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Tag der offenen Tür in der IGS

Linedance, Tango oder lieber einen ph-Wert? Tag der offenen Tür in der IGS

Vom Tango bis hin zu „Rund ums Pferd“ – der „Tag der offenen Tür“ der IGS Obernkirchen hat auch dieses Mal wieder mit einem umfangreichen und spannenden Programm aufwarten können.

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Tango tanzen stand ebenfalls auf dem Programm der IGS-Projektwoche.

Obernkirchen. An der IGS herrscht an diesem Tag ein buntes Treiben. Überall ist etwas los, das Programm sehr umfangreich. Einige Schüler stellen ein Insektenhotel, andere das Modell eines Windrads. Daneben gibt es Infos zum argentinischen Tango und zum „Schmuckdesign“, zu „kreativen Backen“ und zu „Origami“. Sogar „Linedance“ und „Keyboard“ wird angeboten. Für jeden ist an diesem Tag etwas dabei.

Während im Foyer getanzt wird, sollen im zweiten Stock bei den Naturwissenschaften Experimente gezeigt werden. Tanja und Nele haben das Projekt mehrere Wochen vorbereitet und legen jetzt letzte Hand an ihre Versuchsanordnung. Natronlauge? Check. Oder ph-Streifen? Check. Reagenzröhrchen? Ebenfalls da. „An unseren Mitmachstationen wollen wir zeigen, dass Naturwissenschaft im täglichen Leben von uns allen vorkommt“, sagt Nele und misst den ph-Wert verschiedener Alltags-Flüssigkeiten. Ganz ohne Gestank: Manchmal kommt Chemie auch ohne den sprichwörtlichen Knalleffekt aus.

Im Chemielabor geht es derweil richtig zur Sache. Lehrer Tobias Creite bittet die Besucher, eine Schutzbrille aufzusetzen. Er habe einen Bleistiftanspitzer mitgebracht und werde diesen jetzt anzünden. Die Zuschauer sind ratlos. Was soll denn daran gefährlich sein? Creite erklärt, Spitzer aus Magnesium seien hoch brennbar. „Aus diesem Grund löschen Feuerwehren Automotoren auch nicht mit Wasser“, weiß der Chemielehrer zu berichten. Und tatsächlich: Der Pädagoge behält recht. Nach kurzem Erhitzen mit dem Bunsenbrenner verglüht der Spitzer in einer hellen Flamme. Die Zuschauer sind begeistert, machen „Oh“ und „Ah“. Ganz ohne Krach kommt Chemie eben doch nicht aus.

Die „leise Seite der Chemie“ demonstriert Lehrer Sebastian Schophaus. In völliger Dunkelheit gießt er Flüssigkeiten in zwei Kolben und lässt diese über ein Röhrensystem zusammenfließen. Das Ergebnis ist ein leuchtendes Fluoreszieren. „Ein Effekt wie bei Glühwürmern“, sagt Schophaus. Schade nur, dass Experimente im Unterricht immer seltener werden. Der Lehrplan lasse dafür immer weniger Zeit, meint Schophaus. Dabei sei das eigentlich ein wichtiger Zugang für die Schüler: „Sie haben es danach sozusagen im Kopf.“ Überhaupt gehe man heute verstärkt dazu über, Lerninhalte mit den Alltagserfahrungen der Schüler zu verknüpfen.

Wie das Konzept konkret aussieht, erklärt Schophaus so: „Man knüpft daran an, was die Schüler von zu Hause kennen.“ Ihm sei dabei vor allem wichtig, „dass die Schüler ihre Entdeckungen selber machen und nicht alles vorgekaut bekommen“. Was auch deshalb so gut funktioniere, weil die IGS einen vernetzten, ganzheitlich geprägten Unterricht macht. In der Praxis bedeutet das: Die Unterscheidung in Biologie, Chemie und Physik, gibt es so an der IGS nicht mehr, stattdessen sind die einzelnen Fächer zu einem Fachgebiet „Naturwissenschaften“ verschmolzen worden. Einen Vorteil sieht Schophaus vor allem darin, dass Schüler die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fächern viel besser begreifen und behalten könnten.

Für Eltern und künftige Fünftklässler war es jedenfalls ein spannender Tag, der ihnen viel Einblicke gewährte. Sie sahen Schüler, die viel Kreativität mitbringen und großes Engagement. Vor allem aber sahen sie die vielen Facetten einer Schule, die ihren Schülern den nötigen (Frei)-Raum für eigene Projekte gibt.

Ziel des Tags sei es, den Besuchern zu zeigen, „wer wir sind“, bemerkte Lehrer Sebastian Schophaus. Ein Blick in die Klassenräume zeigte: Diese Schule ist voll von kreativen, neugierigen, engagierten Schülern. Schüler, die sich nicht nur für ihr Smartphone, sondern für viele andere Dinge interessieren. Für vegetarisches Kochen, für die Bearbeitung von Fotos oder für die Gründung einer Schülerfirma. mig

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