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St. Marien mit dem Smartphone entdecken

Technische Innovation St. Marien mit dem Smartphone entdecken

Die Stiftskirche ist jetzt „Entdeckerkirche“: Möglich macht’s eine Applikation – kurz App – für Smartphones, also für internetfähige Handys.

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Die KirchenApp auf dem Smartphone: Die roten Punkte auf dem Grundriss zeigen Mulimedia-Stationen.

Quelle: tw

Obernkirchen. Die Besucher von St. Marien in Obernkirchen bekommen damit eine multimediale Führung durch das Gotteshaus an die Hand – inklusive Fotos, Videos und Sprache. Auch einheimische Besitzer eines Smartphones und selbst „Kirchen-Muffel“ haben damit die Chance, noch nie Gehörtes über St. Marien zu erfahren. Fast jederzeit, ganz bequem und gratis noch dazu.

„Mit Leben – sprich: Inhalten – gefüllt hat sie eine Fraktion innerhalb der zwölf- bis 15-köpfigen Gruppe ,Offene Kirche‘; eine Handvoll Ehrenamtlicher hat sich dafür zusammen gesetzt“, berichtet Kirchenvorstand Ralf Schönbeck auf Anfrage der Redaktion. Technisch umgesetzt hat das Ganze dann eine Fachfirma im Auftrag der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD). Das Konzept KirchenApp ist offensichtlich so gut, dass es im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ sogar einen Preis als „Ausgezeichneter Ort 2015“ erhalten hat. „Mit der KirchenApp erfahren Interessierte nicht nur Wissenswertes über die jeweiligen Kirchen, sie können den Kirchenraum auch geistlich erleben. Es wird nämlich nicht nur historisch-informativ beschrieben, was man sieht, sondern auch, was das Gesehene für das eigene Leben bedeuten kann“, erklärt der für die Redaktion der App verantwortliche Pastor Christoph Römhild aus Hannover.

Die kinderleicht zu bedienende App startet mit einer Übersichtskarte aller Kirchen in Deutschland, die sich bereits heute via Smartphone erkunden lassen; ihre Zahl wird ständig aktualisiert. Wer vor der Stiftkirche in Obernkirchen steht und auf den Button drückt, der seinen aktuellen Standort anzeigt, sieht einen gelben Punkt, der St. Marien markiert. Einmal angeklickt, öffnet sich ein Datenblatt: Es zeigt den Turm der Stiftskirche, enthält neben einer Kurzbeschreibung von St. Marien Informationen zu Öffnungs-, Führungs- und Gottesdienstzeiten und nennt Kontaktdaten.

Das jedoch sind nur die „Basics“. Wirklich interessant wird es, wenn der Besucher das Kopfhörersymbol in der Kopfleiste des Smartphones berührt. Dann öffnet sich eine weitere Seite, bei de es „in medias res“, also ins Herz der Dinge geht. Gezeigt wird die Außenansicht der Stiftskirche und darunter ihr Grundriss. Der bietet dem Betrachter insgesamt neun rote Stecknadeln, die sich jeweils einzeln anklicken lassen. Dann ändert sich ihre Farbe in Grün, und es öffnen sich weitere Seiten, die dem Besucher Fotos und leicht verständliche Kurzinformationen zu folgenden Sehenswürdigkeiten St. Mariens bieten: Altarraum, Stiftsprieche, Kanzel, Kirchplatz, Taufstein, Epitaph, Weltkugelleuchter, Pilgerecke und Westwerk/Taufkapelle.

Wem das nicht reicht, der bekommt nur einen Klick weiter einen sogenannten geistlichen Impuls zum jeweiligen Objekt, der vertiefende Informationen bietet. Der jeweilige Text wird auf Wunsch auch über einen integrierten Audioplayer vorgelesen. Die Lesung lässt sich jederzeit anhalten sowie bei Bedarf vor- und zurückspulen.

Auch an audiovisuelle Multimedia-Inhalte haben die Macher der App gedacht: „Eine Kirche ist ein Ort der Einkehr und Besinnung. Wir bitten daher, die Videos nur leise anzuhören. Benutzen Sie die Kopfhörer, oder halten Sie das Smartphone ans Ohr“, heißt es in einem Pop-up-Textfenster auf dem Gerät, ehe – Stichwort „Glocken TV“ – ein fünfminütiges Video erscheint, in dem zu hören ist, wie St. Marien klingt.

Wer am Ende noch tiefer in die Materie eindringen will, der findet in der App ein Glossar, das von „A“ wie Abba (die Anrede Gottes auf Aramäisch) bis „Z“ wie Zwingli kurz und bündig eine nicht enden wollende Liste von kirchlichen Begriffen erklärt. Das Glossar stammt aus der Feder eines Pfarrers und einer Kunsthistorikerin.tw Die KirchenApp für Smartphones und Tablets, um die sich die evangelisch-lutherische Gemeinde schon früh beworben hatte, lässt sich über die Internetseite der EKD sowohl für Geräte mit Android- als auch mit iOS-Betriebssystem laden:  www.ekd.de/kirchenapp.

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