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St. Martin zieht Hunderte in seinen Bann

Oberkirchen / Fest St. Martin zieht Hunderte in seinen Bann

Die Geschichte von St. Martin hat weit mehr als 300 Bergstädter in ihren Bann gezogen. Als Pastor Wilhelm Meinberg das aus dem vierten Jahrhundert christlicher Zeitrechnung stammende Geschehen um den später in den Heiligenstand erhobenen Soldaten Martin von Tours schilderte, säumten mit Laternen ausgerüstete Mädchen und Jungen und deren erwachsene Begleitungen den Platz vor der Stiftskirche dicht an dicht.

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Auf dem Platz vor der Stiftskirche verfolgen die Besucher des Martinsfestes das Geschehen mit großem Interesse.

Quelle: jp

Oberkirchen. „So eine große Beteiligung hatten wir seit vielen Jahren nicht mehr“, hieß es aus dem Kreis der organisierenden Kolpingfamilie.

 Zum Erfolg des jetzt zum 19. Mal in Zusammenarbeit von katholischer und evangelischer Kirchengemeinde veranstalteten Martinsfestes trugen außer Pastor Meinberg eine Flötengruppe aus der Musikwerkstatt von Karin Sieg-Franke, der Gitarrist Harald Godau und der evangelische Kindergarten sowie vor allen Dingen die Darsteller Klaus Rosenberger (Bettler) und Julia Duvendack (St. Martin) bei. Um den reibungslosen Ablauf kümmerten sich die Feuerwehr Obernkirchen und der Ortsverein des DRK. Zudem kam der Veranstaltung die passende Witterung zugute. „Es ist zwar kalt, aber es regnet nicht, das ist das Tolle an diesem Abend“, meinte der unter sternenklarem Himmel redende Meinberg.

 Die Geschichte erzählt von einem Soldaten voller Nächstenliebe, Geduld und Bescheidenheit. Martin stand den Kranken bei, unterstützte die Armen, nährte die Hungernden und kleidete die Nackten. Von seinem Sold behielt er nur das für sich, was er für das tägliche Leben benötigte. In einem harten Winter begegnete er eines Tages am Stadttor von Amiens einem armen Bettler. Dieser hatte die Vorbeigehenden um Erbarmen angefleht, doch alle waren an dem Elenden vorübergelaufen. Martin hingegen nahm er sein Schwert und teilte seinen Mantel mitten entzwei. Den einen Teil gab er dem Armen, in den anderen Teil hüllte er sich wieder selbst ein. „Er teilt den Mantel und das Brot / und hilft dem Mann in seiner Not / so gut er helfen kann / Sankt Martin heißt der Mann“, war auf den Notenblättern der jungen Flötenspieler zu lesen.

 Im Anschluss an das Schauspiel zogen die Besucher, begleitet von Fackelträgern der Jugendfeuerwehr, zur katholischen Kirche, wo „Stutenkerle“ zur Stärkung warteten. Die aus Hefeteig gebackenen Leckereien hatte die Bäckerei Achter zu Sonderkonditionen gefertigt. bus

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