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Was wird aus der Jugendarbeit?

Vertrag endet Was wird aus der Jugendarbeit?

Wie sieht es mit der weiteren Zukunft der Jugendarbeit in der Bergstadt aus, wenn der Vertrag von Susanne Veentjer am 31. Juli endet? Diese Frage bewegt und bedrückt derzeit den Jugendring Obernkirchen gleicherweise.

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„Hereinspaziert“: Erhard Vinke öffnet die Tür des Jugendzentrums für seine Nachfolgerin Susanne Veentjer. Für das Jugend-/Bürgerzentrum soll ein neues Konzept erarbeitet werden.

Quelle: tw/Archiv

Obernkirchen. Dort beim Jugendring hat die Sozial- und Medienpädagogin, die ab 1. August die Nachfolge von Erhard Vinke als Leiter des Jugendzentrums antritt, bislang eine halbe Stelle. Und um deren Erhalt wird nun gerungen – allem voran bei den Politikern im Ausschuss für Bürger und Bildung, die sich jetzt im Rathaus getroffen haben.

 „Wir würden uns freuen, wenn die halbe Stelle respektive der Zuschuss der Stadt erhalten bleibt“, wirbt Florian Burger-Freund. Der Geschäftsführer Jugendring und Sprecher weist das Gremium um dessen Chefin Beate Krantz darauf hin, dass es anderenfalls in der Jugendarbeit Unruhe geben werde, die dem Umfang und der Qualität der pädagogischen Arbeit enorm schade.

 Dass die Zusammenarbeit in der Vergangenheit „sehr gut“ war, stellt Bernd Watermann nicht in Abrede. „Aber“, so der Leiter des Fachbereichs Bürger, „die Stadt ist im Rahmen der vom Rat beschlossenen Haushaltskonsolidierung gehalten, 2,8 Vollzeitstellen einzusparen.“

 Schön und gut, aber „die derzeitige Arbeit lässt sich mit Honorarkräften nicht leisten“, sagt Burger-Freund. Allein die Arbeit an Obernkirchens Aushängeschild, dem Owoki-Ferienprogramm, koste Unmengen an Zeit. Gebraucht werde vielmehr eine kompetente Person in Gestalt eines Sozialpädagogen, Bachelors oder Erziehers. Dabei sei klar: Für weniger als die halbe Stelle, die Veentjer bislang noch bekleidet, werde sich am Markt aber kaum ein Bewerber finden.

 Immerhin: „In den aktuellen Etat sind die Gelder für den Personal- und Sachkostenzuschuss an den Jugendring in alter Höhe wieder eingestellt worden“, berichtet Kämmerer Andreas Jasper. „Daneben gibt es aber den Ratsbeschluss, bis Ende 2018 insgesamt 155000 Euro Personalkosten einzusparen.“ Jasper hatte sich erklärtermaßen schwer getan, Veentjer auf die Stelle Vinke zu setzen, denn: „Wir hatten im Zuge der Haushaltssicherung angedacht, diese Personalkosten einzusparen.“ Vorschlag des Kämmerers, der dem Jugendring entgegenkommen und zugleich Geld sparen will: ein Monatszuschuss von 1000 Euro für Personalkosten an den Zusammenschluss. Das wären im Jahr 12000 Euro, die „in etwa einer halben Stelle im Erzieherbereich“ entsprechen sollen.

 Vorschlag von Vinke: Den Status quo bei der Bezuschussung für das aktuelle Jahr noch so belassen, wie er ist. Genauer, ihn so lange belassen, bis Rat und Verwaltung klar ist, wie sich ein künftiges Bürger- und Familienzentrum an einem möglicherweise anderen Standort entwickeln soll. Denn auch für den Leiter des Jugendzentrums ist klar: „Wir haben allein in den jüngsten Osterferien 37 Kinder betreut, haben 1000 weitere, die am Owoki-Programm mit seinen um die 60 Angeboten teilnehmen – das alles ist mit einem Ehrenamtlichen überhaupt nicht zu wuppen.“ Vinkes Status-quo-Vorschlag spricht sowohl Burger-Freund als auch Watermann aus dem Herzen. Denn der Fachbereichsleiter hält es für schier unmöglich, für die Dauer von nur fünf Monaten einen sozial engagierten Ersatz für Veentjer zu finden. tw

 Vorläufiges Ende der Angelegenheit: Auf Antrag von Heinz Bruns (SPD) werden die Fraktionen zunächst intern über die Zukunft von Veentjers halber Stelle beim Jugendring beraten. Eine Lösung wird frühestens für den 8. Juni erwartet, wenn sich die Politiker des Krantz-Gremiums erneut treffen.

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