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Spaß auch ohne Eis

Sonnenbrinkbad Spaß auch ohne Eis

Hält es oder hält es nicht? Diese Frage hat zum 17. Mal die beliebte Eiswette im Sonnenbrinkbad Obernkirchen beantwortet. Wolfgang Hein prüfte und prüfte, musste aber letztlich eingestehen: „Da ist ziemlich viel Wasser unterm Bug.“ In kleinen Booten paddelte die Polit-Prominenz um die Wette.

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Politik gegen Sportler: Landrat Jörg Farr (links) und Schwimmer Markus Reineke.

Quelle: mig

Obernkirchen. Die Organisatoren Sabine Schmeding, Kathrin Stübke und Andreas Pröpper hatten bis zuletzt gehofft und gebangt. Wird der Winter doch noch kommen – und wenn ja, wird er es schaffen, das Sonnenbrinkbad mit glänzendem Eis zu überziehen?

„Wir erinnern uns alle noch an die Jahre, in denen die Prominenten auf dem Eis Kaffee trinken oder Schlittschuh fahren konnten“, meinte Stübke mit leuchtenden Augen. Das hätte man sich für dieses Jahr auch gewünscht. Andererseits gehe es ja im Grunde „um den Spaß“ und um das Sonnenbrinkbad, so Stübke. Einen Dank richtet sie an Detlef Fricke, der in diesem Jahr die Badewannen-Boote zusammengebastelt habe. „Mit denen könnte es den Promis durchaus gelingen, trockenen Fusses rüberkommen“, erläutert Stübke das diesjährige Prozedere.

Nur ein paar Eisschöllchen

Die Boote waren auch nötig, denn mit Eis war diesmal nix. Ein paar winzige Eisschöllchen trieben am Rand entlang, also bei Weitem nicht genug, um Prominente wie Landrat Jörg Farr und den SPD-Landtagsabgeordneten Karsten Becker zu tragen. „Am besten wäre es gewesen, ich hätte in den letzten Wochen Wechselduschen gemacht“, sagte Farr, der schon mit einem Sturz ins kühle Nass rechnete. „Viel wichtiger, als trocken nach Hause zu kommen, ist mir aber, dass wir auf die gute Sache aufmerksam machen und dass die Leute ihren Spaß haben.“

Bevor es losging, erklärte Hein die Regeln, die der Eiswette zugrunde liegen. Zum 17. Mal hatte die aus dem Förderverein und dem Genossenschafts-Sonnenbrinkbad gebildete Betreibergemeinschaft gewettet, dass das Schwimmerbecken am ersten Sonntag im Februar von einer dicken Eisschicht überzogen sein würde. Die Promis, so die Wettgemeinschaft, sollten trockenen Fußes von einer Seite des Beckens zur anderen gelangen können. Für den Fall, dass der Förderverein seine Wette verliert, nehmen alle eingegangenen Lose im Anschluss an einer Tombola teil. Als Preise gab es unter anderem einen Reisegutschein und eine Sandsteinskulptur zu gewinnen. „Es haben sich sehr, sehr viele beteiligt“, zeigte sich Stübke erfreut. Das eingenommene Geld soll für die Sanierung der Damenduschen verwendet werden.

Keul und Völlers schnell unterwegs

Der Wettkampf selbst ging diesmal ohne Bad im Wasser ab. Sämtliche Politiker machten ihre Sache gut. Nur der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann hatte ein wenig Probleme, weil sich sein Seil am anderen Boot verheddert hatte. Richtig schnell waren dagegen seine Parlamentskollegin Katja Keul (Grüne) und Marja-Liisa Völlers (SPD-Bundestagskandidatin), die „ihre Jungs“ am Seil zurückziehen mussten. Von der gegnerischen Mannschaft, den „Sportlern“, war nur wenig zu sehen. Florian Battermann, Markus Reineke und Thomas Stübke gaben zwar ordentlich Gas, wurden aber auf den letzten Metern von den Politikern abgefangen. mig

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