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Wunderwerke der Technik

Alte Uhren und Möbel Wunderwerke der Technik

Erhard Köpke hat seine Liebe und Leidenschaft für alte Uhren erst spät entdeckt. Es war ein Arbeitsunfall, der ihn vor fast einem Vierteljahrhundert zum beruflichen Umdenken zwang. Er ließ sich zum Zeitmesstechniker ausbilden, führte zwei Antiquitätengeschäfte und verkauft heute mit seiner Frau Ute in Gelldorf alte Uhren und historische Möbel.

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Ute und Erhard Köpke haben sich alten Uhren verschrieben. Eine kleine Auswahl ihrer Sammlung ist in der Sparkasse in Obernkirchen anzuschauen.

Quelle: rnk

Obernkirchen. Bei der Beschäftigung mit den Uhren, diesen schönen alten Wunderwerken der Technik, hat er schnell eine Liebe zu Möbeln der entsprechenden Epochen entwickelt. 250 Uhren gibt es im Gelldorfer Geschäft zu sehen, eine kleine Auswahl steht jetzt in der Sparkasse Obernkirchen, wo ihnen die inzwischen 76. Ausstellung gewidmet ist. Es sind Uhren aus den Jahren 1850 bis 1920. „Die antiken Möbel“, erklärt Filialleiter Joachim Gotthardt, „haben wir einfach dazugestellt.“

Deutlich mehr als die Geschichte und Herkunft der Uhren interessiert sich Erhard Köpke für die Technik im Inneren. Jedes neu gekaufte Exemplar wird in seine Einzelteile zerlegt, um sie reinigen zu können. Hölzerne Gehäuse lässt er von einem Tischler aufarbeiten.

Preise auf niedrigem Niveau

„Reich werden kann man mit diesem Hobby nicht“, sagt Köpke. Ähnlich wie auf dem Antiquitätenmarkt bewegen sich die Preise für Uhren schon seit Jahren auf niedrigem Niveau, auch wenn Köpke bei den antiken Uhren auf ein Anziehen der Preise setzen würde. Er erklärt es am Beispiel einer Standuhr, Eiche hell, von 1920: Vor 20 Jahren habe man für diese Uhr in dieser Qualität durchaus 800 bis 1000 Mark verlangen können, heute liege der Preis zwischen 200 und 300 Euro.

Es stellt sich im Gespräch schnell heraus, dass es eher ein Hobby ist, das Köpke betreibt, denn seine eigenen Arbeitsstunden rechnet er nicht um. Und er scheut auch keine langen Wege. Regelmäßig geht es nach Belgien, wo die Zwischenhändler für die französischen Uhren sitzen, die man schnell erkennen kann: Sie sind in aller Regel deutlich verzierter als etwa Uhren aus Deutschland.

Ehrliche Antworten

Köpke ist Sammler und Käufer mit Anspruch. Er erwirbt nur Originale, doch muss man für diese selbst in defektem Zustand im Ankauf den einen oder anderen Euro mehr ausgeben. Und wer zum Ehepaar nach Gelldorf ins Geschäft kommt und seine historische Uhr reparieren lassen möchte, der bekommt eine ehrliche Antwort: „Manchmal lohnt sich eine Reparatur einfach nicht mehr.“

Gotthardt bedankte sich übrigens bei der Vernissage beim Ehepaar Köpke im Namen seiner Mitarbeiter: An allen Uhren wurde das Geläut ausgestellt. Die Ausstellung geht bis zum 30. Juni, sie kann während der Öffnungszeiten der Filiale besichtigt werden. rnk

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