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Viel Geld für neuen Polizeisitz

Umzug der Ordnungshüter in Obernkirchen Viel Geld für neuen Polizeisitz

Prima Nachricht aus der Landeshauptstadt: Das niedersächsische Sozialministerium hat die vier Lieblingsprojekte geprüft und für gut befunden, mit denen Obernkirchen auf Sicht gesehen attraktiver werden und das Abwandern von Einwohnern verhindern will: Lange Straße 1, Trafohaus, alte Beeker Schule und Bahnhof.

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Fast schon ein Naturdenkmal: Dank einer Finanzspitze vonseiten des Landes kann die Polizei das alte und abgängige Gebäude an der Rathenaustraße verlassen und in das dann sanierte Gebäude Lange Straße 1 wechseln – mitten ins Stadtzentrum.

Quelle: tw

Obernkirchen. Weder Behörden noch Privatleute hätten im Rahmen der einmonatigen Auslegungsfrist größere Einwände erhoben. Besser noch: Das Ministerium will die 508000 Euro teure Sanierung des Gebäudes Lange Straße 1 als neuer Polizeisitz mit 325000 Euro fördern; das sind 66 Prozent der Kosten. Die Stadt muss sich dafür mit einem Eigenanteil von 172000 Euro engagieren. Ein Ja des Rates heute voraus gesetzt, könnte der Umbau des auch als Stadtkasse bekannten Hauses im nächsten Jahr beginnen.

 Diese gute Nachricht in Sachen Städtebauförderung hat Ingenieur Matthias Reinold vom gleichnamigen Rintelner Planungsbüro jetzt den Politikern im von Manfred Eßmann geführten Bauausschuss überbracht. Die genannten vier Obernkirchener Projekte stehen auf einer insgesamt zehn Positionen umfassenden Wunschliste, die die Bergstadt mithilfe eines „Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts“ (IEK) in den nächsten Jahren abarbeiten will. Im Rahmen des auch als „Kleinere Städte und Gemeinden“ bekannten Programms ist die Samtgemeinde Eilsen als Partner mit im Boot. Die Gesamtsumme, die beide in Hannover abgreifen können, beträgt 1,41 Millionen Euro.

 Konkret hat der Eßmann-Ausschuss das besagte IEK jetzt – einstimmig – beschlossen. Es war während des vergangenen halben Jahres in diversen Gremien heiß diskutiert worden. Dabei saß Planer und Politikern die Zeit wie ein Damoklesschwert im Genick: „Im April sollte die Einplanungskonferenz im Ministerium stattfinden“, so Reinold. Mit dem jüngsten Empfehlungsbeschluss ist jetzt gewährleistet, dass das Gesamtpaket der Bergstadt-Wünsche bis zur „Deadline“ Ende Juni in Hannover vorliegt.

 „Doch nicht nur für die Lange Straße 1, auch für die anderen drei Obernkirchener Wunschprojekte stehen die Türen in der Landeshauptstadt weit offen“, freut sich Reinold. Ihre Reihenfolge könne der Rat bis zum 1. Juni eines Jahres ändern. Auch sie erfreuten sich in Hannover „großer Wertschätzung“, weil das Ministerium ihnen zutraut, dass die Bergstadt damit den Bevölkerungsverlust zum Stillstand bringen kann. Täte sie nichts dagegen, würde – so die Prognose – die Zahl der Einwohner bis 2021 von 8534 um acht Prozent auf 7864 sinken. Das Land empfehle der Stadt daher, diese Projekte für 2016 anzumelden. Die Förderkulisse soll laut Reinold „fünf bis sechs Jahre“ stehen. Wenngleich: „Wir dürfen bei aller Euphorie nicht vergessen, dass unser Stadtetat eine Kofinanzierung auch hergeben muss“, mahnt Eßmann.

 Die weiteren sechs Projekte, welche sich Obernkirchen fördern lassen möchte:

Rollatoren-Wegenetz: Ausweitung des „Pählichweges“ auf dem Marktplatz zwecks Anbindung von Wochenmarkt, Geschäften und Behörden.

Außenaufzug Rathaus: Durch den Anbau eines Außenaufzugs soll der Rathaussaal behindertengerecht für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden können.

Obdachlosenunterkunft: Rückbau/Sanierung des „Schlafhauses“ in bedarfsgerechter Größe.

Mehrgenerationenwohnen: In Leerständen an der Friedrich-Ebert-Straße soll nach Sanierung Mehrgenerationenwohnen möglich sein.

Amtsgericht und Post: Für die Leerstände soll eine Nachnutzung gefunden werden.

Sonnenbrinkbad: Alle Zugänge sollen barrierefrei umgebaut werden. In Kooperation mit dem Klinikum soll das Bad verstärkt für Gesundheitsvor- und -nachsorge genutzt werden.

 Allerdings macht Horst Sassenberg deutlich, dass es unter den sechs Projekten einige gebe, die für die CDU wichtiger seien als einige, die für das Gros der Ratsmitglieder unter den ersten vier rangieren. Doch: „Wir sollten weder die Reihenfolge der Vierer- noch die der Zehner-Liste ändern“, mahnt Wilhelm Mevert. Der Sozialdemokrat: „Das würde in Hannover nur Unruhe schaffen.“ tw

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