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Wanderfalke zieht sich zurück

Hauptversammlung des Nabu Wanderfalke zieht sich zurück

„Danke, Danke – und weiter so!“ Mit diesen Worten hat der Gremiumssprecher des Naturschutzbundes (Nabu) Obernkirchen, Leonhard Hielscher, die Hauptversammlung beendet. Hielscher lobte das „große Engagement“ der Mitglieder und die „gute Arbeit“, die in den vergangenen Monaten geleistet worden sei.

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Wanderfalken haben sich im Vehlener Kirchturm eingenistet.

Quelle: dpa/Sebastian Willnow

Obernkirchen. Beim Nabu Obernkirchen ist eigentlich immer etwas los. Sind es nicht die Kröten, die wandern, dann müssen Fledermäuse beobachtet oder Greifvögel beringt werden. Hielscher fasste es in seinem Jahresbericht so zusammen: „Es gab und gibt eine Menge zu tun – gut, dass wir viele Mitglieder haben, die gewillt sind, mit anzupacken.“ Dazu kommen etliche Experten, die sich teilweise seit vielen Jahren mit einer bestimmten Tierart befassen und sich dementsprechend gut auskennen.

Apropos Kröten: Die sind natürlich auch im vergangenen Jahr wieder auf die K11 gehüpft, ohne auf den dort herrschenden Verkehr zu achten. Gut also, dass der Nabu kurz vor Bad Eilsen einen Amphibien-Fangzaun aufgestellt hatte, der 170 Erdkröten verlässlich abfing und in Eimer lotste. Die Aktion lief über einen Zeitraum von fünf Wochen – die Eimer wurden täglich kontrolliert. Unterm Strich seien 194 Kröten eingesammelt worden, rechnete Hielscher vor: „Also eine leichte Zunahme.“ Der Lebensraum zwischen Straße und Teich wird übrigens von vielen Amphibien genutzt: Das führe auch zu einem „ganzjährigen Straßenwechsel“, der „viele Opfer“ fordere.

Fünf junge Turmfalken beringt

Eine weitere Tierart, die der Nabu im Fokus hat, sind Turm- und Wanderfalken, die vielerorts aus der Landschaft verdrängt werden. Dank eines Falkenkastens in der Vehlener Kirche gibt es zumindest dort wieder reichlich Nachwuchs. Gleich fünf junge Turmfalken konnten von Klaus Otten beringt werden, unterstützt wurde er dabei von Mitgliedern der Jugendgruppe.

Weniger gute Nachrichten gibt es vom Wanderfalkenkasten, der bei der Firma Ardagh eingerichtet worden ist. „Wir haben gesehen, dass sich der Wanderfalke aus Schaumburg zurückgezogen hat“, machte Hielscher deutlich. Ob das auf „menschliche Einwirkung“ zurückzuführen sei, wisse man nicht. „Es kann auch durchaus sein, dass er vom Uhu verdrängt worden ist“, gab Hielscher zu bedenken. Die aktuelle Entwicklung sei jedenfalls „sehr schade“.

Besser geht es offenbar der Fledermaus, die Christian Abel für den Nabu beobachtet. Wenn die Kröten wandern, fliegen auch die Fledermäuse, stellt Abel eine Faustregel auf. Er selbst und andere Experten dürfen die Tiere einmal jährlich mit einer Ausnahmegenehmigung kontrollieren. Im vergangenen Jahr sind die meisten der 35 Anlagen mit Fledermaus-Besatz kontrolliert worden – insgesamt gibt es sieben Arten. Unter anderem gibt es Fledermäuse an der Autobahnbrücke Todenmann und an einem Portaner Bergwerksstollen. Präsenz zeigen und mit Anliegern und Quartierbesitzern zu reden, sieht Abel als einen Teil seiner Aufgabe an.

30 Nistkästen mit dem Kindergarten gereinigt

Natürlich kümmert sich der Naturschutzbund nicht nur um Greifvögel und Fledermäuse. Unter anderem sind im Vorjahr Hochstämme auf der Obstbaumwiese im Stiftswald ausgelichtet und mehrere Jungbäume mit einem Erziehungsschnitt versehen worden. Gleiches galt für die zehn Obstbäume auf der Kirchwiese Vehlen. Zusammen mit den Kindern des Waldkindergartens „Uhlenbruch“ sind mehr als 30 Nistkästen am Sonnenbrink gereinigt worden.

Alte Handys werden weiterhin gesammelt. 2016 bekam der Nabu für 40 Stück rund 100 Euro für den guten Zweck. Eine Familie in Luhden bekam zwei Mehlschwalbennester für ihr Haus – bei erfolgreicher Brut soll die Familie mit einer Plakette ausgezeichnet werden. mig

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