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„Very british“ kommt prima an

Regina Ackmanns Orgelmusik „Very british“ kommt prima an

Einer Orgel kann man mächtige, die Kirche ausfüllende Klänge entlocken, aber eben auch ganz filigran dahinschwebende Töne. Das größte Musikinstrument ist zugleich eines der vielseitigsten. Seine Bandbreite in den Klangfarben und die Anpassung an eine gewünschte Stimmung nutzte die Organistin Regina Ackmann jetzt bei ihrem Konzert in der Stiftskirche.

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Großer Beifall für eine strahlende Organistin Regina Ackmann in der Stiftskirche.

Quelle: sig

Obernkirchen (sig). Dafür hatte sie sich diesmal Werke aus verschiedenen Epochen ausgesucht und von Komponisten, die noch dazu alle „very british“ sind oder waren. Regina Ackmann wollte unter dem Motto „Orgelmusik aus Großbritannien“ einen Querschnitt vom 17.Jahrhundert bis in die Gegenwart darbieten. Dabei muss man wissen, dass die Puritaner in England bis zur Mitte des 17.Jahrhunderts die Orgelmusik aus der Kirche verbannt hatten. So mancher Orgelbauer ist deshalb damals aus seiner Heimat ins Ausland abgewandert. Dadurch wurden auf der Insel – wenn überhaupt – nur kleinere Orgeln gebaut, und die technische Weiterentwicklung fand zunächst auf dem Kontinent statt.

 Trotzdem gab es dort eine ganze Reihe von Kirchenmusikern, die sich mit der Komposition von Orgelwerken befassten. Dazu gehörte Henry Purcell. Er war Organist an der berühmten Westminster Abbey in London und schrieb vor allem geistliche sowie festliche Stücke, speziell zu besonderen Anlässen der königlichen Familie.

 Ackmann spielte als ältestes Stück ihres Programms Purcells barocke Komposition „Rondeau d-moll“. Das zweitälteste Werk war die Hymne „Jerusalem“, die Hubert Parry verfasste, der 1848 das Licht der Welt erblickte. Diese Komposition bildet oft den Schluss bei patriotischen Konzerten in London.

 Von jedem Zuhörer gleich erkannt wird die berühmte Dudelsackmelodie „Highland Cathedral“ , die allerdings von den Deutschen Ulrich Roever und Michael Korb komponiert wurde, und zwar anlässlich der „Highland Games“ in Deutschland. Man kann sie als die inoffizielle schottische Nationalhymne bezeichnen.

 Dass man auf einer Kirchenorgel nicht nur sakrale Musik spielen kann, zeigte auch die Komposition „Moonlight over the Hills“ von Christopher Tambling. Dieses romantischen Themas hatte sich auch James Last angenommen. Für eine eher melancholische Stimmung sorgt hingegen das englische Volkslied „Greensleeves“, in dem es um eine zerbrochene junge Liebe geht.

 Einen Höhepunkt und zugleich Abschluss des Orgelkonzertes bildete die Komposition „Hornpipe Humoresque“ von Noel Rawsthorne. Die Hornpfeife war ein nicht nur in England verbreitetes Instrument. Sie hatte einen kräftigen Klang und soll schon bei den alten Griechen beliebt gewesen sein.

 Die Zuhörer in der Stiftskirche waren von dem Konzert, in dem noch mehrere andere namhafte britische Tonschöpfer zu Gehör gebracht wurden, sehr begeistert. Es erklangen laute „Bravo“-Rufe, und Ackmann musste sich mehrmals hintereinander auf der Orgelempore zeigen und zu Recht feiern lassen.

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