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Wunschprojekte kommen voran

Obernkirchen Wunschprojekte kommen voran

Neues vom großen Städtebau-„Wunschzettel“ der Bergstadt: Nachdem das Amt für regionale Landentwicklung die Fördermittel bewilligt hat, mit denen die frühere Stadtkasse (Lange Straße 1) zur neuen Polizeistation umgebaut und das unter Denkmalschutz stehende Trafohaus auf dem Kirchplatz saniert werden soll, hat die Stadt nun bei der N-Bank beantragt, dass ihr die Gelder ausbezahlt werden.

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Die Stadt hat bei der N-Bank die Auszahlung der Fördermittel zur Ertüchtigung des Trafohauses beantragt.

Quelle: tw

Obernkirchen. „Die Planung für die Lange Straße 1 läuft bereits, diejenige für das Trafohaus kann jetzt beginnen“, freut sich Ingenieur Volker Wehmeyer. Die Gesamtkosten für die Polizei betragen 590.000 Euro, die für das Trafohaus 45.000 Euro. Obernkirchen müsste jeweils ein Drittel der Kosten tragen.

Neu ist: „Künftig gibt es keine Finanzierung von Einzelprojekten mehr, sondern eine Kulissenförderung“, berichtet Bürgermeister Oliver Schäfer. „Das bedeutet, dass das Land Niedersachsen Mittel bereitstellt, die dann auf die von uns angemeldeten Projekte verteilt werden können. Dadurch besteht auch für uns die Chance, dass wir kurzfristig auf sich verändernde Situationen reagieren können.“

Die zwei obigen Baumaßnahmen Lange Straße 1 und Trafohaus stehen auf einer Gemeinschaftsliste von Obernkirchener und Eilser Projekten, über deren Förderfähigkeit in Niedersachsens Sozialministerium im Rahmen des „Integrierten Entwicklungskonzepts“ im Frühjahr abschließend entschieden wird. „Beide Schaumburger Kommunen bilden zusammen die erste Gemeinschaft in Niedersachsen, die mit ihrer Liste fertig geworden ist“, lobt Wehmeyer.

Die Liste der Obernkirchener Wunschprojekte umfasst 17 Positionen. Nach den jüngsten Fingerzeigen aus dem Ministerium hat der Finanzausschuss unter Regie von Oliver Keller (SPD) bei seinem jüngsten Treffen Korrekturen daran vorgenommen.

Die Projekte Alte Beeker Schule und Ex-Aldi tauschen, wie bereits beschlossen, ihre Priorität auf der Wunschliste. Denn wichtiger als die Sanierung der Schule ist es den Bürgervertretern, den leer stehenden Discounter am Bornemannplatz zum Mehrzweckgebäude und Treffpunkt umzubauen. Die Stadt rechnet mit Gesamtkosten von 850.000 Euro.

Allerdings hat das Sozialministerium der Bergstadt mitgeteilt, dass die Behörde keine Chance sieht, den Anbau eines Außenaufzuges am Rathaus zu bezuschussen. Dieses Projekt – Kosten: 100.000 Euro – sollte es Gehbehinderten möglich machen, den Rathaussaal im zweiten Stock bei Vorträgen und Lesungen barrierefrei zu erreichen.

Als nicht förderfähig gelten zudem der Abriss der Obdachlosenunterkunft an der Stoevesandtstraße und ihr Ersatz durch einen Neubau sowie die Nachnutzung der Leerstände Amtsgericht und Post.

Obwohl dafür aus dem Städtebauprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ kein Geld zu erwarten ist, plädiert Wehmeyer dafür, Außenaufzug und die beiden Leerstände auf der Liste zu belassen – für den Fall, dass sich ein anderer Fördertopf auftut.

Damit umfasst die aktualisierte Liste, die beim Ministerium Aussicht auf Erfolg hat, jetzt folgende Projekte: die Lange Straße 1, das Trafohaus am Kirchplatz, den Aldi-Discounter sowie die Sanierung der Alten Beeker Schule, die Sanierung des Bahnhofsgebäudes, die Ausweitung des Rollatorenwegenetzes im Stadtzentrum, eine barrierefreie Erschließung des Sonnenbrinkbades, eine Energetische Sanierung und behindertengerechte Gestaltung des Zugangs zum Dorfgemeinschaftshaus Gelldorf sowie die Gestaltung des Platzes am Feuerwehrgerätehaus Röhrkasten als Ortsmitte. Die Wunschliste muss noch vom Rat beschlossen werden – wahrscheinlich am 9. Dezember. tw

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