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Und Tschüss!

Kämmer verlässt Rathaus Und Tschüss!

Es ist ein politischer Paukenschlag: Andreas Jasper, Kämmerer der Stadt und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft, wird das Obernkirchener Rathaus zum 31. August verlassen. Nun wird eine Nachfolge gesucht

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Andreas Jasper verlässt das Obernkirchener Rathaus.

Quelle: rnk

OBERNKIRCHEN. Es sind durchaus dramatische Szenen, die sich in den vergangenen Tagen und Wochen im Rathaus abspielten. Am 1. Juni hat Bürgermeister Oliver Schäfer Jasper offiziell die Urkunde für die Beförderung zum Stadtoberamtsrat übergeben, der Rat hatte diesen Beschluss einstimmig gefasst. Keineswegs einstimmig, sondern mit sieben Gegenstimmen und drei Enthaltungen hatte der Rat am 17. Mai zuvor einer anderen Personalie zugestimmt: Mit Wirkung vom 1. Juni sollte Jasper auf Vorschlag von Schäfer mit der allgemeinen Vertretung des Hauptverwaltungsbeamten beauftragt werden.

Was in der öffentlichen Sitzung nicht deutlich wurde, konnte in der Zeitung nachgelesen werden: Es gab durchaus einen internen Gegenkandidaten, den vor allem die CDU-Fraktion bevorzugte: die Leiterin des Fachbereichs I, Amtfrau Kerstin Farr.

Rückzug erstaunt aufgenommen

Teile der CDU erklärten gegenüber dieser Zeitung, dass Jasper weder leiten noch gestalten könne. Zitate, die Jasper wohl als Sollbruchstelle auffasste: Er informierte den Bürgermeister einen Tag nach seiner Ernennung, dass er die Stadt verlassen werde und sich auf eine andere Stelle beworben habe. Schäfer wiederum setzte die Fraktionsvorsitzenden kurz vor dem Schützenfest in Kenntnis. Sie hätten den Jasper-Rückzug ziemlich erstaunt, aber auch sehr nüchtern aufgenommen, so Schäfer.

Wie geht es weiter? Und wie groß ist eigentlich der Markt für Kämmerer für eine Stadt mit einer Größenordnung von knapp 10.000 Menschen? „Gute Frage“, sagt Schäfer, „aber er ist sicherlich begrenzt.“ Interessant sei die Stelle möglicherweise für Jüngere, die in ihren ersten Jahren in einer Kämmerei Erfahrungen sammeln konnten und jetzt eingenverantwortlich Stadtfinanzen verantworten wollten. Oder für Mitarbeiter von Samtgemeinden, die an entsprechender Stelle für die Finanzen einer Gemeinde zuständig waren. Möglich sei auch, dass ein Kandidat eine „Wohnortoptimierung“ suche, sprich: nicht mehr so weit mit Auto oder Bahn fahren möchte, und daher in Obernkirchen eine diskutable Alternative sehe. Wie auch immer: Die Stadt hat Anzeigen geschaltet, nicht nur im Schaumburger Raum, sondern auch in Minden, Nienburg und der Region Hannover.

Bewerbungsschluss 15. Juli

Der Fahrplan, den Schäfer mit den Fraktionsvorsitzenden vereinbart hat, sieht einen Bewerbungsschluss am 15. Juli vor. „Noch vor dem Ende der Sommerferien soll die Suche gestartet werden“, erklärt Schäfer. Man möchte so früh wie möglich Gespräche führen, am besten noch im Juli selbst. Vier bis fünf Kandidaten, so genau weiß es Schäfer nicht mehr, hatten sich damals auf die vakante Stelle beworben, als Jasper-Vorgänger Wolfgang Seele in den Ruhestand ging.

Einen ganzen Tag hat die Auswahl damals gedauert, weil nicht nur Gespräche geführt wurden, sondern auch praktische Aufgaben gelöst werden sollten. Das wird dieses Mal wohl nicht anders werden. Einen kleinen Anreiz gibt es für den neuen Kämmerer obendrauf: Er soll, wie Jasper, auch Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft werden. rnk

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