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Zwei-Drittel-Förderung für Trafohaus

Abschluss noch für dieses Jahr geplant Zwei-Drittel-Förderung für Trafohaus

Fachwerk, Abwasser, Heizung: am Trafohaus gibt es viel zu tun. Seit Mai wird saniert – noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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Wollen „keine halben Sachen“ machen: Anika Melching (von links) vom Ingenieurbüro Wehmeyer, Stadtkoordinatorin Dörte Worm-Kressin, Jürgen Weißbrich vom Kulturfenster Obernkirchen und Diplom-Ingineur Volker Wehmeyer auf der Baustelle am Trafohaus.
 

Quelle: mig

OBERNKIRCHEN. „Wir machen jetzt alles auf einmal, das hat sich wegen des Programms ‚Kleine Städte und Gemeinden‘ angeboten“, sagt Stadtkoordinatorin Dörte Worm-Kressin. Die Sanierung, sagt sie, sei eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Was Obernkirchen an seinem Trafohaus hat, wird erst jetzt, während der Urlaubszeit, so richtig deutlich. Statt der üblichen Konzerte und Lesungen wird seit Mitte Mai saniert. Die Kultur macht Pause. Stattdessen einfach mal in die „Station“ gehen und das tolle Programm genießen und danach auf Stühlen im Freien sitzen und einen Absacker trinken? Schön wär’s. Noch sind die Arbeiten nicht abgeschlossen. Wann genau das Haus seine Pforte wieder öffnet, war von Dörte Worm-Kressin auch nicht zu erfahren. „Auf jeden Fall noch in diesem Jahr“, meint sie. „Es geht gut voran.“

Dass es gut vorangeht, zeigt ein kurzer Blick in den Innenraum. Dort hat sich in den letzten Monaten viel getan. Der kleine Durchgang ist größer geworden, so wie früher. Überhaupt steht in Zukunft die schlanke, fast elegante Architektur des Trafohauses im Vordergrund.

Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt

„Wir haben sie freigelegt, und damit auch die Belange des Denkmalschutzes berücksichtigt“, sagt Anika Melching vom Ingenieurbüro Wehmeyer, die die Bauleitung innehat. Dieses Haus mit seinem kapellenartigen Aufbau sei ein gutes Beispiel für die Verknüpfung von Ästhetik und Funktion.

Rund 150000 Euro kostet der Umbau. 105000 Euro übernimmt das Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ in einer Zwei-Drittel-Förderung. „Das hat sich sehr gut gefügt, dass dieses Programm aufgelegt worden ist, alleine hätten wir den Umbau auf keinen Fall tragen können“, sagt Worm-Kressin. Schnell sei man sich einig gewesen, nicht nur „etwas Halbes zu machen“. „Wir wollten alles gleich richtig machen, damit wir nicht in ein paar Jahren wieder ranmüssen“, führt die Stadtkoordinatorin aus.

Wie das „neue“ Trafohaus aussehen wird, lässt sich schon jetzt an einigen Ecken erkennen. Luftiger wird es wohl sein und mit mehr Ausstattung. Endlich gibt es den schon lange nötigen Abstellraum unter der neuen Flucht-Treppe an der Roten Schule. Und die laut Worm-Kressin „katastrophale Abwassersituation“ wird dann geklärt sein.

Ebenfalls eine Erleichterung

Das Haus bekommt eine eigene Spülmaschine und Anschlüsse für Abwasser und Elektro, womit dann auch der Kirchplatz mit Strom versorgt werden kann. Besonders stolz ist Worm-Kressin auf die neue Elektroheizung, die bald eingebaut wird. „Wir hatten vorher eine Elektroheizung, die uns sehr viel Geld gekostet hat.“

Ansonsten hat das Haus vor allem Ausbesserungen nötig. Am Fachwerk musste Holz ersetzt werden, Fugen wurden nachgezogen, Wände bemalt. Zehn Firmen arbeiten an der Renovierung: vom Gerüstmacher über ein Sanitärunternehmen bis zum Dachdecker.

Richtig anstrengend wird es, wenn die gesamte Einrichtung wieder angebracht werden muss. „Wir werden dann mit vielen Ehrenamtlichen beider Vereine, also Kulturfenster und IOBS, alles wieder reintragen“, sagt Worm-Kressin. Schon vor Jahren hat die Stadt den beiden Obernkirchener Vereinen das Trafohaus zur Nutzung überlassen. mig

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