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Sportlerehrung: Kurzweilig, würdig – und spannend

Obernkirchen Sportlerehrung: Kurzweilig, würdig – und spannend

„Kurzweilig“, „gelungen“, „ein schöner Rahmen“: Die Reaktionen auf die Neuauflage der Sportlerehrung der Stadt hätten nicht positiver sein können. 60 Gäste wollten die Ehrung am Donnerstagabend mit erleben.

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Die Schwimmmannschaft der Schwimm- und Sportfreunde Obernkirchen (Jan Schalla, Stina Kricheldorf und Henrik Weniger) wird von Bürgermeister Oliver Schäfer ausgezeichnet.

Quelle: mig

Obernkirchen.  Vor dem Neuanlauf war sie zeitweise ausgesetzt worden. Die Ehrungen wurden aufgeteilt und zwischen zwei Termine (etwa Beachvolleyballspiele) gequetscht. Alles musste „husch, husch“ über die Bühne gehen.

 Irgendwann hatte der Rat genug. Das sei kein sehr würdiger Rahmen. In der Folge fand sich ein Quartett (Bernd Kirsch, Beate Krantz, Oliver Schäfer und Erhard Vinke), das Ideen entwickelte. Die Regelungen sollen dazu führen, dass die Zahl der Auszeichnungen übersichtlich bleibt und nicht inflationär ansteigt. Sportler des Breiten- und Hochleistungssports sollen gleichermaßen berücksichtig werden. Neu: Personen, die nicht in Obernkirchen wohnen, dort aber geboren sind, können ebenfalls nominiert werden. „Damit wollen wir ihnen zeigen, dass wir ihre Leistung registrieren und honorieren“, so Bürgermeister Oliver Schäfer.

 Tatsächlich machte die deutlich gestraffte Sportlerehrung eine gute Figur. Es war kurzweilig, es war spannend, es war ein würdiger Rahmen; kurz: Es war eine gelungene Feier, die gezeigt hat, dass in Obernkirchen sowohl der Breiten- als auch der Hochleistungssport beheimatet ist. In die gleiche Kerbe schlug Walter Ostermeier vom Kreissportbund, der überregional aktive Sportler als Botschafter bezeichnete, die die Stadt weithin bekannt machten. Überhaupt sei Obernkirchen eine sehr sportorientierte Stadt, die „Länger besser leben“-Initiative nannte Ostermeier „beispielhaft“.

 Jüngster der Gruppe (fünf Einzelpersonen und eine Mannschaft) war Lion Knirsch vom Schützenverein von 1926 Krainhagen. Der heute Zehnjährige hatte 2012 an der Landesmeisterschaft des NSSV teilgenommen und den ersten Platz in der Disziplin „Lichtpunktpistole Mannschaft Schülerklasse“ belegt. „Ich bin immer noch von dieser Leistung beeindruckt“, sagte Schäfer. Der junge Mann habe 14 Mal eine 10 und einmal eine 9 geschossen. „Das hat er wie ein alter Hase gemacht, das ist eine unglaubliche Leistung.“

 Gleiches gilt für seine Schwester Alicia Knirsch, die bei den Landesmeisterschaften des NSSV in der Kategorie „Lichtpunktpistole Einzel weibliche Schülerklasse“ ebenfalls den ersten Platz holte. Die Belohnung: viel Beifall, ein Geschenk und eine Urkunde aus den Händen des Bürgermeisters. „Das ist auf jedem Fall ein Ansporn für uns“, meint Alicia im Gespräch. „Ich habe es erst gar nicht glauben können.“ Und der Wettkampf in Hannover? Da sei sie zwar aufgeregt gewesen, habe sich aber mit einigen Atemübungen beruhigt. Und was sagen die Jungs in der Schule zu dem Engagement im Schützenverein? Gibt es vielleicht sogar Hänseleien!? Denkste! „Es sind sogar schon einige andere in den Verein eingetreten“, meint Bruder Lion stolz. Jugendleiterin Iris Warnecke ist begeistert: „Ich habe noch nie so eine erfolgreiche Jugend erlebt, wir haben da momentan viel Glück.“ Beide Knirschs, so Warnecke weiter, seien im Wettkampf „hoch konzentriert und sehr sicher“ gewesen.

 Ein bisschen überrascht waren einige Gäste, als sie den nächsten Namen hörten: Heiko Heinz, Vorsitzender des TSV Krainhagen, sollte ebenfalls geehrt werden. Es bedürfe auch der Leute, die sich im Hintergrund um die Belange des Sports kümmerten, sagte Schäfer in seiner Laudatio. Dass es den Richtigen getroffen hat, bestätigt ein Schreiben des TSV-Vorstands, das Heinz als „treibende Kraft“ und „Motor seines Vereins“ bezeichnet. Sein unermüdlicher Einsatz und seine stets neuen Ideen hätten den Verein deutlich wachsen lassen (aktuell: über 400 Mitglieder, zwei Orchester, sowie Instrumentalkurse). Heinz habe sich für den Umbau der Vereinshalle eingesetzt und viele Stunden in Planung und Organisation investiert. Kurz: „Er ist mit großem Engagement für den Verein tätig.“ Konkret bedeutet das vor allem: viel Arbeit. Täglich gingen ein bis vier Stunden für den Verein drauf, antwortete Heinz auf eine Frage von Schäfer. „Das ist, als würde man ein kleines Unternehmen führen.“

 Weitere Auszeichnungen gingen an: Julia Hoffmann vom MTV Obernkirchen (Niedersachsenmeisterin im Judo U21 bis 44 Kilogramm, 2. Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften U 21, 9. Platz Deutsche Meisterschaften U 21); Rainer Runge von der Schützengemeinschaft SG Beeke-Schauenstein (Landesverbandsmeister des Niedersächsischen Schützenbundes in der Wettkampfart Luftgewehr Auflage sitzend, Klasse Senioren B); die Schwimmmannschaft Stina Kricheldorf, Jan Schalla und Henrik Weniger von den Schwimm- und Sportfreunden Obernkirchen (Teilnahme an der Norddeutschen Meisterschaft Freiwasser. Die Mannschaft war mit Platz 7 beste niedersächsische Mannschaft; Stina Kricheldorf nahm darüber hinaus an der Norddeutschen Meisterschaft teil, belegte den 4. Platz im Bereich Freiwasser über 2500 Meter; Jan Schalla belegte bei der Norddeutschen Meisterschaft Freiwasser über 2500 Meter den 4. Platz, Henrik Weniger wurde bei diesem Ereignis in der gleichen Disziplin 5.) Alle Leistungen sind 2012 erbracht worden. mig

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