rolle eines Mannes, der Kontakte zwischen Künstlern und kunstsinnigen Bürgern vermittelt. In Paris mietete er einen kleinen Raum, verhüllte die Wände mit Leinen und stellte die ersten gekauften Bilder aus. Kein Geringerer als der junge, damals noch unbekannte Picasso suchte ihn auf. Von ihm erwarb der verhinderte Banker das Alleinverkaufsrecht für alle seine Bilder. So wurde Daniel-Henry Kahnweiler zu einem der reichsten Kunsthändler seiner Zeit und Picasso zum Schlossherrn.

 Natürlich vermag Dehler-Schmahl Deppe nicht annähernd eine solche Karriere vorauszusagen. Sie wollte deutlich machen, dass allem Anfang der Reiz innewohnt, mehr daraus zu machen. Deppe hat das so verstanden und will ab 2015 an weiteren Ausstellungen teilnehmen, etwa in der Alten Polizei in Stadthagen und voraussichtlich in Lauenau, einem Ort, in dem eine größere Künstlergruppe aktiv ist. Lohnend ist auch die Wandelhalle im Bad Eilser „Fürstenhof“, wo sich schon viele Künstler präsentiert haben. Das Interesse an Deppes Schaffen wurde bei der Vernissage deutlich. Sie musste viele Fragen zu Maltechniken und ihrer Vorliebe beantworten, sich mit warmen Farben zu befassen. Natürlich wurde sie auch gefragt, wie sie zu ihren Motiven kommt. Ihre Antwort: „Zu 80 Prozent entstehen sie in meinem Kopf; manchmal kombiniere ich auch Eindrücke, die ich behalten habe.“

 Deppe bekennt, dass ihr das Malen eine hohe Konzentration abfordert. Es gibt Bilder, die über Wochen gereift sind, aber manche Motive entstehen auch spontan. Man spürt, dass sie viel Ehrgeiz und ein zunehmender Anspruch antreiben.

 Mehr von Lonny Deppe gibt es im Internet: www.abstraktekunstdeppe.de. sig

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