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Zum Geld gibt’s „Trost-Giraffen“

Spende für Gedenkstätte für "Sternenkinder" Zum Geld gibt’s „Trost-Giraffen“

Schöne Geste eines Kinderhilfswerks für künftige „Sternenkinder“ in der Bergstadt: Dieter Kindermann, Präsident von „International Children help“ (ICH) hat für die Gedenkstätte, die Projektleiterin Doris Essmann auf dem Friedhof der Bergstadt plant, 1500 Euro gespendet.

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Einen Scheck über 1500 Euro und ein Sack voll „Trost-Giraffen“: Mit „Sternenkinder“-Projektleiterin Doris Essmann (Mitte) freuen sich Bergstadt-Bürgermeister Oliver Schäfer (von links), der Bundestagsabgeordnete Maik Beermann sowie Nicole Maas, Veronika Simon und Karina Roth vom Kinderhilfswerk.

Quelle: tw

Obernkirchen. Damit ist die Anlage an der Rintelner Straße, die am nächsten Sonnabend offiziell eingeweiht wird, nicht nur fix und fertig finanziert. „Es bleibt auch noch etwas Geld für darüber hinaus gehende Ideen übrig“, freut sich Essmann, die seit mehr als zehn Jahren in der Hospizarbeit tätig ist. Sie hat sämtliche Spendengelder selbst akquiriert.

 Den Kontakt zu ICH hatte der Schaumburger Bundestagsabgeordnete Maik Beermann im Zuge des jüngsten Berlin-Besuchs der Projektleiterin vermittelt. „Bei der Gala zu unserem Zehnjährigen haben wir Herrn Beermann einen Scheck in Höhe von 1000 Euro überreicht. Wir ergänzen ihn um weitere 500 Euro, sodass wir das Projekt mit insgesamt 1500 Euro begleiten“, teilte Kindermann in einem Schreiben an die Stadt mit. Der ICH-Präsident zur Begründung: „Wir sind stets und ständig bemüht, Menschen in Not zu unterstützen – und dazu gehört es auch, Menschen, die trauern, ihren Kummer zu lindern.“

 Kleine, aber nicht minder feine Geste am Rande der Geldübergabe auf dem Obernkirchener Friedhof: Die drei Repräsentantinnen des Kinderhilfswerks haben in Vertretung Kindermanns obendrein noch einen Sack mit „Trost-Giraffen“ im Gepäck: „Die ,Tilly‘ genannten Plüschtiere sind für mögliche Geschwister der ‚Sternenkinder‘ bestimmt, sollen deren Tränen trocknen“, erklären Nicole Maas, Veronika Simon und Karina Roth.

 „Wir haben das Klinikum Schaumburg darüber informiert, dass in der Bergstadt in Kürze Bestattungen von ‚Sternenkindern‘ möglich sind“, berichtet Oliver Schäfer. Der Rathauschef: „Sie finden ihre letzte Ruhe bislang noch in Gehrden.“ Der Satzungsbeschluss soll am 9. Dezember im Stadtrat fallen. Angedacht ist, dass die Föten ein- bis dreimal im Jahr in einer Sammelurne beigesetzt werden. Die Setzstellen der Urnen sollen mit einem (Sandstein-)Stern und dem Todesjahr gekennzeichnet werden; das Anbringen von Namensschildern mit konkreten Sterbedaten ist nicht vorgesehen. „Ich freue mich sehr, dass die ‚Sternenkinder‘ jetzt – endlich – in die Bestattungskultur einbezogen werden“, so Essmann.

 „Die Namen derer, die für die Gedenkstätte gespendet haben, veröffentlichen wir nach Rücksprache auf einer Friedhofstafel sowie auf der Stadtseite im Internet“, sagt Schäfer.

 „Sternenkinder“ sind kleine Wesen, die mit einem Geburtsgewicht von unter 500 Gramm vor, während oder nach der Geburt gestorben sind. Noch bis vor wenigen Jahren kümmerte sich das jeweilige Krankenhaus um den Verbleib dieser rechtlich als Fehlgeburten eingestuften toten Kinder. Sie wurden nicht selten mit dem Klinikmüll entsorgt.

 Die Gedenkstätte wird am Sonnabend, 21. November, ab 15 Uhr auf dem Friedhof Rintelner Straße eingeweiht. Die Veranstaltung beginnt in der Kapelle, danach geht es zur Gedenkstätte. Essmann würde sich über eine große Beteiligung seitens der Bürger freuen. tw

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