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Sterben Teil des Lebens

10. Geburtstag der Hospizgruppe Obernkirchen/Auetal Sterben Teil des Lebens

Sie begleiten seit exakt zehn Jahren Schwerstkranke in ihren letzten Stunden. Dennoch erklärte Barbara Weißbrich, die Koordinatorin der Hospizgruppe Obernkirchen/Auetal: „Hospizarbeit heißt, nicht nur, traurig zu sein, sondern auch lachen gehört dazu“.

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Blick auf die Ehrengäste: (Erste Reihe von links) Bürgermeister Oliver Schäfer, Landrat Jörg Farr, Bürgermeister Heinz Kraschewski und Sparkassen-Vertreter Dieter Grupe.

Quelle: möh

Obernkirchen/Auetal. Bei einer Feierstunde in der Sparkasse hoben viele der Gäste in ihren Grußworten hervor, dass die ehrenamtliche Tätigkeit der Mitarbeiter nicht hoch genug zu bewerten sei.

 Denn diese Arbeit ermögliche es den betroffenen Menschen, in Würde und im Kreis der Familie zu sterben. Und dieser Prozess ziehe sich nicht nur über Stunden, sondern über Tage, Wochen und möglicherweise über Monate hin. Gleichzeitig wurde eine Ausstellung unter dem Motto „Ich begleite Dich“ eröffnet, die bis zum 27. März zu sehen ist.

 Angela Stiepermann, ein Gründungsmitglied und immer noch aktiv, erinnerte an die ersten Stunden der Hospizgruppe, die vor zehn Jahren gesagt habe „Sterben ist ein Teil des Lebens“. Die Idee für eine derartige Gruppe habe Werner Hobein, damals Leiter des Sonnenhofes, gehabt. Fast 50 Interessenten seien zu einem ersten Informationsabend gekommen. 19 Männer und Frauen hätten dann die vorgeschriebene Ausbildung gemacht, um die Arbeit übernehmen zu dürfen. Vier von ihnen – Angela Stiepermann, Ulrike Neu, Angelika Held und Wilhelm Meinberg – seien immer noch dabei. Und die Gruppe treffe sich weiterhin monatlich im Sonnenhof.

 Die Arbeit des Hospizvereins, so Eberhard Hesse, helfe nicht nur den Sterbenden und ihren Angehörigen, sondern entlaste auch das Pflegeteam des Sonnenhofes. Daher werde der Altersheimverein auch weiterhin das überaus große Engagement des Hospizvereins unterstützen. Landrat Jörg Farr hob in seinen Grußworten hervor, dass fast alle Hospizgruppen in der Bundesrepublik ehrenamtlich arbeiten. Sie verhinderten, dass Schwerstkranke einsam sterben müssten. Diese Aufgabe sei aber nicht immer leicht zu erfüllen.

 Auch Bürgermeister Oliver Schäfer, der für seinen Amtskollegen Heinz Kraschewski aus dem Auetal mitsprach, betonte, nicht jedem Menschen werde der oft geäußerte Wunsch erfüllt, abends ins Bett zu gehen, zufrieden einzuschlafen und morgens gestorben zu sein. Er wünschte dem Hospizverein weiterhin viel Kraft, um gemeinsam die schwere Arbeit erledigen zu können.

 Das 20-jährige Bestehen, so Schäfer, müsse dann aber im Auetal gefeiert werden. Dieter Gruppe, stellvertretender Marktbereichsleiter der Sparkasse, erklärte, sein Kreditinstitut freue sich, mit der Ausstellung und der Feierstunde in den Räumen der Sparkasse die anspruchsvolle Tätigkeit des Hospizvereins unterstützen zu dürfen.

 Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Gitarrenstücken der Schüler Tatbardh Prenjoni und Sean Wellmann der Musikschule Schaumburger Märchensänger. Die beiden jungen Männer hatten den ersten Preis des Wettbewerbes „Jugend musiziert“ gewonnen.

 Als Mitarbeiter der Hospizgruppe eröffnete Burkhard Mecking offiziell die Wanderausstellung des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbandes und erläuterte deren Aussage. Sie zeige, dass das Thema „Krankheit, Sterben und Tod“ keinesfalls so düster sei, wie häufig vermittelt werde. Im Gegenteil, sie gehörten mitten ins Leben. möh

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