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Wenige Raser, einige Falschparker

Obernkirchen / Fußgängerzone Wenige Raser, einige Falschparker

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, und sie belegen, dass es in der seit Anfang des Jahres wieder geöffneten Fußgängerzone keine gravierenden Probleme mit Schnellfahrern gibt.

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So ganz zufrieden mit der Parksituation in der Friedrich-Ebert-Straße ist niemand.

Quelle: rnk

Obernkirchen. Obernkirchen (rnk). Dort wurde die Geschwindigkeit sowohl offen als auch verdeckt gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass 85 Prozent aller Fahrer weniger als 20 Stundenkilometer durch die Friedrich-Ebert-Straße fahren, in beide Richtungen übrigens. 15 Stundenkilometer fahren noch gut 50 Prozent, auch dies gilt für beide Richtungen, die maximalen Werte lagen bei 49 und 54 Stundenkilometern.

 Natürlich, so erklärte Bürgermeister Oliver Schäfer (SPD) bei der Vorstellung der Zahlen beim Ortstermin des Fachausschusses, gebe es am Fahrverhalten insgesamt einiges zu verbessern. Wie viele der Autofahrer die eigentlich vorgeschriebenen sechs Stundenkilometer, die in der Fußgängerzone gefahren werden, auch tatsächlich einhielten, konnte mit dem vorhandenen Messgerät nicht gemessen werden, erklärte Schäfer.

 Eine verdeckte Messung wurde auch im Marktplatzbereich durchgeführt, die dabei ermittelten Werte liegen über denen der Fußgängerzone. Dort wird also schneller gefahren – oder, wie es Schäfer formulierte: „Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird nicht so respektiert.“ Schäfer führte allerdings auch die tägliche Realität ins Feld: Wer sich an die Vorschriften halte, wer also wirklich mit Schrittgeschwindigkeit durch die Fußgängerzone fahre, müsse oftmals miterleben, wie sich der nachfolgende Wagen dem eigenen „bedrohlich“ nähere.

 Irritationen gibt es dagegen hin und wieder bei der Frage, wer wo Vorfahrt habe. Dabei sei es eigentlich ganz einfach: Wer von einem gepflasterten Bereich wie in der Fußgängerzone auf eine Teerstraße komme, habe natürlich keine Vorfahrt, sondern müsse warten, verwies Schäfer auf die Einmündung auf die Neumarktstraße. Als er allerdings wissen wollte, ob die Fußgängerzonenfahrer gegenüber Autofahrern aus der Kurzen Straße vorfahrtsberechtigt sind oder nicht, mussten die Ausschussmitglieder passen. Klare Antwort: Die Autofahrer aus der Kurzen Straße haben Vorfahrt.

 Es passte sich gut, das beim Ortstermin auch beobachtet werden konnte, wie geparkt wird. Erlaubt sind drei Minuten, direkt neben Schäfer parkte ein Kleinwagen, der bestimmt 20 Minuten dort stand – außerhalb der gekennzeichneten Flächen. Das fällige Ticket wird den Autobesitzer um zehn Euro ärmer machen.

 Gewünscht werden in der Fußgängerzone weitere Parkflächen. Und zwar vor den Häusern 11 und 13 sowie in der anderen Richtung, zum Marktplatz hin, vor dem Haus Nummer 30. Der Ausschuss wird sich demnächst damit befassen.

 Auf ein weiteres Problem wies Schäfer hin: Bislang ist die Öffnung der Friedrich-Ebert-Straße eine Testphase, die bis maximal Ende des Jahres läuft. Sollte sich der Rat dafür entscheiden, die Fußgängerzone permanent zu öffnen, dann muss die Sondernutzungsregelung neu geordnet werden. Soll heißen: In einem verkehrsberuhigten Bereich darf es keine Bürgersteige geben. Sie gibt es auch in der Friedrich-Ebert-Straße nicht, aber damit darf überall gefahren werden: nicht nur in der Fahrbahnmitte, sondern theoretisch auch in den rot gepflasterten Seitenbereich, wo jetzt Stühle oder Werbeschilder der anliegenden Geschäfte stehen.

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