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„Wir laufen übers Eis“

Obernkirchener Eiswette steigt am 1. Februar „Wir laufen übers Eis“

„Wir laufen übers Eis“, verspricht Andreas Pröpper und lächelt sybillinisch. Wie der Organisationsleiter des Sonnenbrinkbades das Kunststück bei aktuell fünf Grad über null anstellen will, das bleibt – noch – sein Geheimnis. Gelüftet wird es vor aller Augen bei der 15. Eiswette am kommenden Sonntag, 1. Februar, ab 14 Uhr. Der Countdown läuft.

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Er hat alles gegeben: Doch auch Bürgermeister Oliver Schäfer erlitt bei der Eiswette 2014 Schiffbruch.

Quelle: pr.

Obernkirchen. Verraten wird bis dahin noch nicht all zu viel, aber: „Es wird zwei Zweier- oder Dreierteams aus Prominenten geben, die das Becken des Bades im Wettlauf queren müssen“, so Pröpper. Dabei gilt es, dem Publikum am Rand einen Staffelstab zu überreichen; dieser muss dann schnellstmöglich von Hand zu Hand weiter gegeben werden – bis er das Becken umrundet hat. Dann bekommt der nächste Starter den Stab und versucht sein Glück. Wer die besagten Promis sind? Der Organisationsleiter legt den Zeigefinger an die gespitzten Lippen: Aha, auch das ist noch geheim, denn: Offiziell vorgestellt werden die Eisläufer erst am Sonntag gegen 15 Uhr.

 Der Förderverein und die Genossenschaft Sonnenbrinkbad haben wieder gewettet, dass das Eis im Freibad Obernkirchen so dick ist, dass man darauf von einer Seite zur anderen gehen kann. Brechen die Promis ein, wird anschließend eine Tombola gestartet, bei der 100 Sachpreise unter den Inhabern der zuvor verkauften Lose vergeben werden – Pech für die Organisatoren. Hält das Eis, werden die Preise laut Reglement zugunsten des Fördervereins verkauft – wobei, das sei verraten, es in solchen Fällen bislang stets so war, dass die Tombola trotzdem stattfand.

 Doch die kurz danach um etwa 15.15 Uhr startende und rund 15 Minuten dauernde Eiswette ist zwar der Höhepunkt, aber nur eines von vielen Glanzlichtern des Events. „Im Anschluss an die Wette wird Markus Reinecke von den Schwimm- und Sportfreunden Obernkirchen (SSFO) ins Eiswasser gehen – und ohne Neoprenanzug unter Wettkampfbedingungen 1000 Meter im Becken zurücklegen“, verrät Pröpper. Bei einer Wassertemperatur von aktuell nur plus einem Grad Celsius sind 20 Minuten im kühlen Nass alles andere als ein Kinderspiel. Ein Sicherheitsteam mit Rettungstauchern hält sich denn auch für den Fall der Fälle am Beckenrand bereit.

 Sobald Reinecke aus dem Wasser ist, steigt zwischen 16 Uhr und 16.15 Uhr die Verlosung im Rahmen der Tombola. „Der erste Hauptpreis ist eine Reise mit der Firma Mühlmeister im Wert von 400 Euro“, sagt Robert Rammelsberg. Der Chef des Fördervereins Sonnenbrinkbad: „Sponsern werde ihn neben dem Obernkirchener Omnibusbetrieb die Sparkasse, die Volksbank, der Verein für Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing.“ Eben dieses Quintett bestückt die Tombola auch mit dem zweiten Hauptpreis – einem modernen Flachbild-Fernseher. Dritter Hauptpreis im Bunde ist ein Warengutschein von Möbel Holtmann über 120 Euro.

 „Bei den zehn Hauptpreisen herrscht Anwesenheitspflicht“, betont Rammelsberg. Heißt umgekehrt: Wer geht, bevor seine Nummer gezogen wird, geht leer aus. Bei den geschätzt 90 Restpreisen ist das anders: „Wir veröffentlichen die Gewinnernummern am nächsten Tag auf der Homepage des Bades“, so der Fördervereinschef. Die Preise können dann im Laufe der Woche zwischen 9 und 12 Uhr am Sonnenbrink abgeholt werden.

 Ansonsten wird am Beckenrand – fast – alles so wie in den Vorjahren sein. Ausnahme: „Die SSFO werden den Besuchern erstmals auch Hotdogs anbieten“, berichtet Pröpper. Daneben gibt es Bratwurst mit Pommes frites, Kaffee und Kuchen. Gastronom Thomas Hose hält außerdem eine Überraschungssuppe bereit, die von den Ehrenamtlichen des Fördervereins verkauft wird. Glühwein und Kaltgetränke komplettieren das Angebot. Nicht zu vergessen: „Der Markant-Markt Nah & frisch Schauenstein füllt 65 Eimer mit Obst, darunter allein 130 Kilogramm Äpfel“, freut sich Rammelsberg. Wie in den Vorjahren werden diese Vitaminbomben während der Eiswette für fünf Euro der Eimer abgegeben.

 Zur Erinnerung: Bei der Eiswette 2014 – Motto: „Wir surfen bei jedem Wetter“ – waren Bürgermeister Oliver Schäfer, Joachim Gotthardt (Wirtschaftsförderverein) und Andreas Pröpper (Sonnenbrinkbad) gemeinsam gegen die „kleine Koalition“ alias Landrat Jörg Farr (SPD), Karsten Becker (SPD-Landtagsabgeordneter) und Maik Beermann (CDU-Bundestagsabgeordneter) angetreten. Die Aufgabe: Jeweils ein Mann pro Team wurde auf einem Surfbrett an einem langen Seil über das Eis gezogen. Unterwegs mussten die „Surfer“ Wäsche von einer über das Becken gespannten Leine abnehmen. Am anderen Ufer angekommen, wechselten die Besatzung und der jeweils neue Surfer ließ sich übers Eis zum Ausgangspunkt (Ziel) ziehen.

 Schäfer, der als Erster ins Rennen ging und gegen Beermann antrat, erwischte offensichtlich eine besonders dünne Stelle im Eis – und brach ein. Becker und Gotthardt ereilte mit ihren Brettern kurz darauf dasselbe Schicksal; Ersterer ging im Ziel sogar noch ein zweites Mal baden.  tw

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