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Wer liefert in Zukunft das Wasser?

Konzessionsvergabe im kommenden Jahr Wer liefert in Zukunft das Wasser?

Wer soll den Bergstädtern das Trinkwasser für die nächsten 20 Jahre liefern? Diese Frage beschäftigt ab sofort und für die Dauer der nächsten sieben bis acht Monate ihre Bürgervertreter.

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Bislang sorgen die Stadtwerke Schaumburg-Lippe dafür, dass es im Wasserglas sprudelt. Der Energieversorger will sich erneut um die Obernkirchener Konzession bewerben.

Quelle: pr.

Obernkirchen. Denn: Der Konzessionsvertrag mit den Stadtwerken Schaumburg-Lippe, 1996 unterzeichnet, läuft nach zwei Jahrzehnten am 18. September 2016 aus. Jetzt soll die Wasserkonzession neu ausgeschrieben werden. „Das erhöht die Chancen, dass Obernkirchen am Ende einen wettbewerbsfähigen und kommunalfreundlichen Kontrakt abschließen kann“, ist Rathauschef Oliver Schäfer überzeugt.

 „Ein Bieter steht bereits fest: es sind die Stadtwerke Schaumburg-Lippe und damit der alte Konzessionär, der in den zurückliegenden Jahren einen guten Job gemacht hat“, berichtet Danyel ter Vehn im Finanzausschuss. Der Diplom-Volkswirt ist Berater und Projektleiter der Firma WRG Solutions. Die Gütersloher sind seit 35 Jahren am Markt, beschäftigten an vier Standorten zusammen etwa 100 Mitarbeiter und begleiten die Vergabeverfahren in acht Schaumburger Kommunen – auch in Obernkirchen. Ter Vehn hatte die Bergstadt bereits vor zwei Jahren bei der Vergabe der Strom- und Gas-Konzessionen beraten. Eine direkte Vergabe der Wasserkonzessionen, wie in der Bergstadt vor 20 Jahren noch an die Stadtwerke Obernkirchen GmbH möglich, geht unter den strengen Augen Brüssels also heute nicht mehr.

 Die Befürchtung, die den Christdemokraten Horst Sassenberg umtreibt – „Was ist, wenn sich niemand um die Obernkirchener Konzession bewirbt?“ – ist dank der Interessenbekundung der Stadtwerke Schaumburg-Lippe vom Tisch. „Selbst wenn es am Ende das einzige Angebot bleiben sollte, wäre es zulässig“, entgegnet ter Vehn Sassenbergs Fraktionskollegen Andreas Hofmann auf eine entsprechende Frage.

 Dass es tatsächlich das Einzige bleibt, ist nicht unwahrscheinlich, denn: „Das Interesse an den Wassernetzen ist im Allgemeinen deutlich geringer als dasjenige an den Strom- und Gasnetzen“, weiß der Diplom-Volkswirt aus Erfahrung – zumal ein Konzessionär auch die Brunnen mit übernehmen müsste. Eben so war es erst im Frühjahr dieses Jahres in Rinteln geschehen, wo die Stadtwerke bei der Neuvergabe der Wasserkonzession die einzigen Bieter blieben – und so den Zuschlag bekamen.

 Der Berater ist davon überzeugt, dass die Bergstadt bei der Neuvergabe nur gewinnen kann: „Ich rechne fest mit einem verbesserten Angebot, ganz sicher aber mit keinem schlechteren.“

 Das Vergabeverfahren beginnt offiziell am 14. Oktober mit einer Bekanntmachung im Bundesanzeiger und/oder der Tageszeitung, in welcher die Stadt öffentlich ihre Absicht erklärt, die Konzession auszuschreiben. „Jeder“, sagt ter Vehn, „kann sich daraufhin darum bewerben.“ Die Bewerbungsfrist läuft bis 14. Dezember. Potenzielle Bieter bekommen in diesem Zeitraum eine Eingangsbestätigung.

 Einen Tag nach Ende der Bewerbungsfrist werden die Bieter am 15. Dezember aufgefordert, verbindliche Angebote abzugeben; mit dem entsprechenden Brief bekommen sie eine sogenannte Bewertungsmatrix übersandt, welche der Verwaltungsausschuss bereits am 2. Dezember beschlossen haben wird; dabei handelt es sich um eine Liste von Kriterien, die ein Bieter nach dem Willen der Politiker für einen Zuschlag erfüllen muss. Sie legen darin fest, was ihnen wichtig ist.

 „Zwischen dem 15. und 30. März 2016 werden wir die eingegangenen Angebote auswerten“, so ter Vehn. Zwischen dem 16. und 30. April 2016 will WRG Solutions die Ergebnisse im Stadtrat vorstellen; der soll dann einen Beschluss über die Vergabe fassen. Die Nacharbeiten ziehen sich mit der Information der Kommunalaufsicht (Landkreis Schaumburg) und der Prüfung des Vertragswerkes durch die Juristen dann nochmals einen Monat hin. Etwa am 30. Mai soll es feierlich unterzeichnet werden. tw

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