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Statt Schnee: Nieselregen und Kartoffelpuffer

Obernkirchen / Weihnachtsmarkt Statt Schnee: Nieselregen und Kartoffelpuffer

Wenn man sich in der Bergstadt auf eines verlassen kann, dann darauf, dass das Wetter querschießt: Statt der von den Vorhersagen der Meteorologen genährten Hoffnung Folge zu leisten und dem Adventsmarkt auf dem Kirchplatz ein winterliches weißes Kleid zu verpassen, zeigt sich Petrus von seiner missgünstigen Seite und hat Nieselregen geschickt.

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Quelle: wk

Obernkirchen (wk). Und obwohl die Temperaturen noch oberhalb des Gefrierpunktes liegen, kriecht die Kälte recht schnell unter die Kleidung. Kein Wunder, dass sich – von den Betreibern der Verkaufsstände abgesehen – am Sonntagmittag kaum Menschen in der Buden- und Pavillonstadt vor der Stiftskirche aufhalten: „Heute bleiben die Händler unter sich“, versucht sich einer der hier auf Kundschaft Wartenden in bitterem Humor.

 Besser sieht es dagegen im Gemeindezentrum „Rote Schule“ und im Stift aus, wo an den Basarständen mit Weihnachtsdeko, selbst gemachtem Schmuck, handgestrickten Socken, Keramikarbeiten und anderen schönen Dingen eine durchaus rege Betriebsamkeit herrscht. „Es ist wirklich gut“, berichtet Susanne Büthe, die das Angebot unter anderem um Holunderblüten-Likör und Marmeladen aus eigener Produktion erweitert. Viele Leute seien bereits durchgegangen und die Nachfrage stimme ebenfalls.

 Zufrieden ist auch Renate Endorf, die mit einer handvoll weiterer Damen der evangelischen Kirchengemeinde zahlreiche Torten gebacken hat, die sie für einen guten Zweck verkaufen: Einschließlich der noch von anderen Gemeindemitgliedern gespendeten Backwaren werden es insgesamt um die 40 Torten sein, die über den Tresen gehen, erklärt sie.

 Vom frühen Nachmittag an nimmt der Adventsmarkt dann ordentlich Fahrt auf. Ungeachtet des anhaltend schlechten Wetters ist nun endlich auch der Kirchplatz von zahlreichen Menschen bevölkert. Und mit Beginn der Dunkelheit wird es hier dank der stimmungsvollen Beleuchtung der Buden, Pavillions und umstehenden Gebäude sogar richtig heimelig: „Ich finde es toll“, kommentiert Lena Bölk (8) aus Nienstädt die „weihnachtliche“ Atmosphäre.

 Der Höhepunkt für die kleinen Besucher ist jedoch zweifelsfrei der mit Säcken voller Geschenke auftauchende „St. Nikolaus“. In Scharen drängen sich die Kinder um den in einen roten Mantel gekleideten Weißbärtigen, um bloß nicht leer auszugehen. Eine Win-win-Situation für beide Seiten, denn auch Ralf Semler, der den heiligen Nikolaus ehrenamtlich spielt, hat etwas von dieser Aktion: Es ist „das Strahlen in den Augen der Kinder“, das ihm Freude macht, verrät er.

 Glückliche Gesichter gibt’s aber auch beim vor der Stiftskirche platzierten Reibekuchen-Stand der „Siedlergemeinschaft Vor dem Kolberge Obernkirchen“ zu sehen. Sage und schreibe einen Zentner Kartoffeln habe man morgens zu hausgemachten Kartoffelpuffern verarbeitet und im Laufe des Tages unters Volk gebracht, resümiert der Vereinsvorsitzende Ulrich Röbke. Und jetzt sei man restlos ausverkauft. „Die gingen weg wie warme Semmeln“, formuliert es dessen Ehefrau Karin Röbke, die am Morgen gemeinsam mit Margit Reimann drei Stunden lang gekochte Kartoffeln gerieben hatte, um die Rohmasse für die später in heißem Fett ausgebackenen Puffer herzustellen.

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