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Wohnmobile: Stadt will jetzt Stellplätze ausweisen

Obernkirchen / Wohnmobile: Stadt will jetzt Stellplätze ausweisen

Es hat lange in der Schublade gelegen, jetzt wird wieder darüber diskutiert: Wo kann die Stadt Obernkirchen Stellplätze für Wohnmobile anbieten?

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Rinteln hat es schlau und vor gemacht: Einfach ein paar Plätze an der Weser ausweisen – und schon kommt der Wohnmobilfahrer. Und jedes Jahr werden es mehr.

Quelle: tol

Obernkirchen (rnk). Schon vor fünf Jahren hatte sich eine Arbeitsgruppe mit dieser Frage befasst, um damit die Attraktivität der Stadt zusteigern. Ein Jahr später waren drei mögliche Plätze gefunden: die städtische Grünfläche hinter der Polizei, der Ausweichparkplatz des Sonnenbrinkbades vor den Bahngleisen und die Grünfläche neben der Straße an der Liethhalle. Der Standort hinter der Polizei wurde später als der beste Platz gesehen, allerdings hätten die Kosten für eine ordentliche Platzherrichtung 40 000 Euro betragen – mindestens. Unter anderem wegen der zu investierenden Summen wurde die Pläne nicht mehr weiterverfolgt. Manfred Eßmann hatte als Vorsitzender im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt nun die weitere Behandlung des Themas eingefordert. Mittlerweile liegen wieder drei Vorschläge auf dem Tisch: Liethhallenbereich, der Parkplatz „Hinter dem Graben“ und die Grünanlage südlich des Parkplatzes „Hinter dem Graben“.

Die Vorteile einer Ausweisung von Stellplätzen liegen auf der Hand, befand die Verwaltung. Den Kommunen gelinge es so, zusätzliche Kunden für den lokalen Einzelhandel zu gewinnen, mancher Ort habe durch seine betonte Wohnmobilfreundlichkeit an touristischem Profil gewonnen. Aber mit dem Angebot würden auch die Ansprüche der Gäste wachsen. So reiche eine simple Parkfläche heute nicht mehr aus. Nur Anlagen, die in Lage und Ausstattung sowie hinsichtlich ihre Ver- und Entsorgungseinrichtung gewissen Standards genügen, würden auf Dauer zufriedene Gäste und ein zufriedenes Umfeld garantieren. Natürlich seien der Stadt Obernkirchen mit Blick auf die derzeitige Finanzierbarkeit eines optimal ausgestatteten Wohnmobilstellplatzes enge Grenzen gesetzt, aber: „So unterschiedlich wie die Reisemobilfahrer sind auch ihre Wünsche und Ansprüche an einen Platz.“ Daraus wäre zu folgern, meint die Verwaltung, dass es für Obernkirchen durchaus eine Möglichkeit gebe, einen Stellplatz einzurichten, aber nur in äußerst abgespeckter Form. Eine Kostendeckung sei für diese Maßnahmen nicht zu erwarten.

Während der Liethhallen-Stellplatz zunächst verworfen wurde, konnte der Ausschuss dem Bereich „Hinter dem Graben“ durchaus einiges abgewinnen: Zum Marktplatz, Stift, Sparkasse oder Bäcker wäre es eine Minute Gehzeit, zudem sei dort ein Stellplatz am schnellsten und günstigsten einzurichten.
Nur Thomas Stübke (Grüne) hielt am Liethhallen-Bereich fest: Man müsse doch nur ein Schild aufstellen, mehr nicht. Er erhielt Unterstützung von Volker Rethmeier, der im Ausschuss zu einem anderen Punkt vortragen wollte. Rethmeier argumentierte mit seiner 30-jährigen Praxis als Wohnmobilfahrer und Naturfreund: Wer mit dem Wohnmobil unterwegs sei, der wolle nur einen schönen Platz – und einen schöneren als oben auf der Lieth könne er sich kaum vorstellen, vor allem, wenn dort die Sonne untergehe. Damit hatte Stübke seinen Willen: Dort wird ein Platz ausgewiesen, zwei weitere soll es an der Brunnenanlage „Hinter dem Graben“ geben. Stübke hatte das letzte Wort. Es war eine Frage: „Was haben wir zu verlieren?“

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