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Obernkirchen Stadt Zurück zur Parkscheibe
Schaumburg Obernkirchen Obernkirchen Stadt Zurück zur Parkscheibe
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00:16 23.12.2012
„Alle dafür.“ Erste Abstimmung über Regularien im sanierten Ratssaal. Quelle: tw
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Obernkirchen (tw)

Besagte Regelung gilt auch für die Neumarktstraße. Für die Friedrich-Ebert-Straße gilt die Kurzeitregelung von 30 Minuten. Der Bornemannplatz bleibt dagegen von der Parkscheibenpflicht ausgenommen – der ruhende Verkehr wird weiter überwacht.

 Beschlossen hat das das „Stadtparlament“ am Mittwochabend bei seiner ersten Zusammenkunft im sanierten Ratssaal, gegen die Stimmen der Christdemokraten Dirk Rodenbeck und Heinrich Struckmeier; deren Fraktion hatte das Thema auf die Tagesordnung gebracht (wir berichteten). Der Wegfall der Parkscheibenpflicht galt bis zum 31. Dezember 2012 auf Probe – und hat sich zumindest im Zentrum offensichtlich nicht bewährt. „Wildes Parken ist dort – leider – an der Tagesordnung. Dauerparken auch. Ersteres ist nicht im Sinne der Stadt Obernkirchen, Letzteres nicht im Sinne der Geschäftsleute“, sagt Bürgermeister Oliver Schäfer. Es gehe ausdrücklich nicht darum, als Kommune von den ab April 2013 deutschlandweit höheren Knöllchen-Gebühren zu profitieren.

 „Die Situation vor eineinhalb Jahren war die, dass ,Brötchenparker‘ zu schnell verwarnt und Kunden so vergrätzt wurden“, erinnert Rodenbeck. Er begründet sein Nein damit, dass er befürchtet, dass es den Kontrolleuren nach wie vor am nötigen Feingefühl fehlen wird.

 „Falsch“, kontert Jörg Hake. Der SPD-Fraktionschef: „Die Kontrolleure sind heute andere als damals. Die Stadt wird das Ganze diesmal mit Fingerspitzengefühl handhaben.“ CDU-Pendant Martin Schulze-Elvert sieht das ähnlich: „Die Verwaltung hat also die Brötchentaste im Kopf eingeführt“, freut er sich. Für die Grünen erklärt deren Fraktionschef Thomas Stübke: „Es geht bei der Parkscheibenpflicht um eine lockere Regelung, bei der von den Kontrolleuren nicht auf fünf Minuten gesehen werden darf.“ Auch Wilhelm Mevert (SPD) setzt auf „Augenmaß“.

 Derweil erinnert Heinrich Struckmeier: „Der Marktplatz war früher einmal mit Pollern abgesperrt; wir haben sie nur entfernt, damit der Aldi-Markt beliefert werden konnte. Diese Poller sollten da jetzt wieder hin.“ Gleichwohl stimme er, Struckmeier, gegen den Beschluss pro Parkscheibe – und sagt augenzwinkernd in Richtung Mevert: „Denn wenn wir beide uns beim Bäcker festquatschen und ich ein Knöllchen kriege, gibst Du mir die zehn Euro bestimmt nicht wieder.“

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