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Wenn Reiter und Pferd ihre eigene Sprache entwickeln

Fairer Umgang Wenn Reiter und Pferd ihre eigene Sprache entwickeln

Um die Beziehung zwischen Mensch und Pferd ist es bei einem zweitägigen „Horsemanship“-Seminar gegangen, das der Obernkirchener Björn König organisiert hat. Ort des Geschehens war der in Röhrkasten gelegene Reiterhof des Landwirtes Heinrich Struckmeier. Geleitet wurde der Workshop von dem Texaner Arien Aguilar, der – so der Veranstalter – „einer der renommiertesten Nachwuchspferdetrainer“ ist und für einen natürlichen Umgang mit Pferden eintritt.

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Wenn man es als Reiter richtig anstellt, lernt das Pferd, am Lernen Spaß zu haben, sagt Arien Aguilar. 

Quelle: wk

Röhrkasten. Das Ziel sei, dass das Pferd „freiwillig mitarbeitet“ und nicht mit Zwang dazu gebracht wird, das zu machen, was der Reiter verlangt, erklärte König, der selbst lizenzierter Trainer für Westernreiten ist. Dabei gehe es darum, dass das Tier lernt, auf kleinste Feinheiten der sogenannten „Hilfen“, die ihm der Reiter gibt, richtig zu reagieren. „Denn mit Gefühl geht es auch.“

Entscheidend sei die Art, wie Mensch und Pferd zusammenarbeiten, führte Aguilar weiter aus. Da aber beides individuelle Lebewesen mit einer eigenen Persönlichkeit seien, gebe es keine universellen Regeln, nach denen man einfach vorgehen müsse, um Erfolg zu haben. Vielmehr gehe es darum, dass jeder Reiter seinen eigenen Stil im Umgang mit dem Pferd finde, der auch von dem Tier angenommen werde. Und um da hinzukommen, müsse man eben ausprobieren, welche Methoden bei dem jeweiligen Mensch-Pferd-Duo funktionieren und welche nicht. Oder anders formuliert: Der Reiter und dessen Pferd müssten „ihre eigene Sprache“ entwickeln, mittels der sie miteinander kommunizieren und ihre Beziehung intensivieren, sagte Aguilar.

Hierfür müssen sie lernen, voneinander zu lernen. Allein mit Belohnungen zu arbeiten reiche erfahrungsgemäß indes nicht aus, weshalb man durchaus einen gewissen „Druck“ ausüben dürfe. Dies jedoch nur insoweit, als dass das Verhalten gegenüber dem Tier immer „fair“ sein muss. Im Klartext: „Keine Gewalt!“

Der Homepage von Aguilar ist zu entnehmen, dass er derartige Kurse außer in den USA und in Deutschland auch in Frankreich, Mexiko, den Niederlanden, Spanien, der Schweiz und Österreich gibt. Zudem arbeitet er an seinem „Diplom in Pferdewissenschaften“. Mit Blick auf die Zukunft will er sich auf die Verhaltensforschung spezialisieren. wk

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