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Stadtbus im Kreisverkehr?

ÖPNV Stadtbus im Kreisverkehr?

In Obernkirchen soll nach einem Vorschlag der Verwaltung ein Stadtbussystem seinen Betrieb aufnehmen um den Öffentlichen Personennahverkehr zu ergänzen. Ein ringförmiger Linienverkehr soll eingerichtet werden, der unter anderem das neue Schaumburger Klinikum und die Nahversorger erreicht.

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In anderen Gemeinden längst ein bekanntes Bild: Stadt- oder Bürgerbusse ergänzen das vorhandene Angebot.

Quelle: dpa

Obernkirchen. Grundsätzlich, so die Verwaltung, werde die Wohnbevölkerung der Stadt seit Jahren immer älter. Das Durchschnittsalter habe sich von 44,2 Jahren (2006) auf 44,8 Jahre in 2014 erhöht, mehr als 41 Prozent der Bevölkerung seien über 65 Jahre alt. Im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes der Samtgemeinde Eilsen und der Stadt Obernkirchen wurde auch die „Sicherung und bedarfsgerechte Anpassung des Angebotes“ einschließlich ihrer Erreichbarkeit durch ÖPNV und Bürgerbus an Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aufgenommen, an dieser Stelle knüpft der Vorschlag nun an.

Vier- bis sechsmal an allen Werktagen unterwegs

Allerdings darf ein Stadtbus auf den bereits konzessionierten Strecken nicht verkehren. Daher schlägt man im Rathaus einen „Kreisverkehr“ vor, auf dem ein Kleinbus mit 18 Sitzen eingesetzt wird, der vier- bis sechsmal täglich an allen Werktagen fährt. Auszugehen sei somit von 255 Einsatztagen. Die beauftragten Unternehmen sind für den gesamten Betrieb, mit Ausnahme der Unterhaltung der neuen Bushaltestellen, verantwortlich. Die Durchführung des Stadtbusses erfolgt nach Abstimmung mit dem Landkreis durch die bisherigen Linienkonzessionäre, die laut Rathaus bereits erklärt haben, den Betrieb des Stadtbusses übernehmen zu wollen.

Die voraussichtlichen jährlichen Aufwendungen für den laufenden Betrieb betragen bei vier Fahrten netto 35000 Euro, bei täglich sechs Fahrten wären es 50000 Euro. Eine Förderung aus Regionalisierungsmitteln in Höhe von 50 Prozent der verbleibenden Kosten wurde der Stadt in Aussicht gestellt, aber sie wird für die jährlichen Kosten in Vorleistung treten müssen.

Kosten auf bis zu 15.000 Euro geschätzt

Dazu kommen einmalige Investitionen: Rund 20 neue Haltestellen sind einzurichten, sechs vorhandene Haltestellen zu ergänzen. Die Kosten werden auf 12.000 bis 15.000 Euro geschätzt, ob es hierfür Fördermittel aus Regionalisierungsmitteln geben wird, muss noch abgeklärt werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass die verbleibenden Nettogesamtkosten nicht mehr als 30000 Euro betragen.

Preisgrundlage wird der einheitliche Tarif der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Schaumburg (VLS) sein. „Damit wird dann auch ein problemloser Übergang von Stadtbus in den Linienverkehr ermöglicht“, teilt die Verwaltung mit. Geplant ist eine Inbetriebnahme Mitte/Ende April oder Anfang Mai – je nachdem, wann das Klinikum eröffnet wird.

Vom Klinikum nach Krainhagen

Der Fahrweg könnte so aussehen: Vom Klinikum geht es nach Krainhagen mit folgenden Haltestellen: Altenheim, Lindenstraße/Im Winkel, Am Lehmhof, Waldgrundstraße/ Am Lehmhof, weiter über Waldgrund, Kohlenberg, Nachtigallenweg, Schulzentrum, Friedhof, Lücking, Henriettenstraße, Piepenbreite, Kolpingstraße/Tennisclub, Sonnenbrinkbad, Post, Caccia, Lieth, Jägerweg, Einkaufszentrum Röser Tor, Edeka-Markt, Kalte Weide, Rathaus, dann zum Lidl in Vehlen, Dorfgemeinschaftsanlage und Klinikum, Schaumburg. Gelldorf wird nicht angefahren, konzessionsrechtliche Gründe nennt die Verwaltung.

Sofern das Fahrzeug nicht im Stadtgebiet eingesetzt wird, wie etwa an Wochenenden, kann es für Linienbus-, Stadtbus- oder Anrufsammeltaxifahrten außerhalb der Stadt eingesetzt werden. Möglicherweise wird das Fahrzeug auch in verkehrsarmen Zeiten im regulären Linienverkehr unterwegs sein

Außerdem schlägt die Verwaltung vor, einen Namenswettbewerb auszuloben. Das Preisgeld soll insgesamt 500 Euro betragen. Zudem soll es einen Logo- und Designwettbewerb geben. rnk

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