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Stahlträger sichern die Stiftskirche

Erster Bauabschnitt nähert sich dem Ende Stahlträger sichern die Stiftskirche

Es ist – fast – vollbracht: Mit dem Sichern des Fundaments der in Teilen vom Absacken bedrohten Außenmauer nähert sich der erste große Bauabschnitt zur Sanierung der Stiftskirche seinem Ende entgegen.

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Große Wassertanks stabilisieren die Zeltkonstruktion, unter der am Fundament gearbeitet wird. So hat sie Orkan „Niklas“ trotzen können.

Quelle: Picasa

Obernkirchen. Ab Mai und über die Sommermonate ist dann das Dach von St. Marien dran, ehe die Arbeiten um die Jahreswende 2015/2016 ins Innere verlegt und die Gewölbeschäden beseitigt werden. Vor allem aber während der Erneuerung des Dachstuhls von St. Marien wird der Kirchplatz in Teilen erneut zur Baustelle werden.

Die Landeskirche Hannover und der Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg hatten insgesamt 777000 Euro zur Finanzierung der drei Sanierungsmaßnahmen zugesagt. Sie sind Teil eines im Jahr 2006 vom Kirchenvorstand beschlossenen Zehn-Jahres-Planes zum Erhalt des Sakralbaus.

„Die bis zu 14 Meter hinab reichenden Tiefenbohrungen sind abgeschlossen“, zieht Ralf Schönbeck, Vizevorsitzender des Fördervereins Stiftskirche, zugleich Kirchenvorstand und Chef des Bauausschusses, Zwischenbilanz. Der Sprecher des Teams „Offene Kirche“: „Außerdem sind die massiven Edelstahlträger unter St. Marien verankert worden.“ In diesem durch ein Zeltgerüst an der Vorder- respektive Nordfassade vor den Augen der Öffentlichkeit abgeschirmten Bereich laufen derzeit nur noch Restarbeiten im Beton; danach werden die Baugruben wieder verfüllt, wird das Zeltgerüst demontiert. Das hat den jüngsten Orkan „Niklas“, sieht man von einem Riss im Zeltdach ab, übrigens gut überstanden. Denn das Gerüst hat ein Statiker aufgestellt und die komplette Konstruktion an ihrem Fuße mit sieben großen Wassertanks beschwert; so konnte sie nicht „abheben“.

Schönbeck: „Sind die Baugruben an der Außenfassade verfüllt, beginnen die Arbeiten auf dem Dach der Stiftskirche.“ Wobei „anschließend“ nach dem derzeitigen Stand der Planung „im Mai“ bedeutet. Dafür muss an der Nordseite für die Dacharbeiten abermals ein Gerüst errichtet werden, welches dann die komplette Fassade abdeckt. „Außerdem“, so der Ehrenamtliche, „bekommen wir zwei große Kräne vor die Kirche“. Die Freiluftarbeiten in schwindelerregender Höhe sollen über die Sommermonate hinweg ausgeführt werden; dabei wird dann auch ein großer Teil des Dachstuhls erneuert. „Dafür“, sagt Schönbeck, „muss das Dach von St. Marien einmal komplett ab- und anschließend wieder neu gedeckt werden.“ Verlegt wird roter Sandstein aus dem Solling.

Für Freiluftevents wie das nächste Obernkirchener Bildhauersymposium vom 24. August bis 6. September bedeutet das, dass die Künstler samt ihren Sandsteinquadern angesichts der Kräne – etwas – zusammen rücken müssen.

Während die Arbeiten, welche die Stiftskirche stabilisieren, günstiger ausfallen als kalkuliert, werden diejenigen im Dachbereich voraussichtlich teurer. Dem Ehrenamtlichen zufolge liegt Letzteres daran, dass dort mehr saniert werden muss als vermutet wurde.

Sobald das Dach fertig ist, geht’s ins Innere des Sakralbaus, wo Fachleute über den Jahreswechsel die Schäden am Gewölbe ausbessern. Geht alles gut, sollen die Arbeiten an, auf und in der Stiftskirche im Frühjahr 2016 abgeschlossen werden. Dann haben St. Marien und die ev.-luth. Kirchengemeinde bis auf Weiteres Ruhe.

Während der noch bis ins Frühjahr hinein laufenden Sanierungsarbeiten möchte das Tema der „Offenen Kirche“ gerne öffentliche Führungen über die Baustelle anbieten. Das könnte mit Blick auf die noch offenen Baugruben im Prinzip ab sofort, zumindest aber kurzfristig passieren; es lässt sich aber nicht weit im Voraus planen. Die Baustellenführungen sollen rechtzeitig vorher auf der Homepage der Kirchengemeinde, www.kirche-obernkirchen.de, angekündigt werden.

Bleibt nachzutragen: Das Team der „Offenen Kirche“ will St. Marien während der kompletten Dauer des kommenden Bildhauersymposiums täglich von 15 bis 18 Uhr geöffnet halten, um Gästen von nah und fern Einblicke zu geben. Dafür werden noch bis zu fünf Freiwillige, gern auch Rentner, gesucht, die stundenweise auf das Gotteshaus aufpassen; kirchengeschichtliche oder gar theologische Kenntnisse und Führungsqualitäten sind nicht nötig. „Dafür“, sagt Schönbeck, „gibt es dann die neue KirchenApp“ (wir berichteten). tw

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