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Vorbildlich

Sommerkonzert in der Aula Vorbildlich

Den Titel einer „Umweltschule“ hat die Grundschule Obernkirchen schon, im Grunde müsste sie aber auch „Musikschule“ heißen, wie das Sommerkonzert in der Aula gezeigt hat. Vom Chor unter der Leitung von Christine Hantschko bis hin zu den einzelnen Solisten war das Niveau hoch, die Zuhörer begeistert.

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Wehwehchen am „Bug und am Heck“: Mia Grothe begeistert als „alte Dame“.

Quelle: mig

OBERNKIRCHEN. Musikunterricht wird an vielen Schulen eher stiefmütterlich behandelt. Von zu wenigen Stunden ist dann die Rede und von Lehrern, die einmal quer durch die Musikgeschichte und -theorie hetzen müssen. Viel zu selten macht der Unterricht Lust auf mehr, sprich: aufs Erlernen eines Instrumentes. Die Kinder trifft hier keine Schuld. Ohne eine adäquate Anleitung in der Schule wird sich niemand nachmittags hinsetzen und am Klavier üben. Wenn der Unterricht das nötige Fundament nicht bereitstellt, wird manches musikalische Talent erst später entdeckt.

Kinder haben viele eigene Ideen

Das es auch anders geht, zeigt die Grundschule. Hier wird der Musikunterricht ernst genommen, es gibt zahlreiche AGs, eine Kooperation mit der Kreisjugendmusikschule und hoch engagierte Lehrer. „Vieles entsteht aus der Kreativität der Kinder – wir nehmen die Anregungen der Kinder auf und setzen sie um“, erläutert die Leiterin der Chor-AG, Hantschko. Die Kinder hätten viele eigene Ideen und seien mit sehr viel Spaß bei der Sache. „Ich sage jedes Jahr: Das ist ein ganz besonderer Jahrgang – das ist auch diesmal wieder so.“ Es gebe viele hochtalentierte Kinder in der Schule, von denen manche erst hier ihre Liebe der Musik entdeckt haben. „Wichtig ist die frühe Förderung: Wir haben etliche Kinder, die in der Musik-AG gelernt haben, ein Instrument zu spielen“, berichtet die Pädagogin den Zuhörern.

Proben machen sich bezahlt

Das Konzert zeigt, wie recht die Chorleiterin hat. Fehlerlos und mit glockenhellen Stimmen singen die Kinder vom „Käfer Karl“, von „Hector, the great collector“ und der „Tante Ernestine“, die, weil schon alt, zahlreiche Wehwehchen hat (an „Bug und Heck“). Die „intensiven Proben“ machen sich jetzt bezahlt – sämtliche Sänger sind auf den Punkt vorbereitet und hochkonzentriert. Die Kinder singen die Lieder fehlerlos und mit viel Schwung. Zusammen mit Hantschko hat der Chor auch eine Choreografie eingeübt, die den Vortrag noch lebendiger macht. Bei der „Schnellsten Maus“ legen sich die Kinder, wie ein Motorrad in die Kurve, beim Prinzen-Hit „Alles nur geklaut“ zucken sie – verschmitzt grinsend – mit den Achseln. Mindestens ebenso erwähnenswert ist die Tatsache, dass der Chor ohne Notenblatt singt.

Richtig Spaß machen auch der „Seeschlangen-Song“ und ein Lied von Drafi Deutscher, „Marmor, Stein und Eisen bricht“: Einmal mehr macht der Chor seine Sache ausnehmend gut, mit einer klaren Artikulation und viel Leidenschaft. Wenn bei der „Ode an die Freude“ ein echter Jubel-Chor entsteht, mag man kaum glauben, dass hier „nur“ Grundschüler singen!

Aber auch die an dem Konzert beteiligten Musiker haben sich ein großes Lob verdient, vor allem Jonas Vogt und Steffen Volker, die nicht nur als Solisten auftraten, sondern den Chor mit Julian Hantschko auch am Klavier begleiteten.  mig

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