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Stadt stockt Mittel auf und übernimmt Bürgschaft

Obernkirchen / Sonnenbrinkbad Stadt stockt Mittel auf und übernimmt Bürgschaft

Schlechtes Wetter, weniger Besucher und damit verbundene deutliche Einnahmeverluste, aber teure Heizölpreise, um das Wasser konstant im Bereich von 26 Grad zu halten: Der Förderverein Sonnenbrinkbad hat bei der Stadt beantragt, die jährliche finanzielle Unterstützung von 52.000 Euro auszudehnen. Um 30.000 Euro stockt die Stadt auf, weitere 20.000 sollen noch in diesem Monat folgen.

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Auch in diesem Jahr entschließt sich der Stadtrat zu einem finanziellen Kraftakt, um dem Bad zu helfen. © rnk

Obernkirchen (rnk). Denn, so erklärte Bürgermeister Oliver Schäfer, es handle sich um eine freiwillige Ausgabe, die man nur tätigen könne, wenn man im Haushalt entsprechende Kosten einspare. Er habe sich daher mit dem Kämmerer zusammengesetzt, aber mehr als die 30.000 Euro hätten sie noch nicht gefunden, 50.000 Euro könnten nicht einfach so und ohne Weiteres zur Verfügung gestellt werden.

Die Stadt wolle weiterhin ins Bad investieren, gar keine Frage, so Schäfer, das Bad müsse erhalten bleiben, „aber auch wir kommen als Stadt an eine Grenze, wo es uns schwerfällt, diese Grenze zu überschreiten“. Daher wird sich der Verwaltungsausschuss noch in diesem Monat einzig und allein mit diesem Thema befassen, schlug Schäfer vor: auf einer vorgezogenen Sitzung.

Thomas Stübke von den Grünen bezeichnete das Bad als „ein starkes Stück Obernkirchen“, das zudem mit der Genossenschaft eine Zukunft habe: „Und Gott sei Dank ist der Rat in diesem Punkt auf einer Linie.“ Was später im nicht öffentlichen Teil seinen weiteren Ausdruck fand: Hinter verschlossenen Türen stimmte der Rat für die Absicherung des aufzunehmenden Kredits, der Förderverein hat damit erhalten, was er sich wünschte: Die Stadt bürgt für 250.000 Euro. Nur Thomas Mittmann (SPD) stimmte im öffentlichen Teil gegen die Aufstockung der städtischen Mittel. Eine Begründung für sein negatives Votum gab er dabei nicht ab.

Damit, so urteilte Wolfgang Hein als Vorsitzender der Genossenschaft, habe man eine „Pflichtvorgabe“: Zu Beginn der neuen Saison müsse das Blockheizkraftwerk stehen – und laufen.

Man trete jetzt in die Phase der Projektierung, sagt Hein, die Vorbereitungen laufen an. Leitungen müssen gelegt werden, im Keller wird in diesen Tagen schon an der Technik gearbeitet: Die Wärmetauscher werden mit Blick auf das Blockheizkraftwerk bereits ausgetauscht, sie werden mehr Energie liefern als bisher, was dem Freibad damit schon vor der neuen Saison zugutekommen wird: Es wird weniger Heizöl verbraucht.

Aber es kann jetzt begonnen werden, es kann ausgeschrieben und dann das günstigste Angebot genommen werden, denn der Markt hat eine Vorlaufzeit: Sechs, sieben Monate Wartezeit sind völlig normal, aber Hein ist sicher, dass es für die Genossenschaft Möglichkeiten gibt, damit schneller geliefert wird.

Zudem müssen noch Verträge aufgesetzt und unterschrieben werden: zwischen Stadt und Förderverein, zwischen Förderverein und Genossenschaft und natürlich mit den Abnehmern der Wärme und über die Einspeisevergütung. Hein sieht es so: „Arbeit gibt es mehr als genug.“

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