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Waldkinder müssen noch warten

Kindergartenplätze Waldkinder müssen noch warten

Wird ein Waldkindergarten eingerichtet? Wo werden die ab Sommer dieses Jahres benötigten Kindergartenplätze geschaffen? Mit diesen Fragen haben sich  die Ausschüsse für Jugend und Soziales und Bau und Umwelt in Rehren befasst.

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Wird es in Rehren bald einen Waldkindergarten geben?

REHREN. Ergebnis: Der Anbau kommt in Escher. Bei der Einrichtung des Waldkindergartens war sich das Gremium uneinig. Der Rat wird nach Haushaltslage entscheiden.

 „Wir sind enttäuscht, denn eigentlich haben wir damit gerechnet, dass die Einrichtung eines Waldkindergartens klar ist“, sagte Kamila Kosmala nach der Sitzung. Sie wolle ihre beiden Kindern gerne im Waldkindergarten betreut wissen. „Das Ergebnis klingt schwammig, kritisch und danach, dass die Entscheidung noch herausgezögert werden soll“, meinte auch Ina Mennenga, die ihr Kind ebenfalls gerne in einem Waldkindergarten anmelden würde.

 Die Entscheidung über die Einrichtung eines Waldkindergartens wurde in den Ausschüssen kontrovers diskutiert. Ein Waldkindergarten wäre ein zusätzliches Betreuungsangebot, das aber nicht den rechtlichen Anspruch auf Kita-Plätze erfüllt. Sebastian Huck stellte für die SPD-Fraktion fest, dass das Konzept des Waldkindergartens positiv gesehen werde. „Aber auch ein Waldkindergarten kostet Geld und in Sachen Kosten müssen wir das große Ganze sehen“, so Huck. Daher wolle die SPD-Fraktion den Vorschlag zunächst zur Kenntnis nehmen und dann im Rat Ende März bei den Haushaltsberatungen wieder aufgreifen. Jürgen Menke (WGA) fragte an, ob der Standort Rolfshagen für den Waldkindergarten fix sei. Es bestehe doch auch die Möglichkeit, zu prüfen, ob in Antendorf oder anderen östlichen Auetal-Orten eine solche Einrichtung besser und noch stärker nachgefragt würde. Alexander Schmidt (WGA) erkundigte sich, ob es überhaupt noch früh genug für die Einrichtung eines Waldkindergartens sei, wenn man die Entscheidung bis März vertagt und dann nach weiteren möglichen Standorten suche.

 „Personal ist knapp und es wird sicher eng, kurzfristig eine geeignete Kraft einzustellen“, antwortete die Leiterin des Familienzentrums, Beate Schürmann.

 Bürgermeister Heinz Kraschewski stellte dazu fest, dass die Ausschüsse nur beratende Funktion hätten und eine Entscheidung erst in der nächsten Ratssitzung am 23. März fallen würde. „Vorher werden auch keine Personalentscheidungen getroffen“, so Kraschewski.

 „Dann würde man mit einem Beschluss heute auch nichts vorwegnehmen“, meinte Siegbert Held (WGA), der den Waldkindergarten als gute Erweiterung des pädagogischen Angebots im Auetal ansieht. Auch Anke Schmidt (Grüne) sieht in dem Angebot eine Bereicherung und sprach sich für den Beschluss aus. Beate Schürmann stellte schließlich das Konzept noch einmal detailliert vor, und zwar für den Standort Rolfshagen, wo die Familie Hohmeyer kostenfrei ein geeignetes Waldgrundstück zur Verfügung stellen würde.

 „Wir haben aber eine Gesamtverantwortung und müssen das daher im Haushalt beraten. Die SPD-Fraktion möchte die Entscheidung zurückstellen und die finanziellen Möglichkeiten klären, auch wenn wir grundsätzlich dafür sind“, stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende, Rüdiger Teich, fest.

 Bei der Abstimmung sprachen sich in beiden Ausschüssen die WGA- und Grünen-Politiker dafür aus, die anderen enthielten sich. „Die Schaffung von Kita-Plätzen ist unsere Pflicht, der Waldkindergarten wäre die Kür“, stellte Kraschewski fest. Von Kerstin Lange

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