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Obernkirchen Stadt Ziel ist Konzept für Obernkirchen
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Ziel ist Konzept für Obernkirchen
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00:16 07.10.2016
Radfahren ist hier nicht erlaubt. Es interessiert aber niemanden, jeder fährt hier in Richtung Kirchplatz.
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Obernkirchen

Folgt man der Straßenverkehrordnung, müssten Radfahrer auf dem kleinen Zwischenstück absteigen, wenn sie von der Bergamtstraße auf den Kirchplatz fahren wollen, was aber natürlich niemand mache: „“Dort fährt nicht nur Herr Stübke durch, dort fährt jeder durch“, so Stübke. Wenn demnächst der Zaun zum Stiftsgebäude erneuert werde, könne man ein Schild an beiden Seiten aufstellen, für Radfahrer frei, und die drei Pfosten, die am Eingang der Durchfahrt stehen, könne man sich auch anschauen, so Stübke sinngemäß: „Das Thema liegt auf der Straße.“

In der Strullstraße reiche ein Schild aus, Radfahrer frei, dazu kämen Piktogramme auf der Straße, die die Autofahrer auf die Radler aufmerksam mache; „für ein großes Plus an Klarheit“, heißt es im Antrag.

Punkt drei im Grünen-Antrag: Die Markierung eines Radstreifens auf der Neumarkt- und der Rathenaustraße sowie die Begrenzung der Geschwindigkeit für Autos und Lastwagen auf 30 Kilometer.

Mittelfristig beantragte Stübke zudem die Erstellung eines Radwegekonzepts durch ein Fachbüro. Schwerpunkt dieses Konzeptes ist erstens die Vernetzung der Wohn- und Arbeitsstätten, also Klinikum, BKK24, Ardagh und Bornemann, sowie die Umsetzung der Straßenverkehrsnovelle, also Bordabsenkungen, Querungshilfen, Beschilderungen und Markierungslösungen. Das Fachbüro soll dabei auch Radverkehrshauptrouten mit „Prioritäten“ für die Abarbeitung auflisten. Stübke sieht im Antrag der Grünen und deren Umsetzung auch eine  Unterstützung des Alltags- und Tourismusverkehrs.

Der Antragsteller verwies dabei auf die Stadt Bückeburg, die seit zehn Jahren federführend im Landkreis sei, wenn es um den Fahrradverkehr in der Stadt gehe. In Bückeburg habe man Dinge umgesetzt, die auch angenommen würden, meinte er mit Blick auf die Hauptrouten.

Radfahrer werden schneller, meinte der Politiker, und sie werden älter, denn Elektrofahrräder sind stark im Kommen, vor allem in ländlichen Gebieten und für ältere Radfahrer bedeuten Fahrräder mit Elektromotoren neue Mobilität. Dazu kommen die schnellen Elektrofahrräder, die sogenannten S-Pedelecs, die deutlich schneller als 25 km/h fahren können.

Beschlossen wurde am Ende der Debatte, einen Fachmann vor dem Ausschuss vortragen zu lassen, wo in Sachen Fahrradverkehr der neueste Stand ist.

Horst Sassenberg versteht die Welt nicht mehr

Denn im Bauausschuss driftete die Diskussion ab, weil Horst Sassenberg (CDU) direkt von einem Expertentreffen in Vehlen kam, auf dem Vertreter des Landkreises, der Stadt Obernkirchen und der Polizei diskutiert hatten, wo und wie mit dem Fahrrad gefahren werden soll. Sassenberg verstand nach eigenen Angaben die Welt nicht mehr: Die einen sagen, auf der Straße ist es sicherer, die anderen verweisen auf den Radweg, aber wenn man auf der Straße in den Ort hinunterfährt, dann stellt man schnell fest, dass im Bereich des Bestattungsinstitutes Nerge die von unten kommenden Autofahrer die Kurve schneiden würden, und vieles, was die Experten vorschreiben würden, gehe an der Realität vorbei, bilanzierte Sassenberg und plädierte dafür einen Experten hinzuziehen: „Wir brauchen uns hier nicht groß unterhalten, wenn wir später abgeschmettert werden.“

Dann kehrte der Ausschuss zurück zum Antrag der Grünen, der auch eine Prüfung vorsieht, ob an der Südseite der Bundesstraße 65 zwischen „Ahnser Straße“ und „Vehlener Straße“ der derzeitige Gehweg das Zusatzschild „Radfahrer frei“ erhalten kann. Dieser so genutzte Gehweg erspart das zweimalige Überqueren der B65 für Radfahrer, so Stübke, und werde schon immer so genutzt, ohne dass es zu Problemen geführt hätte.

Am Schluss des Antrages war Stübke selbst in Vehlen angekommen: Er forderte eine Prüfung oder Weiterleitung an die Straßenverkehrsbehörde, ob die Radwegemitnutzung an der Vehlener Straße bergauf weiterhin gestattet bleiben kann. Bergab sei die Fahrt auf der Vehlener Straße ohnehin gefahrloser – und damit sinnvoller.

Zudem beantrage seine Fraktion die Prüfung, ob an der Vehlener Straße zwischen B65 und der Straße „Am Weidkamp“ für Autofahrer Tempo 30 vorgeschrieben werden könne, um da Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer zu reduzieren.

Zudem biete die gewünschte Erhöhung des Anteils von Radverkehr an der Gesamtmobilität unter anderem eine Verbesserung der Klimabilanz, eine Verbesserung der Gesundheit der Radfahrenden und eine Verringerung der Unfallhäufigkeit, so Stübke abschließend.

rnk

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