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„Wumm, tschakatschaka, bumm“

Trommelworkshop im Trafohaus „Wumm, tschakatschaka, bumm“

Aus dem kleinen Trafohaus an der Stadtkirche dringen an diesem Abend merkwürdige Töne. „Wumm, tschakatschaka, bumm“ dröhnt es hinter der Tür hervor, dahinter: ein gut besuchter „Trommel-Workshop“, der im Rahmen der Reihe „Kreativ-Lust“ der Stadtbücherei stattfindet.

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„Wumm, tschakatschaka, bumm“: Die Trommelgruppe um Lehrer Wolfgang Schimke (3.v.l.) lernt im Trafohaus am Kirchplatz zwei Grundschläge.

Quelle: mig

Obernkirchen. Zwölf Teilnehmer haben sich eingefunden, um die altehrwürdige Kunst des Trommelns zu lernen. Ihr Lehrer ist Wolfgang Schimke, der vor 25 Jahren damit begonnen hat, Congas, Kpanlogos, Cajon undr Bongos zu bauen. Schimke gibt Kurse für Erwachsene, aber auch für Kinder, die dann ganz einfache Bongos aus Holz und in Kastenform bauen.

„Es macht mir einfach Freude mein Wissen weiterzugeben“, sagt der Ex-Oberstudienrat. Trommeln fördere die Konzentration, das Verständnis für Mathematik und die Kommunikation; man müsse sich mit dem Partner verständigen und auf dessen Rhythmus achten.

Schimke brachte den Teilnehmern zunächst ihr neues Instrument näher. Er erzählte, dass die Conga aus Afrika stammt, die Bongo dagegen aus Kuba. Die kleinere (Bongo-)Trommel werde übrigens „macho“ (spanisch Männchen) genannt, die größere „hembra“ (Weibchen).

Die ersten Praxisversuche machten die Trommler indem sie „Regen“, „Blitz“ und „Donner“ nachahmten. Das reichte vom leisen Fingerklopfen bis hin zum lauten Handschlag. Ziel sei es, die „Sprache der Trommel“ zu erkennen und zu lernen, bemerkte Schimke. Dabei sei es entscheidend, dass man aufmerksam bliebe und auf die anderen Spieler achte.

Lustig wurde es bei der zweiten Übung. Ein Teilnehmer ließ einen Fußball zu Boden plumpsen – in wechselndem Tempo. Diesen Rhythmus musste die Gruppe aufnehmen und auf die Trommel übertragen. Mit Begeisterung dabei war Jonas, der viel Freude an der Kpanlogo, einer ghanaischen Fasstrommel, hatte.

Jonas lernte, dass schon die Ausführung des Schlages den Ton verändern kann. Wird das Fell mit der vollen Hand in der Mitte getroffen, hat man einen Bass-Schlag – dagegen klingt ein Schlag am Rand der Trommel viel heller. „Das sind aber nur Grundschläge“, so Schimke. Ein echter Künstler kann die Trommel in unzähligen Variationen zum Klingen bringen. mig

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