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Obernkirchen Stadt Wettbewerb im Sonnenbrinkbad
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Wettbewerb im Sonnenbrinkbad
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20:11 29.04.2018
25. Auflage, super Wetter, sportlicher Wettkampf: Der „Barbarossa-Swim-Cup“ hat sich als ein Erfolg erwiesen. Quelle: jp
OBERNKIRCHEN.

Zwar erlebte der Traditions-Wettkampf der Schwimm- und Sportfreunde Obernkirchen (SSFO) ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr in Sachen Teilnehmerzahlen mit gerade einmal acht Vereinen und rund 100 Aktiven einen historischen Tiefststand, das wirkte sich jedoch nicht auf die Stimmung bei Sportlern, Betreuern, Organisatoren und Zuschauern aus – ganz im Gegenteil.

„Wir hatten einen richtig tollen Wettkampf, der allen Beteiligten nicht nur durch das optimale Wetter mächtig Spaß gemacht hat“, befand SSFO-Chef Toralf Kirsten, der wie in den vergangenen Jahren während der vier Wettkampfabschnitte als Stadionsprecher agierte. „Und aufgrund der Teilnehmerzahlen ging es für uns als Organisatoren diesmal auch recht entspannt zu.“ Das sah auch SSFO-Schwimmwart Marcus Reineke so: „Die Teilnehmerzahl hat dem Wettkampf nicht geschadet.“

Zum Vergleich: Vor genau zehn Jahren hatten noch 413 Aktive aus 16 Vereinen um Platzierungen und Pokale gerungen. Vor allem zwei Gründe dürften dazu geführt haben, dass sich die Zahl der Aktiven beim diesjährigen „Barbarossa Swim Cup“ gegenüber 2017 glatt halbierte. Zum einen fanden zeitgleich im Stadionbad Hannover die Meisterschaften des Norddeutschen Schwimmverbandes statt, zu dem die allermeisten norddeutschen Vereine ihre Leistungsträger entsandten.

Zum zweiten dürfte auch der sehr frühe Termin in diesem Jahr den einen oder anderen Trainer und Betreuer davon abgehalten haben, seine Schützlinge angesichts der zu dieser Jahreszeit schwer einzuschätzenden Witterungs- und Temperaturverhältnisse ins Wasser zu schicken. Zu groß ist das Risiko einer Erkältung und daraus folgend eines möglicherweise längeren Wettkampfausfalls.

Wer hätte aber auch ahnen können, dass das Wetter ausgerechnet bei einem „Barbarossa Swim Cup“ Ende April derart mitspielen und die Schwimmer auf den Bahnen des Sonnenbrinkbades den ganzen Tag mit Sonne und milden Temperaturen versorgen würde. Nicht wenige werden sich noch mit vernehmlichem Gruseln an Jahre wie beispielsweise 2010 erinnern, als der „Swim Cup“ zu einem deutlich späteren Termin im Mai stattfand und Schwimmer wie Zuschauer am Beckenrand vor Kälte bibbern ließ.

Die Überschneidung mit den Norddeutschen Meisterschaften habe sich terminlich nicht vermeiden lassen, bedauerten Kirsten und Reineke. Grund: Im Mai ballen sich in diesem Jahr die Wochenenden mit Feiertagen wie Himmelfahrt oder Pfingsten, und in den Juni habe man nicht gehen können, um wiederum nicht mit den Terminen anderer Wettkämpfe sowie den bereits Ende Juni beginnenden Schulferien in Niedersachsen zu kollidieren.

In dem erfolgreich absolvierten „Barbarossa Swim Cup“ – erstmalig auch außerhalb der offiziellen Saison im Obernkirchener Sonnenbrinkbad – sieht Kirsten auch ein dickes Ausrufezeichen für den Fortbestand des Freibades in der Bergstadt. Gerade nach den Diskussionen und den Turbulenzen um die Genossenschaft seien jetzt alle Beteiligte froh darüber, dass das Bad in diesem Jahr wieder öffne. „Dazu haben alle Beteiligten, Badegäste genauso wie Vereine und ehrenamtliche Helfer, enorm viel beigetragen.“

Die Saisoneröffnung 2018 gebe Ansporn, auch in Zukunft alles für einen Fortbestand des für den Sport ebenso wie für die Naherholung so wichtigen Freibades zu tun. jp