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Waldabenteuer statt Glotze

Erfolgreicher Start für NABU-Jugendgruppe Waldabenteuer statt Glotze

Einen erfolgreichen Start hat die neu gegründete Jugendgruppe der Ortsgruppe Obernkirchen des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) hingelegt: Mehr als ein Dutzend Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren waren zum Auftakt gekommen, bei dem keine Formalien auf dem Programm standen, sondern eine Exkursion in den Wald.

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Als zertifizierter Pilz-Coach zeigt Bettina Wawrok (Mitte) den Teilnehmern des Waldabenteuers, woher der „Gelborangemilchende Helmling“ seinen Namen hat. Sehr zur Freude der Kinder und der Nabu-Jugendgruppenleiterin Annette Rotarius (links).

Quelle: wk

Obernkirchen. Weit mussten die kleinen Naturforscher jedoch nicht marschieren, denn erkundet wurde der hinter dem Sonnenbrinkbad gelegene Forstbestand rund um die „Waldfreunde-Hütte“. Bei diesem kleinen Gebäude handelt es sich um einen mit Tisch und Sitzmöbeln eingerichteten Sandsteinbau, der von der von Annette Rotarius (Erzieherin, Mutter dreier Söhne und Nabu-Mitglied) geleiteten Gruppe bei schlechtem Wetter als Unterschlupf genutzt werden darf.

 Da der Himmel seine Schleusen bei der jetzigen Aktion dicht hielt, musste von dieser Option kein Gebrauch gemacht werden. Vielmehr konnten sich die Kinder unter dem Motto „Leben im Waldboden und im Totholz“ der Suche nach Pilzen sowie Tieren à la Schnecken, Asseln & Co. begeben. Die Funde – darunter ein von Marco Hämmerling entdeckter „Gelborangemilchender Helmling“ (Pilz) und eine nur wenige Millimeter messende „Angeschwollene Schließmundschnecke“ (angeschleppt von Philipp Rotarius) – wurden auf einer Decke ausgelegt, mit Lupen bestaunt, anhand von Fachliteratur bestimmt und wieder in die Natur zurückgesetzt.

 „Ich finde es toll, dass wir so spannende Sachen machen“, berichtete Simon Dohme (9). Außerdem seien die Betreuerinnen nett und das Waldstück mitsamt dem Bachlauf sehr schön. Das Waldabenteuer sei „auf jeden Fall besser, als vor dem Fernseher zu sitzen – und an der frischen Luft ist man ja auch“, ergänzte Matthis Meier (10), der sich selbst als „Draußen-Kind“ bezeichnete.

 Mit der neu gegründeten Jugendgruppe wolle man „Kinder für die Natur begeistern, denn das kommt heutzutage leider oft zu kurz“, erklärte Andrea Goike, die bei der Naturschutzjugend des Nabu-Landesverbandes Niedersachsen als Regional-Beraterin tätig ist. In dieser Funktion unterstützt sie das von Bettina Wawrok, Vorstandsmitglied der Obernkirchener Ortsgruppe, auf den Weg gebrachte Projekt. wk

Fakten

Die Nabu-Jugendgruppe trifft sich jeden zweiten Sonnabend im Monat von 10 Uhr bis 12 Uhr, wobei in der Regel der Parkplatz des Sonnenbrinkbades Ausgangspunkt der zweistündigen Unternehmungen ist. Gegebenenfalls finden Veranstaltungen aber auch mal im Jugendzentrum statt. Interessenten können zunächst probeweise teilnehmen. Diejenigen Kinder, die länger dabei bleiben wollen, sollen aber in den Nabu eintreten. Eine Jahresmitgliedschaft kostet 18 Euro pro Person bei Kindern respektive 55 Euro pro Familie, wobei ein Teil des Geldes der Ortsgruppe zugute kommt.

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