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Tendenz zu Option drei

Sonnenbrinkbad Obernkirchen Tendenz zu Option drei

Künftig führt der Förderverein das Sonnenbrinkbad Obernkirchen, aber in einem Punkt muss die Politik noch Klarheit schaffen: Welches Konzept wird künftig für die Beheizung genutzt? Drei Vorschläge hat die Verwaltung erarbeitet.

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2019 mit „spielerischem Element“

Das Wasser im Sonnenbrinkbad soll künftig durch ein Mini-Blockheizkraftwerk erwärmt werden.

Quelle: Archiv

OBERNKIRCHEN. Über sie wird am Mittwoch, 14. Februar, ab 18 Uhr im Finanzausschuss beraten.

Die Verwaltung soll nun das zu große Blockheizkraftwerk (BHKW) an die Energieservice Westfalen Weser GmbH (ESW) verkaufen und dafür sorgen, dass ein Mini-BHKW eingesetzt werden kann, um das Wasser zu wärmen.

Wasseraufsicht, Technik, Versorgung, Administration und Gebäudewirtschaft: Darum kümmert sich der Förderverein. Bürgermeister Oliver Schäfer spricht in seiner Vorlage von „allenfalls unwesentlichen Änderungen gegenüber dem bisherigen Betreibermodell“ und verweist darauf, dass der Vorgänger ja „vorrangig an dem Konzept zur Beheizung gescheitert ist“. Daher gibt es drei neue Vorschläge.

Die Ideen im Überblick

Erstens: Das Mini-BHKW könnte an die Stadt verpachtet werden. Die zehnjährige Pacht würde dabei einfach mit dem Verkaufserlös aus dem „großen“ BHKW verrechnet, sodass dafür keine Zahlungen während dieses Zeitraums zu entrichten wären.

Zweitens: Die Stadt kauft das Mini-Blockheizkraftwerk. Auch dies sei ein durchaus gangbarer Weg, die gegenseitigen Kaufpreisforderungen würden „weitestgehend“ gegeneinander aufgerechnet werden, ist die Verwaltung sicher.

Drittens: Westfalen Weser betreibt das Mini-BHKW im eigenen Namen und auf eigene Rechnung und liefert die dabei produzierte Wärme an den Förderverein, der ausschließlich die tatsächlich abgenommene Wärme in Form eines Grund- und eines Arbeitspreises bezahlt.

In den ersten beiden Fällen müsste die Stadt das Mini-BHKW dem Förderverein zur Nutzung überlassen. Die Sicherstellung des laufenden Betriebes, also das operative Handeln, übernimmt Westfalen Weser, müsste dafür aber bezahlt werden.

Erste beide Modelle mit Vorteilen

Die ersten beiden Modelle haben den Vorteil, dass für den Strom-Eigenverbrauch lediglich 40 von Hundert der EEG-Umlage an den Netzbetreiber abzuführen sind. Bei Option drei müsste die EEG-Umlage in voller Höhe eingepreist werden, da Stromproduzent und -empfänger zwei unterschiedliche juristische Personen sind und es sich daher nicht um einen privilegierten Eigenverbrauch handeln würde, rechnet die Verwaltung vor.

Beim reinen Wärmeeinkauf wären Stadt und Förderverein bei allen anderen Aufgaben draußen vor, während bei den ersten beiden Lösungsansätzen zusätzliche Betreiberpflichten zu erwarten sind, vor allem für den Einsatz des Spitzenlastkessels und die Einspeisung nichtselbstverbrauchten Stroms.

Im Rathaus lässt man keinen Zweifel daran, welcher Weg einzuschlagen ist: Künftig wird die Wärme eingekauft, die Westfalen Weser im eigenen Namen produziert. Es sei, so Schäfer in der Beschlussvorlage, der für die Stadt „zielführendste Lösungsansatz“.

Der Bürgermeister ist zugleich Vorsitzender des Fördervereins und wird gelobt: „Die Entscheidung des Fördervereins Sonnenbrinkbad Obernkirchen, das Sonnenbrinkbad als originäre, satzungsgemäße Aufgabe in Eigenregie zu betreiben, wird begrüßt.“ rnk

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