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Winterschmaus im Café International

Integration Winterschmaus im Café International

Völkerverständigung geht durch den Magen“, sagt Eva Felka mit einem Lächeln. Die 60-Jährige hat ein „Winteressen“ organisiert. Und zwar für Flüchtlinge aus Obernkirchen.  Sie standen in der Küche der „Roten Schule“ und kochten, natürlich landestypische Gerichte aus ihrer Heimat.

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Eftakhar Rahimi schneidet in der Küche der „Roten Schule" gekochte Eier auf, die in einem Teigmantel gebacken worden sind.

Quelle: pr

OBERNKIRCHEN. Völkerverständigung geht durch den Magen“, sagt Eva Felka mit einem Lächeln. Die 60-Jährige hat ein „Winteressen“ organisiert. Flüchtlinge aus Obernkirchen stehen in der Küche der „Roten Schule“ und kochen, und zwar landestypische Gerichte aus ihrer Heimat. Die Idee dazu gab es schon lange – sie ist in einem besonderen Café entstanden. „Das Café International dient als Anlaufpunkt für Flüchtlinge, als Ergänzung zu den öffentlichen Stellen“, erklärt Felka.

Einmal im Monat würde man sich in der „Roten Schule“ bei Kaffee und Kuchen treffen, und die Flüchtlinge würden ihre Probleme und Nöte den Helfern schildern. „Es ist zu einer Plattform geworden, wo Hilfsdienste angeboten werden und Kontakte entstehen“, sagt Felka. Das Café International würde „sehr gut“ angenommen. „Als Dankeschön für die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer kochen die Flüchtlinge oft für uns“, sagt Felka.

Das Essen sei bei allen Helfern sehr gut angekommen, es hätte einfach gut geschmeckt, so Felka. Daraus sei dann die Idee entstanden, das „Winteressen“ zu veranstalten. „Ich habe dann alles organisiert – das ist ja schließlich auch mein Beruf.“ Felka, die Pädagogin beim „Projekt Husky“ ist, besorgte die Lebensmittel für das besondere Treffen. „Alle Helfer, die bei ‚Husky’ mitmachen, haben Geld für die Lebensmittel gespendet“, erzählt Felka.

Das Fest habe sich schnell unter den Flüchtlingen herumgesprochen. „Wir in Obernkirchen kennen uns alle, außerdem haben wir Flyer verteilt“, sagt die 60-Jährige. Die Resonanz war groß: Syrer, Afghanen, Afrikaner und Jesiden haben sich bei Felka angemeldet. Rund 100 Flüchtlinge kamen. „Die Frauen legten sofort in der Küche los und bereiteten das Essen vor. Wir Deutsche konnten von ihren Kochkünsten lernen und haben ihnen über die Schultern geschaut.“ Anschließend war das Essen schnell verspeist. Viele Rezepte sind Felka in Erinnerung geblieben. Eines ganz besonders: „Die Frauen haben verschiedene Sorten Reis zubereitet und darauf Rosinen und Möhren gegeben – das schmeckt echt lecker. Das würden wir in Deutschland so nie kombinieren“, sagt sie fasziniert.

Alle hätten viel Spaß gehabt. Doch wie verständigt man sich bei so vielen unterschiedlichen Kulturen? „Auf Deutsch“, antwortet Felka. „Viele Flüchtlinge haben Deutsch-Kurse besucht und sprechen unsere Sprache gut. Der Rest funktioniert mit Händen und Füßen.“ Jugendliche Afghanen hätten Musik aus ihrer Heimat gespielt und dazu getanzt. „Die Stimmung war super.“ Den Raum hatten Felka und ihr Team weihnachtlich hergerichtet.

Lichterketten und Tannenzweige schmückten den sonst eher kargen, grauen Raum in der „Roten Schule“. „Das kam sehr gut an bei den Flüchtlingen. Gerade, weil das Zimmer dadurch in einem anderen Licht erstrahlte“, sagt Felka. Auch wenn es in den allermeisten Religionen der Zuwanderer kein Weihnachtsfest gibt, bastelten die Kinder Weihnachtssterne aus Papier. Das „Winteressen“ sei so gut angenommen worden, dass man es im nächsten Jahr fortführen will.

Dann aber wohl nicht in der Vorweihnachtszeit: „Solange will ich nicht warten, das Essen ist nämlich sehr lecker“, freut sich Felka. „Vielleicht kombinieren wir das Kochen mit dem Café International, das regelmäßig stattfindet“, meint sie.leo

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