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Obernkirchen Stadt Stiftskirche auf dem Handy entdecken
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Stiftskirche auf dem Handy entdecken
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00:22 13.04.2015
Per App erlebbar: der 1496 geweihte Passionsaltar. tw (2)
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Obernkirchen

Die App ermöglicht es Nutzern nicht nur, Gotteshäuser im Umkreis aufzufinden; sie erhalten auch Infos zu Öffnungszeiten – und können die Kirchen über eine multimediale Audioführung entdecken. Eines der ganz wenigen Gotteshäuser, in dem diese Smartphone-Führungen bereits in Kürze möglich sein soll, ist St. Marien. Der Förderverein Stiftskirche kümmert sich zurzeit darum, die Anwendung mit Inhalten zu füllen.

 „Die EKD bereitet diese App seit etwa zwei Jahren vor; wir Obernkirchener haben uns schon früh um die Teilnahme und Mitarbeit beworben“, sagt Ralf Schönbeck, der Vizechef des Fördervereins und Sprecher des Teams „Offene Kirche“, der mit St. Marien jetzt in die 31. Saison geht.

 Niedersachsen soll mit Blick auf seine Gotteshäuser aktuell zwar noch viele „weiße Flecken“ haben, aber: Die Schaumburg-Lippische Landeskirche hat die Kirchen-App zumindest schon mit Grundeinträgen gefüttert. Noch weiter geht Obernkirchen: Hier soll der Audioführer durch St. Marien voraussichtlich Mitte Mai online sein.

 Wie es derzeit aussieht, wird es in Sachen Stiftskirche Fotos und Infos zu Glocken, Altar, Epitaph, Kanzel und Pilgerecke geben. „Letzteres“, sagt Schönbeck, „ist insbesondere für junge Menschen interessant, die auf dem Sigwardsweg pilgern – und hier Station machen.“ Wo genau der jeweilige „Baustein“ zu finden ist, können Smartphone-Besitzer einem Grundriss von St. Marien entnehmen, der diese Bausteine verortet und ebenfalls ein Bestandteil der App sein soll. Besagte Infos soll man auf dem Handy dann nicht nur lesen, sondern auch hören können. Das gilt für das Glockengeläut ebenso wie für die Texte, die Besuchern bei Bedarf vorgelesen werden.

 Allerdings soll sich die Kirchen-App nicht in einem Blick auf die touristisch augenfälligen Glanzlichter von St. Marien erschöpfen, denn: Zu jedem der obigen Bausteine „gibt es immer einen geistlichen Impuls“, wie Schönbeck betont. Womit der Rundgang auch ein theologischer wird. Einzelheiten will das zehnköpfige Team „Offene Kirche“ noch im April bei einem Treffen fest zurren.

 Die technische Umsetzung soll eine Firma mit Sitz in Frankfurt am Main übernehmen, die mit zahlreichen Kirchen zusammenarbeitet. Dieses Unternehmen hat auch ein Tonstudio, in dem die Texte gesprochen und die Audiodateien erstellt werden sollen. „Es geht darum, dass die Qualität der Aufzeichnungen bei allen teilnehmenden Kirchen möglichst gleich hoch ist“, erklärt Schönbeck.

 In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde der Bergstadt findet das Projekt Kirchen-App offenbar großen Anklang. „Selbst Ältere, die nicht so internetaffin sind, sind davon sehr angetan“, weiß Schönbeck. Wobei die Zielgruppe – ganz klar – in erster Linie junge Menschen sind, die ihr Mobiltelefon so gut wie immer dabei haben.

 Wer die Kirchen-App nicht auf sein Handy laden möchte, kann sich die Inhalte mit Blick auf St. Marien alternativ auch im Handy- oder Tablet-Browser als mobile Seite anzeigen lassen. Für alle anderen gibt‘s hier den Link zur App: www.ekd.de/kirchenapp. tw

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