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Wirtschaftlich wieder gesund

MTV Obernkirchen mit positiver Entwicklung Wirtschaftlich wieder gesund

Auch in den Vereinen geht der Weg nicht immer geradeaus. Ein Beispiel dafür ist der MTV Obernkirchen, der einst fast 1000 Mitglieder hatte – heute ist es nur noch knapp die Hälfte. Es gibt Entwicklungen, die ein Vorstand beeinflussen kann, aber längst nicht alle.

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Kurt Otto

Quelle: sig

Obernkirchen. Im vergangenen Jahr hatte sich kurzfristig die Sparte Fußball (FC Juventus) vom MTV getrennt. Zum Jahresende folgte die Judo-Abteilung mit rund 100 Mitgliedern. Im Zusammenhang mit dem Rücktritt des stellvertretenden Vorsitzenden Marc Schöne, der die Sparte Streetdance leitete, verließen weitere 38 Mitglieder den Verein.

 Nach dieser Vielzahl von Tiefschlägen hatte der neue Vorstand alle Hände voll zu tun, das Vereinsschiff wieder auf richtigen Kurs zu bringen. In dieser Situation war es wichtig, mit Kurt Otto einen kompetenten Fahrensmann an der Spitze zu haben. Er hatte den Verein schon zu einem früheren Zeitpunkt einmal eineinhalb Jahrzehnte geführt. Außerdem leitete er längere Zeit auch den Turnkreis Schaumburg.

 Nach seinem erneuten Amtsantritt warteten auf ihn und seine Vorstandskollegen Berge von Arbeit. Da gab es Dinge aufzuräumen, die noch in die Phase des 150-jährigen Bestehens zurückreichten. Erfreulich war, dass eine auf die vergangenen vier Jahre bezogene Überprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung keine Beanstandungen ergab.

 Eine positive Erfahrung war das Freiwillige Soziale Jahr von Lena Dinkla. Für diese Maßnahme gab es eine Zeit- und Kostenkooperation mit dem Obernkirchener Jugendring. Dinkla war unter anderem in der Volleyball-AG der IGS in der Bergstadt tätig.

 Der neue Vorstand fuhr einen strikten Konsolidierungskurs, um auch die finanzielle Lage in den Griff zu bekommen. Dazu gehörte die Rückgabe nicht mehr genutzter Hallenzeiten an die Stadt. Damit konnten die zuvor bei 6800 Euro liegenden Gebühren spürbar gesenkt werden. Karteileichen und nicht zahlungswillige Mitglieder wurden aus der Liste gestrichen, sodass man für sie auch keine Verbandsabgaben mehr leisten musste.

 „Das vergangene Jahr war für den Vorstand eine unerwartet große Herausforderung“, erklärte der Vorsitzende bei der gut besuchten Hauptversammlung im „Lindenhof“. Dank dieses Einsatzes habe man die Handlungsfähigkeit für fachliche und auch überfachliche Investitionen deutlich verbessert. Mit großem Engagement habe das neue Führungsteam den Fortbestand des einst größten Vereins der Bergstadt gesichert. Bei dieser Aktion seien rund 800 ehrenamtlich geleistete Stunden zusammengekommen, versicherte Otto.

 Die Zahl der Mitglieder ist im Vorjahr um 200 auf derzeit 450 gesunken, aber der MTV ist jetzt wirtschaftlich wieder gesund und auch organisatorisch auf einem guten Weg. Wichtig ist natürlich die weitere Entwicklung der Handballabteilung, die um den Klassenerhalt kämpft.

 Leben herrscht aber auch in zahlreichen anderen Sparten. Besonders erfreulich ist der Zulauf beim Kinderturnen. Ein absolutes Aushängeschild ist derzeit die Tanzgruppe „2nd Origin“, die im Vorjahr in Heidelberg Deutscher Meister im Hip-Hop wurde. Dieses Team wurde jetzt vom MTV-Vorstand in Abwesenheit zur „Mannschaft des Jahres“ gekürt. Sie trat an diesem Abend bei der „Nacht des Schaumburger Sports“ in Bückeburg auf.

 Es gab noch eine weitere Entscheidung, bei der die betroffene Person nicht anwesend war, zuvor aber ihre Zustimmung schriftlich gegeben hatte. Das war die einstimmige Wahl von Claudia Edler zur stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins. Damit hat der Vorstand jetzt wieder eine Frau in seinen Reihen.

 Die Mitgliederversammlung vermittelte den Eindruck, dass es beim MTV nach einer zwischenzeitlichen Zäsur wieder aufwärts geht. Für das laufende Jahr ist noch eine Reihe spartenübergreifender Aktivitäten geplant. Dazu gehört die Teilnahme am Barbarossafest der Bergstadt. Außerdem sind Tagesfahrten zum Landesturnfest in Göttingen und zum „Feuerwerk der Turnkunst“ in Berlin oder Hannover geplant. Schließlich gibt es auch noch spezielle Angebote für den Nachwuchs wie zum Beispiel einen Zoobesuch. sig

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