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Steine des Anstoßes sollen weg

Obernkirchen Steine des Anstoßes sollen weg

Denjenigen Menschen, die ihr Auto im Bereich Kurze Straße/Jupp-Franke-Platz auf einer der dortigen Stellflächen parken, sollen künftig keine Steine mehr in den Weg gelegt werden – und das ist durchaus ganz wörtlich gemeint.

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Stein des Anstoßes: Manfred Eßmann (rechts) führt Protokoll.

Quelle: tw

Obernkirchen. Bei einem Ortstermin haben sich die Bürgervertreter im Obernkirchener Bauausschuss jetzt einstimmig dafür ausgesprochen, zahlreiche der 40 großen Sandsteine, die – überall auf dem Areal verteilt – die Rasenflächen seit Jahr und Tag vor dem Überfahren werden schützen sollen, entweder wegzunehmen oder aber zu versetzen.

Der Hintergrund: Immer wieder ärgern sich Autofahrer massiv darüber, dass sie sich ihre Türkanten und manchmal auch Kotflügel beim Kontakt mit den scharfkantigen Steinen ruinieren. Die nämlich sind so niedrig, dass sie vom Fahrersitz aus meist nicht sichtbar sind. Gleiches gilt für eine windschiefe Laterne, die womöglich angefahren worden ist.

Lack- oder Blechschäden und teure Reparaturen sind die Folgen. „Die Klagen sind nicht neu. Sie waren unter den Politikern schon zig Mal Thema“, erinnert Ausschusschef Manfred Eßmann. Jetzt endlich sind sie auf der Agenda angekommen. Den Anstoß dazu hatte Barbara Roeder-Schmidt gegeben; dann hatte das Stadtmarketing sich des Themas angenommen.

„Der Parkplatz ist vor etwa 25 Jahren angelegt worden. Kurze Zeit später wurden dann die Steine dort abgelegt“, weiß Wilhelm Mevert. Der Sozialdemokrat kennt den Grund dafür: „Das Gelände wurde damals nicht nur als Parkplatz, sondern darüber hinaus auch als Grünoase konzipiert.“ Deswegen wurden auch die Fahrbahnen bewusst so schmal gehalten, dass dort keinerlei Begegnungsverkehr möglich ist. „Das Setzen von Steinen, um den Rasen zu schützen, wurde damals überall als ein probates und billiges Mittel angesehen“, so Fachbereichsleiter Bernhard Watermann.

Schon damals wurden die Sandsteine zwar von vielen Fahrern beim Rangieren als „nicht glücklich“ empfunden. Jetzt, 25 Jahre später, hat sich die Situation jedoch entscheidend verschärft. Der Ratsherr Heinz Bruns (SPD) hat kürzlich sogar beobachtet, dass dort ein Rettungswagen aufsetzte: „Die Sanitäter haben ganz schön geflucht.“

Das Problem rührt zum einen daher, dass die meisten Fahrzeuge heutzutage wesentlich größer sind, als noch vor einem Vierteljahrhundert; zum anderen war das Quartier damals noch nicht Standort für ein Seniorenheim und Arztpraxen. Anders ausgedrückt: Der Parkverkehr hat zugenommen, die Parker selbst sind deutlich älter geworden.

Daher gilt jetzt ein Zwei-Stufen-Plan: Die Steine, die die meisten Probleme machen, sollen in einem ersten Schritt vom Bauhof aus dem Weg geräumt werden. Das allerdings „mit Augenmaß“, wie Horst Sassenberg einschränkt. Denn Obernkirchen sei schließlich eine „Sandstein-Stadt“. Ist man einmal dabei, sollen auch gleich die von Laubwerk zugewucherten und in ihrer Leuchtkraft beeinträchtigten Laternen frei geschnitten werden. Das alles soll möglichst noch bis zum Schützenfest geschehen.

In einem späteren Schritt sollen die Parkflächen selbst angegangen und deren scharfkantige Einfassungen entschärft werden. Dafür gibt es diverse Lösungsmodelle. Die billigste und schnellste laut Dirk Rodenbeck (CDU): „Rasengittersteine setzen.“ Thomas Stübke (Grüne) spricht sich für eine Lösung mit Schotter aus. Derweil denkt Mevert darüber nach, die Bordsteine abzusenken. Bruns wirbt dafür, auch gleich eine der „Grünzungen“ zu verkürzen; sie gilt als zu lang, erschwert Autofahrern das Einlenken. tw

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