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Tafel hat fast 400 Kunden

Große Spende dank Pfandbons Tafel hat fast 400 Kunden

Kleinvieh macht auch Mist: Diese alte Weisheit sieht Daniela Künneke jetzt erneut bestätigt, denn: Kleinstbeträge haben sich addiert, Kunden des E-Centers am Sülbecker Weg in den vergangenen neun Monaten auf Pfandbons im Wert von 1450 Euro verzichtet.

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1450 Euro für die Obernkirchener Tafel: E-Center-Inhaberin Daniela Künneke (links) freut sich mit Dieter Horstmeyer, Chef des DRK-Ortsvereins Obernkirchen und Tafel-Koordinatorin Michaela Hinse über die von Kunden gespendeten Pfandbons.

Quelle: tw

Obernkirchen. Ein Betrag, den die Inhaberin und Marktleiterin nun eins zu eins an die Obernkirchener Tafel weiter gegeben hat. Die kann das Geld mehr als nur gut gebrauchen: „Ende 2014 hatten wir fast 400 Kunden – 280 Erwachsene und 104 Kinder“, berichtet Tafel-Koordinatorin Michaela Hinse.

„Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele unserer Kunden ihre Pfandbons in die Spendenbox neben unserem Leergutautomaten werfen“, freut sich Künneke. Tatsächlich: „Die Obernkirchener sind sehr spendabel“, weiß Hinse. Gespendet wird am Sülbecker Weg schon seit – alten – Marktkauf-Zeiten und damit seit gut und gerne fünf Jahren; Monat für Monat kommt so ein immer dreistelliger Euro-Betrag für die Bedürftigen zusammen.

„Mir ist es wichtig, dass das Geld vor Ort Gutes tut“, betont die Inhaberin des E-Centers bei der Übergabe der 1450 Euro an die Obernkirchener Tafel. „Das Geld“, sagt Hinse, „verwenden wir, um davon die laufenden Kosten für Benzin, Strom und Miete zu decken“.

Tatsächlich ist die Zahl der Bedürftigen seit Anfang des Jahres nochmals stark gestiegen. „Die Behörden schicken viele Asylbewerber beziehungsweise Flüchtlinge zu uns“, weiß die Koordinatorin. Ja, theoretisch müsste die Obernkirchener Tafel sogar noch weit mehr Kunden zählen, doch: „Nicht wenige Menschen, die eigentlich Anspruch darauf haben, von uns vor Ort verpflegt zu werden, weichen stattdessen nach Rinteln oder Stadthagen aus“, erzählt Hinse. Der Grund leuchtet ein: Diese Menschen empfinden Scham, von Freunden, Bekannten und Nachbarn in der Bergstadt als Tafel-Kunden wahrgenommen zu werden.

Ausgabe in Obernkirchen ist jeweils dienstags und donnerstags von 13bis 15 Uhr. „Wir haben lange gekämpft, bis wir die Ausgabestelle in Obernkirchen 2006 endlich eröffnen konnten“, erinnerte Dieter Horstmeyer. Der Chef des DRK-Ortsvereins: „Es war damals unglaublich schwer, geeignete Räume zu finden; zwischenzeitlich hatten wir uns sogar einen angesehen, in dem die Firma Bornemann Öltanks gelagert hatte.“ tw

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