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Traumhochzeit mit böser Fee

Teilnahme bei Vox-Sendung Traumhochzeit mit böser Fee

Im Märchen von Dornröschen gibt es sie, die böse Fee, die auf dem rauschenden Fest erscheint und mit finsterem Blick finstere Worte spricht. Ein bisschen so ähnlich war es bei der Hochzeit von Gabriella und Alessandro Elia aus Obernkirchen.

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Gabriella und Alessandro Elia aus Obernkirchen brauchen gar keine Traumreise, um das wahre Traumpaar zu sein: Hier stehen sie vor dem Schloss Marienburg.

Quelle: pr.

Obernkirchen. Mitten unter den Gästen, die in fröhlicher Stimmung und bei einem umwerfenden Menü im „Schaumburger Ritter“ ausgelassen feierten, saß eine übel gelaunte fremde Frau mit ihrer Freundin. Sie tuschelte böse, mäkelte am Essen herum und weigerte sich demonstrativ, beim fröhlichen Treiben mitzumachen. Was war da los?

Vier Hochzeiten und eine Traumreise

Nun, Gabriella Elia, die über 30 Jahre lang in Rinteln lebte und dort als Arzthelferin arbeitet, war auf die ziemlich verrückte Idee gekommen, sich für die VOX-Sendung „Vier Hochzeiten und eine Traumreise“ anzumelden. Da wetteifern vier Hochzeitspaare um den Gewinn einer Reise in die Karibik. „Ich dachte, vielleicht haben wir eine Chance“, meint sie. „So eine Reise könnten wir uns ja niemals selbst leisten.“ Für diese Sendung werden die Bräute auf die Hochzeiten der jeweils anderen eingeladen und geben dann Kommentare und Bewertungen ab rund um Brautkleid, Essen, Lokalitäten und die Gesamtstimmung. „Unsere Hochzeit sollte eine echte Traumhochzeit werden“, so Gabriella. „Die Reise wäre ein toller Abschluss gewesen.“

Heimtückisch

Nun waren da aber auch noch Mercedes und Alexandra (ein weiteres Paar gab vorzeitig auf), die ebenfalls mit ihren Hochzeiten zum Wettstreit um die Reise antraten. Diese beiden Grazien erkannten ziemlich schnell, dass sie gegen Gabriella und Alessandro kaum eine Chance haben würden. Nicht nur war Gabriella eindeutig die schönste und liebenswürdigste Braut, sie kam auch in einer weißen Kutsche ins „Märchenschloss“ Marienburg angereist, lud ihre Gäste dann in den malerischen „Schaumburger Ritter“ zu einem wahren Festmahl ein und hatte zudem eine große Schar ausgesprochen lebhafter italienischer Verwandter und Freunde anzubieten. Mercedes aber entwickelte einen heimtückischen Plan.

Schamlos nutzte sie die Regel aus, dass diejenigen gewinnen würden, die die besten Bewertungen von den anderen erhielten. Während Alexandra alles in allem fair blieb und Gabriella sogar das Western-Saloon-Brautkleid einer Konkurrentin großzügig mit Punkten versah, weil sie niemanden kränken wollte, der sein persönliches Traumkleid trug, hatte Mercedes an allem und jeden etwas auszusetzen.

Mit Punkten gegeizt

Eine Schlossführung durch die Marienburg, schön und gut, nur hätte Mercedes lieber ein Paar Schuhe zum Wechseln dabei gehabt. Das Gourmet-Menü im „Schaumburger Ritter“? Es gefiel ihr schon aus Prinzip nicht, weil sie Schnitzelbüfetts einfach besser findet. Das Limetten-Sorbet schmeckte säuerlich nach – Zitrone, urteilte sie. Carpaccio? Noch nie vorher gegessen, also auch jetzt nicht. Und dass die Italiener das Brautpaar mit „Bacio, Bacio“-Rufen zum Küssen aufforderten, ging ihr irgendwie zu weit. „Um uns hat sich niemand richtig gekümmert“, meinte sie und geizte gewaltig bei der Punktevergabe. Ob ihr da wohl bewusst war, wie gruselig sie und Alexandra herüberkamen, für das Fernsehpublikum mit ihren Leichenbittermienen eingefangen, während rings um sie herum getanzt, gelacht und das Leben genossen wurde.

Tatsache ist: Die „böse Fee“ hat die Reise gewonnen, indem sie die harmlos nette Hochzeit von Alexandra besser bewertete als Gabriellas Traumhochzeit. Doch während Gabriella und Alessandro als „Gewinner der Herzen“ im Internet gefeiert werden, trägt Mercedes nun den Titel „fiese Schlange“.

„Na ja, wer mit Unehrlichkeit gewinnen will“, sagt Gabriella. „Das wäre es mir nicht wert gewesen.“ Für sie verlief ihre Hochzeit so schön wie erträumt. „Und immerhin – wir bekommen das Video vom Sender. Ich glaube kaum, dass die anderen mit ihren Videos viel anfangen können.“

Eine spannende Erfahrung

Dass allein die Bewertung der Bräute über Sieg oder Niederlage entscheidet, wird in den vielen Kommentaren auf Facebook oft kritisiert. Doch natürlich sorgt genau dieses Prinzip dafür, dass man als Zuschauer genug zu lachen hat. „Ich bereue nichts“, meint Gabriella Elia. „Es war eine spannende Erfahrung. Wir haben so lange auf diese Hochzeit gespart. Jetzt sparen wir eben für eine schöne Reise.“ cok

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