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Vier Mitarbeiter wieder im Job

Klage gegen Bornemann Vier Mitarbeiter wieder im Job

Erfolg für zehn Arbeitnehmer, denen im vergangenen Sommer im Rahmen einer Massenentlassung von der Firma Bornemann betriebsbedingt gekündigt worden war: Vier von ihnen erreichten jetzt vor dem Arbeitsgericht Hameln die Wiedereinstellung und arbeiten bereits wieder in der Pumpenfirma, sechs weitere erlangten erhöhte Abfindungszahlungen.

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Die Firma akzeptierte das Gerichtsurteil und verzichtete auf eine Berufung vor dem Landesarbeitsgericht. Wie Rechtsanwalt Jörg Bredemeier (Stadthagen), der die Arbeitnehmer vertrat, berichtete, wurde die Klage gegen die Kündigungen im Kern mit zwei Argumenten begründet. Zum einen bestünden für die Betroffenen weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten, da die Arbeitsplätze de facto nicht weggefallen seien.

Zum zweiten sei die so genannte Sozialauswahl, also die Anwendung sozialer Kriterien bei der Entscheidung, welchem Arbeitnehmer gekündigt wird, nicht korrekt vorgenommen worden. Das Gericht hat laut Urteilsbegründung beide Argumente als nachvollziehbar und erwiesen angesehen.

Beispielsweise ging es in einem Fall laut Bredemeier um eine Beschäftigte in der zwölf Mitarbeiter umfassenden Abteilung Intralogistik. Nach Angaben der Firma habe diese Abteilung infolge der Reduzierung der Pumpenproduktion um 25 Prozent (also drei Mitarbeiter) reduziert werden müssen. Die Klägerin war aber die vierte Entlassene. Diese Kündigung sei also nicht erforderlich gewesen, so das Gericht.

Zudem habe die Frau schon länger bei Bornemann gearbeitet, sei verheirat und habe zwei Kinder. Es seien aber Mitarbeiter weiter beschäftigt worden, die zwar vergleichbar lange in der Firma sind, aber nicht verheirat sind und keine Kinder haben. Insofern sei die Sozialauswahl fehlerhaft gelaufen, urteilte das Arbeitsgericht.

Mit diesen oder ähnlichen Begründungen hatten die vier Mitarbeiter Erfolg und erreichten ihre Wiedereinstellung. Sechs weitere ehemalige Beschäftigte wählten den Weg einer Einigung mit der Firma vor Gericht. Sie akzeptierten die Kündigung, erzielten aber eine deutlich erhöhte Abfindung. Nach Darstellung von Bredemeier handelt es sich hierbei vor allem um jüngere Arbeitnehmer, die überzeugt sind, in abesehbarer Zeit auf dem Arbeitsmarkt andere gute Jobs zu finden.

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