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Vorgaben gekippt, damit’s weiter geht

Obernkirchen / "Rasselbande" Vorgaben gekippt, damit’s weiter geht

Für einen kurzen Moment hat es so ausgesehen, als stünde die „Rasselbande“ vor dem Aus: Etliche Plätzen blieben frei, weil der Elterninitiative zur Betreuung von Kindern im Alter von ein bis drei Jahren gleich mehrere Eltern absprangen, die ihre Kinder lieber von einer Tagesmutter betreuen lassen wollten.

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Erst braut sich was zusammen, aber dann wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird: Die „Rasselbande“ wird weiterhin in der Kinderbetreuung der Bergstadt ihren festen Platz haben. Nicht nur die drei auf dem Bild oben wird das freuen. © pr.

Obernkirchen (rnk). Es waren dramatische vier Wochen, die hinter der Leiterin Isabell Rüter, den Eltern und dem Team liegen. Vier Wochen, in denen die Existenz des Angebotes auf dem Spiel stand, weil die seit 1989 bestehende „Rasselbande“ erstmals zum Sommer die freien Plätze nicht belegen konnte: Von sechs Anmeldungen waren fünf wieder abgesprungen, wegen der Tagesmütter.

Eines war Rüter sofort klar: Können wir diese Plätze nicht belegen, stehen wir bald vor dem Aus. Als ersten Schritt beantragte sie in Hannover die Genehmigung für eine verlängerte Öffnungszeit. Das ging ohne bürokratischen Aufwand, aber die Zustimmung der „Rasselbanden“-Mitglieder musste auf einer kurzfristig angesetzten Versammlung eingeholt werden. Auch das klappte problemlos. Anschließend wurde beim Bürgermeister vorgesprochen. Für Oliver Schäfer stand sofort fest: Das Angebot muss erhalten bleiben.

Die Politik zog jetzt nach: Zwar hat der Beschluss im Fachausschuss nur empfehlenden Charakter und ist für den Stadtrat nicht bindend, aber mit einem abweichenden Votum ist dort nicht zu rechnen. Im Fachausschuss hatte die Verwaltung vorgeschlagen, für das laufende und das kommende Kindergartenjahr 2012/13 weiterhin den Zuschussbetrag von 22.000 Euro zu zahlen, aber einen Beschluss des Verwaltungsausschusses zu kippen, der vor anderthalb Jahren den Zuschuss an den Wohnort der Kinder gekoppelt hatte: Zehn Kinder können aufgenommen werden, aber alle müssen aus Obernkirchen kommen.

Zwar sollen die Kinder aus der Bergstadt auch künftig Vorrang genießen, aber auf eine Belegung ausschließlich mit Kindern aus der Bergstadt wird für diesen Zeitraum verzichtet. „Ausnahmsweise“, wie es in der Vorlage der Verwaltung hieß.
Etwas entspannt wurde die Lage durch eine kurzfristige Mail, die Verwaltungsvize Bernhard Watermann im Ausschuss bekannt gab: Voraussichtlich sind ab August nur noch zwei Plätze nicht belegt.

Ab dem Sommer hat die „Rasselbande“ neue und damit erweiterte Öffnungszeiten: von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Interessenten können sich in der Einrichtung in der Langen Straße melden.

Ein Integrationsplatz ist auch noch frei: Denn die U 3-Einrichtung hat einen der landesweit 185 Plätze erhalten, der im Rahmen eines Modellprojektes für integrative Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung von unter drei Jahren im Herbst 2010 von Kultus- und Sozialministerium gestartet wurde. Bis zum 31. Juli nächsten Jahres werden unter wissenschaftlicher Begleitung Erfahrungen gesammelt und ausgewertet, wie eine integrative Betreuung in Krippen und Kindertagesstätten am Besten ermöglicht werden kann und gelingt.

Nachtrag: Gestern meldete Isabell Rüter eine gute Nachricht: Gerade sei eine neue Anmeldung hereingekommen: „Wir haben also zum Sommer nur noch den Integrationsplatz zu vergeben. Dafür haben wir aber Anfang des nächsten Jahres wieder Plätze frei.“

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